Perry Rhodan Stammtisch Aftermath!

GERMAN

Wie nennt man das Resümieren auf Neudeutsch? Aftermath? Ja. Ich denke so nennt man das. Ich befinde mich also im Aftermath. Hierbei lasse ich alle Informationen Revuepassieren, die ich an diesem Abend erhielt.

Neue Pläne

Ich überlege ernsthaft, ob ich mich einer weiteren Serie widmen soll, die sich weniger mit politisch, philosophischen Fragen beschäftigt. Jedenfalls nicht zu Beginn. Mir schwebt eine Reihe von ca. 10 Romanen a 200 Seiten vor. Es geht um eine Flotte, aus acht Schiffen. Einem großen Kommandoschiff und sieben Begleitern. Sie sind im Auftrag einer nicht näher beschriebenen Macht unterwegs, um rebellierende Welten in die Knie zu zwingen. Mir schwebt ein hartgesottenes Team von ca. 10 Menschen vor, die Befehle ausführen ohne zu fragen und erst schießen, bevor sie sich Gedanken machen was sie da eigentlich machen. Im ersten Drittel kümmert die Protagonisten ihr Tun wenig, bis garnicht. Zum Ende hin treten immer größerer Spannungen auf und jeder Einzelne muss sich entscheiden.

Ok. Es ist ein absehbarer Plott. Aber die meisten Geschichten folgen den gängigen Schemata. Wichtig ist nur, sie mit Protagonisten zu erzählen, die durch ihre Zeichnung fesseln und den Leser dazu anmieren am Ball zu bleiben. Im Gegensatz zu vielen meiner Freunde, macht es mir nichts aus Teile einer Geschichte zu erfahren oder sogar ihren Ausgang. Für mich besteht das Interesse darin zu verfolgen, wie es dazu kam. Mir gefallen die inneren Konflikte einer Person. Das Setting des Charakters und wie er sich behauptet, oder ob er bricht. Ich finde es spannend einen Protagonisten mit starker religiöser Gesinnung zu erschaffen, der plötzlich mit ethischen Fragen konfrontiert wird, die seine Glaubenssätze in Frage stellen. Oder genau das Gegenteil. Ein Mensch ohne moralische Grundsätze, der nach und nach zu der Überzeugung gelangt, ohne feste Wertvorstellungen nicht überleben zu können. Diese Personen möchte ich in ein Raumschiff zusammenpferchen und auf eine Mission schicken, die sie an ihre Grenzen bringt. Etwas ähnliches bechreibe ich zwar schon in NOMADS. Aber ich hätte Spass daran, eine Story zu schreiben, die etwas radikaler mit ihren Protagonisten umgeht.

So ein Stammtisch, bei dem man sich über die gemeinsame Liebe an phantstischen Stoffe austauscht, ist wirklich inspirierend.


ENGLISH

What do you call summing up in new German? aftermath? Yes. I think that’s what it’s called. So I am in the aftermath. Here I am reviewing all the information that ihc received that evening.

New plans

I’m seriously considering devoting myself to another series that deals less with political, philosophical issues. At least not at the beginning. I have in mind a series of about 10 novels of 200 pages each. It is about a fleet of eight ships. A large command ship and seven escorts. They are on a mission for an unspecified power to bring rebellious worlds to their knees. I envision a hard-boiled team of about 10 people who follow orders without question and shoot first before thinking about what they are doing. In the first third, the protagonists care little or nothing about their actions. Towards the end, greater and greater tensions arise and each individual must make a decision.

Ok. It’s a predictable plot. But most stories follow the usual schemes. The only important thing is to tell them with protagonists who captivate by their drawing and encourage the reader to stay on the ball. Unlike many of my friends, I don’t mind learning parts of a story or even its outcome. For me, the interest is in following how it came to be. I like the inner conflicts of a character. The setting of the character and how he holds his own, or if he breaks. I find it exciting to create a protagonist with strong religious beliefs who is suddenly confronted with ethical questions that challenge his beliefs. Or just the opposite. A person without moral principles who gradually comes to the conclusion that he cannot survive without firm values. I would like to cram these people into a spaceship and send them on a mission that will push them to their limits. I already write something similar in NOMADS. But I’d have fun writing a story that’s a bit more radical with its protagonists .

Such a gathering of regulars, sharing a common love of phantasmagorical material, is truly inspiring.

Perry Rhodan Stammtisch – München

Gestern Abend besuchte ich den Perry Rhodan Stammtisch in München. Ich war dort, um mein Exemplar von “60 Jahre Perry Rhodan” abzuholen. In diesem Buch wird meine recht marginale Tätigkeit bei Perry, ab Seite 227, mit immerhin 6 Seiten gewürdigt. Eine große Ehre.

Nostalgie und Aktuelles

Neben einem guten Essen, gab es gestern Abend auch gute Konversation. Es ging um viele aktuelle und alte Themen, die das Perryversum betreffen. Projekte wie einen Spielfilm, zum Beispiel. Nun gut. Es gibt einen der “Perry Rhodan – SOS aus dem Weltrall“ heisst. Er sorgt stets für Gesprächstoff und irgendwie versuchen die Fans das Werk für sich einzuordnen. Die Bandbreite reicht von Zorn über Scham, bis hin zur Begeisterung für Meister-Trash. Immerhin- es gibt einen Film! Es soll danach noch diverse Ansätze zu weiteren cineastischen Vorhaben gegeben haben, die jedoch nie verwirklicht wurden. Dieser Umstand wurde von den Fans zum Teil beklagt, zu Teil bgrüsst. Die eine Fraktion stellt Perry Rhodan in die rein literarische Ecke, die Andere sieht durchaus eine Zukunft für den Weltraumhelden auf der Leinwand. Ich erfuhr eine Menge spannender Details, um ein steckenweise verwirklichtes Projekt, das sich um Atlan dreht und auf Youtube zu bewundern ist.

Hier ein kleiner Trailer. Mehr ist auf Youtube zu sehen. Scheint ein ambitioniertes Projekt gewesen zu sein.

Viele andere Themen

Natürlich liegt es in der Natur der Sache, dass sich das Fandom mit vielen anderen Franchises auseinandersetzt. Das betrifft Bücher, Filme und Serien. Daher gab es eine Vielfalt von Themen, die diskutiert wurden. Boba Fett, bzw. The Mandalorian wurde eingehend behandelt und was man sich in Bezug auf Streaming Dienste von Perry wünscht. Das Angebot an fantastischen Stoffen wächst und man befürchtet, Perry könnte abgehängt werden. Wieder ging die Diskussion um Literatur oder Film. Schließlich schwenkte das Thema wieder auf Bücher zurück. Meine Romanreihe NOMADS gefiel einigen Fans, nachdem ich erklären konnte, worum es dabei ging. Ich erfuhr von den Vorlieben der Fans für ungewöhnliche Kurzgeschichten. Auch ich konnte mit meiner Kurzgeschichte ONEYUN, Interesse erwecken, die sich einem sehr aktuellen Thema widmet.

Genug der Eigenwerbung. Nach einer eingehenden Betrachtung von Starship Troopers und der politisch fragwürdigen Einstellung des Autoren Robert A. Heinlein, folgte ein amüsanter Abstecher in einen weiteren phantastischen Kosmos. Hierbei ging es um ein Raumschiff, kommandiert von Vampiren, die andere Planeten mittels Zombie-Invasionen erobern. Ok. Nicht mein Thema. Alles in allem ein anregender Abend, mit vielen spannenden Gesprächen. Es wird wieder Zeit für eine größere Con. Garching würde mir, für den Anfang, genügen.

Dave Filoni – Ich habe ein Problem mit ihm!

 

GERMAN

Ich habe ein Problem mit dem Stil von Dave Filoni. Seine Dramaturgie ist so behäbig, dass ich mich wundere, wie sich die Story überhaupt vom Fleck bewegt. Es mag ihm ja gefallen, die Jedi Szenen ziemlich mit Pausen zu füllen, in denen sich die Darsteller überlegen, wie es weitergeht. So jedenfalls mein Empfinden. Mir kommen dabei immer die Anweisungen von George Lucas an die Schauspieler in den Sinn. Laut Samuel L. Jackson gab es nur eine Anweisung des Filmemachers “Speed it up!”. Und irgendwie mach das Sinn. Im normalen Leben spricht niemand so bedeutungsschwer, dass es ihm fast die Sprache verschlägt, oder sich übelegen muss, mit welch epischen Worten er zu antworten hat.

In Episode 6, von The Book of Boba Fett, scheinen ihm die örtlichen Gegebenheiten egal zu sein. Beziehungsweise die Perspektive der Protagonoisten. Da fragt Mando den Deputy nach dem Marschall. Der Deputy sagt der Marschall sei beschäftigt und plötzlich tritt eben jener Maschall hinter ihm ins Bild. Hat Mando den nicht gesehen? Seltsam.

Bane kommt aus der Wüste. Die Einstellung ist schon beeindruckend, aber kommt der Typ ohne Schiff oder Speeder? Zumindest sollte ein Vehikel im Hintergrund stehen und sein Auftauchen für ihn weniger anstrengender machen, oder hat er die Physionomie eines Banthas dem es Spaß macht, stundenlang über den heissen Sand zu wandern. Filoni stellt die Bildwirkung über den Sinn einer Szene, obwohl man leicht beides haben kann.

Es gibt viel filonschen Fanservice. Das mag den ein oder anderen entzücken, aber ich empfinde das lange Verweilen an eher langweiligen Orten nervig. Die Anwesenheit ikonischer Charaktere macht das nicht besser. Wenn sie nicht viel wichtiges zu sagen haben – Speed it up!


ENGLISH

I have a problem with Dave Filoni‘s style. His dramaturgy is so ponderous that I wonder how the story moves from the spot at all. He may well like to fill the Jedi scenes pretty much with pauses in wich the actors can figure out what to do next. At least that’s how I feel about it. George Lucas’ instructions to the actors always come to my mind. According to Samuel L. Jackson, there was only one instruction from the filmmaker to his actors : “Speed it up!” And somehow that makes sense. In normal life, no one speaks with an epic sense that it almost makes him lose his tongue, or have to practice with what mindful words to answer.

In Episode 6, of The Book of Boba Fett, he also doesn’t seem to care about local circumstances. Or rather, the physical perspective of the protagonists. That’s when Mando asks the deputy about the marshal. The deputy says the marshal is busy and suddenly the Maschall enters the picture behind him. Did Mando not see the guy? Strange.

Bane comes out of the desert. The setting is already impressive, but does the guy come without a ship or speeder? At least there should be a vehicle in the background to make his emergence less strenuous for him, or does he have the physionomy of a Bantha who enjoys walking for hours over hot sand. I think, that Filoni put the scenery over the sense. To connect both would be easy. So there are no excuses.

There’s a lot of Filonian fanservice. This may delight some, but I find the long lingering in rather boring places annoying. The presence of iconic characters doesn’t make it any better. If they don’t have much important to say – speed it up!

STAR WARS ist groß! STAR WARS ist größer!

Da Star Wars nicht nur groß ist, sondern geradezu gewaltig, sind auch die Ansprüche der Fans an das Epos dementsprechend hoch. Ansprüche, die in den seltensten Fällen ganz befriedigt werden können. Woran liegt es, dass Disney die Erwartungen immer wieder nicht erfüllt, obwohl so viele kreative Köpfe an der Fortführung der Saga arbeiten. Filme und Serien, etc. Inzwischen gibt es schon eine ganze Menge Sachen, die den Fan erfreuen sollten. Doch mehr als einmal scheinen die Anhänger des Star Wars Kultes nicht glücklich.

Fans und Fans

Ein Fan ist nicht gleich dem anderen Fan. Ich bezeichne mich als Fan. Und ich kann sagen ich tue das schon seit 1978, als ich den KRIEG der STERNE in einem Vorstadtkino sah. Der Streifen prägte mich als Cineast. Zu den Filmen, die ich schon damals, im Alter von 10 Jahren bewunderte gehörten alle Filme von Sir David Lean. Dem Meister des Epos. Ich hatte auch schon alle Bondfilme gesehen, liebte Godzilla und Der Mann der König sein wollte. Nun kam Star Wars hinzu und beeinflusste mein Leben und mich als musisch Begabten auf völlig neue Wege führte. Als 1983 dann erst mal mit der Saga schluss war, gab es nichts weiter, als sich das vorhandene Material immer wieder anzusehen und darin eine gewisse Erfüllung zu finden. Da man sich veränderte und allmählich erwachsen wurde, veränderte sich die Sichtweise auf verscheidene Aspekte der Handlung, die einem als Kind nicht so sehr aufgefallen sind.

Fans, die später dazukamen und sich mit Büchern und Comics befassten, entwickelten einen ganz anderen Blickwinkel auf Star Wars. Für sie trat der künstlerische Aspekt mehr und mehr in den Hintergrund, oder spielte nie eine Rolle. Für sie ging es um das ganze Drumherum, das man heute Lore (Überlieferung) nennt. Ein komplexer Hintergrund, erdacht von etlichen Autoren, denen Lucas freie Hand ließ, sich in seinem Universum auszutoben. Inzwischen ist diese Lore zu einer fast heiligen Sache geworden. Einer Art Bibel für Star Wars Gläubige.

Lore, Filmkunst oder Beides?

Vieles, was man in der Überlieferung findet, ist für die Leinwand, oder ein Drehbuch ungeeignet. Ich gehe jetzt nicht im einezelnen darauf ein, aber es gint Etliches, dass lächerlich oder irgendwie untypisch für Star Wars ist. Den Lore Fans scheint dies jedoch egal zu sein. Sie wollen es einfach auf der Leinwand verwirklicht sehen. Künsterlische oder cineastische Aspekte sind gleichgültig.

Man mag von Disney halten was man will, aber genau diese Unverfilmbarkeit von Lore Geschichten, veranlasste den Mauskonzern sie zu Legends zu erklären. Ich empfinde das als gute Entscheidung. Die Lore Fans natürlich nicht. Natürlich wundert es mich, dass Disney im Gegenzug damit begonnen hat selbst etliche Lächerlichkeiten in die Saga einzubringen. Absurditäten, die einen großen Teil der Fans in Rage brachten.

Mich ärgert die stilistische Irrfahrt der Macher, mit dem Star Wars Schiff. Ich kann auf Lore gerne verzichten. Oder bessergesagt, stelle ich den cineastisch – künstlerischen Wert deutlich über die sogenante Werkstreue. Man soll auf die Leinwand zaubern, was sich dort gut macht und als Filmepos Wert hat. Lucas hatte bei der Erschaffung seines Epos keine ausgefeilten Hintergründe ausgearbeitete. Er verwirklichte, was ihm visuell gefiel, ohne dafür extra ein Lexikon zu schreiben. Tatsächlich entwickelte sich die Story aus rein künstlerischen Erwägungen weiter. Entscheidungen, die in A New Hope und The Empire Strikes Back, vom Standpunkt eines Filmemachers alle richtig waren.

Fazit

Wenn es möglich ist, sowohl den verbliebenen Rest an leinwandtauglicher Lore, mit ansehnlicher Filmkunst zu verbinden, soll es mir recht sein. Ansonsten ist mir das Filmhandwerk wichtiger als die Abhandlung historischer Fakten.


ENGLISH

 

STAR WARS is big! STAR WARS is bigger!

Star Wars is not only big, but downright huge, the fans’ demands on the epos are correspondingly high. Expectations that are rarely fully satisfied. Why is it that Disney repeatedly fails to meet expectations, even though so many creative minds are working on the continuation of the saga. Movies and series. In the meantime, quite a lot. And more than once, the followers of the Star Wars cult do not seem happy.

Fans and fans

One fan is not the same as another fan. I call myself a fan. And I can say I’ve been doing so since 1978, when I saw WAR OF THE STARS in a suburban movie theater. The flick shaped me as a cineaste. Among the films I admired even then, at the age of 10, were all the films of Sir David Lean. The master of the epic. I had also seen all the Bond films, loved Godzilla and The Man Who Wanted to Be King. Now Star Wars came along and influenced my life and led me as a musically gifted person on completely new ways. When the saga ended in 1983, there was nothing else to do but watch the existing material again and again and find a certain fulfillment in it. As one changed and gradually grew up, one’s view of various aspects of the plot that one didn’t notice so much as a child changed.

Fans who came along later and got involved with books and comics developed a very different perspective on Star Wars. Für sie trat der künstlerische Aspekt mehr und mehr in den Hintergrund, oder spielte nie eine Rolle. Für sie ging es um das ganze Drumherum, das man heute Lore (Überlieferung) nennt. Ein komplexer Hintergrund, erdacht von etlichen Autoren, denen Lucas freie Hand ließ, sich in seinem Universum auszutoben. Inzwischen ist diese Lore zu einer fast heiligen Sache geworden. Einer Art Bibel für Star Wars Gläubige.

Lore, Art of Moviemaking oder both?

Much of what you find in the lore is unsuitable for the screen, or a screenplay. I won’t go into it individually, but there is a lot that is ridiculous or somehow untypical for Star Wars. But the lore fans don’t seem to care. They just want to see it realized on the screen. Artistic or cinematic aspects are indifferent.

 

You may think what you want of Disney, but it was precisely this unfilmability of Lore stories that caused the mouse corporation to declare them Legends. I feel this is a good decision. The Lore fans, of course, do not. Of course, I’m surprised that Disney, in turn, has started to introduce a lot of ridiculousness into the saga. Absurdities that made a large part of the fans in a rage.

.I’m annoyed by the stylistic odyssey of the creators, with the Star Wars ship. I can happily do without lore. Or better said, I put the cineastic – artistic value clearly above the so-called work fidelity. One should conjure up on the screen what does well there and has value as a film epic. Lucas had not worked out any sophisticated backgrounds when he created his epic. He realized what he liked visually without writing an extra lexicon for it. In fact, the story evolved from purely artistic considerations. Decisions that in A New Hope and The Empire Strikes Back, from a filmmaker’s point of view, were all correct.

 

Conclusion

If it is possible to combine both the remaining lore suitable for the screen, with respectable cinematography, it shall be fine with me. Otherwise, the film craft is more important to me than the treatise of historical facts.

The Book of Boba Fett – ein Resümee.

German

Was gibt es über Star Wars: Das Buch von Boba Fett (The Book of Boba Fett) zu sagen?

Bin ich enttäuscht?

Ich bin anfänglich sehr offen an die ganze Serie herangegangen. Die ersten beiden Folgen hatten alles, was ich von Star Wars erwarte. Tolle Bilder, das typische Star Wars Setting und rasante Action. Allerdings hat sich das Bild inzwischen ein wenig gewandelt. Warum? Für Star Wars, beziehungsweise für George Lucas waren Western und Samurai Filme immer das Vorbild. Wichtig für die Charaktere und für die Geschichten, die sich im Star Wars-Universum abspielen. Diese Vorbilder zeichneten sich immer durch kantige unangepasste Helden oder Antihelden aus. Hartgesottene Typen, die niemandem einen Gefallen taten, oder nur dann, wenn sie davon profitierten. Während des Handlungsverlaufes machten die diversen Protagonisten oft eine Wandlung durch. Das geschah in angemessenem und glaubwürdigem Tempo. Und selbst wenn sie keine Läuterung erfuhren, war es gute Unterhaltung, die ohne plakative Botschaft auskam. Was zählt, ist die Glaubwürdigkeit, mit der sich die Charaktere in ihrem Biotop bewegen.

Was macht mir Spass?

Ich ziehe durchaus meinen Spaß daraus, diesen eher unangenehmen Zeitgenossen als Voyeur bei ihren Spielchen zuzusehen. Ich tauche gerne mit ihnen in eine Welt ab, in der es vor Schurken nur so wimmelt. Und wenn der Held kein Engel ist, wen soll das schon kümmern? Mich nicht. Solange er nur interessant und schillernd ist.

Boba Fett bewegt sich in einer kriminellen Gesellschaft und kein Drehbuchautor sollte versuchen, ihn in die Rolle des Friedensengels zu drängen. Alle Himmel! Er ist kein Ghandi. Und wenn er schon eine Läuterung erfahren soll, warum fängt das schon zu Beginn der Serie an. Er hätte sich gerne etwas länger gegen diese Wandlung wehren können. Das hätte eine schöne Spannung erzeugt, die man mit einer Prise Humor erzählen könnte.

Eine Täuschung?

Im Teaser, in dem Boba Fett Bib Fortuna einfach mal so vom Thron blastert, erhielt ich den Eindruck eine kompromisslose Serie mit dunkleren Tönen zu bekommen. Eine erwachsenere Geschichte. Eine Serie, die das Milieu einer gesetzlosen Unterwelt perfekt beschreibt, ohne irgendetwas zu beschönigen.
Ok. Es sind noch drei Folgen, die die Sache noch herumbiegen können. Ich hoffe also, dass die Protagonisten noch irgendwie ihre Fasson finden, in der sie glaubwürdiger oder stimmiger wirken.



English

What is there to say about Star Wars: The Book of Boba Fett?

Am I disappointed?

I initially approached the whole series with a very open mind. The first two episodes had everything I expect from Star Wars. Great pictures, the typical Star Wars setting and fast-paced action. However, the picture has changed a bit in the meantime. Why? For Star Wars, respectively for George Lucas, Western and Samurai movies were always the model. Important for the characters and for the stories that take place in the Star Wars universe. These role models were always characterized by edgy, non-conformist heroes or antiheroes. Hard-boiled types who did no one any favors, or only when they benefited. During the course of the plot, the various protagonists often underwent a transformation. This happened at an appropriate and believable pace. And even when they didn’t undergo any purification, it was good entertainment that got by without a striking message. What counts is the credibility with which the characters move in their biotope.

What am I enjoying?

I definitely derive my enjoyment from watching these rather unpleasant contemporaries play their games as a voyeur. I enjoy diving with them into a world teeming with villains. And if the hero is no angel, who cares? Not me. As long as he’s interesting and dazzling.

Boba Fett moves in a criminal society and no screenwriter should try to push him into the role of the angel of peace. All heavens! He’s no Ghandi. And if he’s going to undergo a purification, why does it start at the beginning of the series. He could have happily resisted this transformation a little longer. That would have created a nice tension that could be told with a touch of humor.

A deception?

In the teaser, with Boba Fett just blasting Bib Fortuna off the throne, I got the impression of getting an uncompromising series with darker tones. A more adult story. A series that perfectly describes the milieu of a lawless underworld without glossing over anything.
Ok. There are still three episodes left to bend things around. So I hope that somehow the protagonists will still find their likeness in which they seem more believable or coherent.

Schlechte Kritik? Wie muss ich reagieren?

German – English

Affen als Kunstkritiker – Neue Pinakothek München – Apes as Art-Critics (Neue Pinakothek Munich)

Dinge die ein Autor erwägen sollte, wenn sich die schlechte Kritik häuft. Sich ein anderes Hobby suchen oder einen guten Lektor leisten. Da ich das Gefühl habe, dass Letzteres für die Überzeugungstäter nicht in Frage kommt (bedeutet es doch sich ernster Kritik auszusetzen) wird man sich wohl noch sehr lange über die verzweifelten Werbepostings amüsieren, wundern oder ärgern, die beinahe stündlich auf Facebook oder Twitter in den Äther gesendet werden.

Werbung hilft – nicht

Um eines klarzustellen: Werbung ist notwendig! Aber Schrott wird nicht besser, auch wenn man ihn unentwegt anpreist. Um nicht unglaubwürdig zu sein, habe ich mir ein Buch geleistet, dass im Eigenverlag und – wie ich zuerst vermuten und später erfahren konnte – ohne jegliche Einflussnahme kompetenter Testleser oder Lektoren zustande gekommen war. Lustige Dialoge, klischeehafte Protagonisten, vorhersehbare Handlungsabläufe, Wortwiederholungen und absonderliche Wendungen, die keinerlei Sinn ergaben und später auch keine Berücksichtigung im Lauf der wild dahingaloppierenden Geschichte fand, durfte ich bei der Erkundung dieses neuen Fantasy Kosmos erleben. Zum Lachen, wenn es nur nicht so Bierernst gemeint wäre.
Das hat mich letztendlich dazu veranlasst meinen Senf dazuzugeben. Denn – wen zitiere ich hier eigentlich ? – „Das Leben ist zu kurz um sie mit schlechten Büchern zu verbringen.“

Ein paar Ratschläge

Hier einige Tipps, die nur für den normalbegabten Schreiberling gelten. Supertalente unter den Autoren haben das nicht nötig. Die finden ihren Weg in den Olymp der Schriftsteller, ganz ohne die die Klugscheisserei von Leuten wie mir.

1. Leistet euch einen Lektor!
Wenn jemand sagt, das sei zu teuer, dann ist sein Geschreibsel offenbar auch keinen Cent wert. Wenn er meint er wisse schon alles über Stil, Rechtschreibung und Textgestaltung, wird ihn die Zusammenarbeit mit einem Lektor schnell auf den Boden der Tatsachen zurückführen und ihm helfen sein Talent realistisch zu bewerten. Wer das schafft hat schon einen grossen und richtigen Schritt gewagt.

2. Kritik annehmen.
Daran hapert es wohl am meisten. Betrachtet der Autor seine Ergüsse doch als den Nektar und das Ambrosia seines bewegten Geistes, die über alle Zweifel erhaben sein müssen und deren göttliche Schmackhaftigkeit jeder Leser kritiklos anzuerkennen hat.
Wer sich berechtigter Kritik stellen kann und sie beim Schreiben berücksichtigt, hat den Pfad der Weisheit betreten.

3. Verlag suchen.
Eigenverleger werden jetzt bestimmt aufschreien. Ich habe auch nichts gegen Eigenverleger. Ist ne tolle Sache, wenn es funktioniert. In der Regel haben die Autoren jedoch nicht genügend Zeit sich um das Geschäftliche zu kümmern. Ich jedenfalls kann das nicht. Ein Verlag (ein guter Verlag) macht Werbung, organisiert, kennt sich auf dem Markt aus, ermittelt Trends, bedient Ebook-Plattformen und hat – vor allem – einen Leserstamm und nützliche Kontakte zu Bloggern, Lesekreisen, etc. Wer plant einen Eigenverlag aufzubauen, wird sich mit all diesem Beiwerk beschäftigen müssen, was Zeit und Energie in Anspruch nimmt, die dann für das Schreiben abgeht.

 

HOW TO REACT ON BAD CRITICS

ENGLISH

Things an author should consider, if more negative criticism rises. Finding another hobby or getting a good editor. Since I have the feeling that the latter is out of the question for those with conviction (after all, it means exposing oneself to serious criticism), one will probably be amused, surprised or annoyed for a very long time to come by the desperate advertising postings that are sent into the ether on Facebook or Twitter almost every hour.

Advertising will help – not

Let’s get one thing straight: Advertising is necessary! But junk doesn’t get any better, even if you advertise it incessantly. And in order not to be untrustworthy, I afforded a book that was self-published and – as I first suspected and later learned – without any influence from competent test readers or editors. There appear Funny dialogues, clichéd protagonists, predictable plots, repetition of words. Outlandish twists came up that made no sense and later found no consideration in the course of the wildly galloping story, i was allowed to experience in the exploration of this new fantasy cosmos. Laughable, if only it wasn’t meant to be serious like hell. With a wise editor this work could be a very funny Satire.
That’s what finally prompted me to add my two cents. Because – who am I actually quoting here ? – “Life is too short to spend it reading bad books.”

A few pieces of advice

Here are some tips that apply only to the normally gifted scribbler. Super talented writers don’t need this. They will find their way to the Olympus of writers, without the smart-ass attitude of people like me.

  1. hire an editor!
    If someone says it’s too expensive, then his writing obviously isn’t worth a dime either. If he thinks he already knows everything about style, spelling, and copywriting, working with an editor will quickly bring him back down to earth and help him evaluate his talent realistically. If you can do that, you’ve already taken a big and right step.
  2. accept criticism.
    This is probably the most difficult part. The author regards his outpourings as the nectar and ambrosia of his moving spirit, which must be beyond all doubt and whose divine palatability every reader must acknowledge without criticism.
    He who can face justified criticism and take it into account in his writing has entered the path of wisdom.
  3. seek for publishers.
    Self-publishers are bound to cry out now. I have nothing against self-publishers. It’s a great thing when it works. But usually authors don’t have enough time to take care of business. I for one can’t. A publisher (a good publisher) advertises, organizes, knows the market, identifies trends, serves ebook platforms and – most importantly – has a reader base and useful contacts with bloggers, reading groups, etc. Anyone planning to set up a self-publishing company will have to deal with all this ancillary work, which takes up time and energy that then goes into writing.

So much for my experience.

Book of Boba Fett: Episode 2 Breakdown

 

 

 

 

The Book of Boba Fett

…macht, in meinen Augen, vieles richtig. Man scheint den Machern viel künstlerischen Freiraum zu geben und weniger daran interessiert zu sein, auf plakative Weise eine gesellschaftliche Botschaft zu vermitteln. Eine ethische Message deutet der Zuschauer ohnehin so, wie er kulturell und sozial geprägt ist. Zumindest ist der Held ist kein Bösewicht, dem alle Regeln gleichgültig sind. Er erfüllt die Kriterien eines Antihelden, der seinen eigenen Moralkodex besitzt und dessen Hauptziel es ist, in einer harschen Welt zu überleben. Natürlich werden hier und da gewisse Werte vermittelt. Schließlich sind die Autoren und Regisseure keine Psychopaten – hoffe ich zumidest. Daher findet Fett zunächst Anerkennung, Respekt und später gewiss auch Freundschaft unter den Tusken, die ihn zunächst als Sklaven halten, der für sie nach Wasser gräbt. Eigentlich eine klassische Erzählung, in welcher der Held erst durch die Hölle gehen muss, um die Aufmerksamkeit und das Interesse des Zusehers zu gewinnen. Die Geschichte ist in groben Zügen absehbar, was sie, Dank des Settings und der möglichen Abzweigungen, die sie noch gehen mag, nicht uninteressant macht. Wie gewohnt, bereichern zahllose fanatsievolle Details den Star Wars Kosmos, was  die Handlung um den Aufstieg des einstigen Kopfgeldjägers zum einflussreichen Gangsterboss,  großen Schauwert verleiht.

Das Konzept der Serie besitzt nicht den geschliffenen Stil von The Mandalorian. Ich nehme an, dass dies beabsichtigt ist, da sich die Reihe stark an die Italowestern der 60er und 70er anlehnt. Ein aspekt, der Boba Fett umso spannender macht.

Zu erwähnen bleibt auch das ungewöhnliche und eingängige musikalische Thema der Serie, von Ludwig Göranson, der sich offenbar mehr und mehr in seine Arbeit als Filmkomponist einfindet.

Wie immer finde ich etliche Anregungen für NOMADS – meine eigene Spaceopera Reihe – die natürlich nur deswegen existiert, weil ich mit zehn Jahren (1978) Krieg der Sterne gesehen hatte. Ich bin sehr dankbar, dass ich in einer Zeit Lebe, in der Star Wars ein beeindruckendes Revival erlebt.

Hier gibt es Gratis und Sonderangebote!

Hin und wieder entschließe ich mich einige meiner Romane gratis oder zum Preis von 99.- Cent anzubieten.

Star Wars – Meine Liebe / Star Wars – my love

Als ich Star Wars 1978 in einem deutschen Kleinstadtkino sah, wusste ich sofort, wohin sich mein Leben bewegen würde. Mir wurde gegenwärtig, dass es eine Welt jenseits unserer Realität gibt. Die Welt der Fantasie. Eine lebendige, gewaltige und gefähliche Welt, die den kreativen Geist aus den konservativen Bahnen wirft und ihn auf unsichere, künstlerische Wege führt. Dem Schreiben konnte ich als Schüler bis zu diesem Zeitpunkt nichts abgewinnen. Nun aber sah ich darin eine Möglichkeit meine überbordende Vorstellungskraft auf Papier zu bannen und sie anderen näherzubringen. Schreiben wurde von einer lästigen und anstrengenen Prozedur zu einem grandiosen und schier übernatürlichen Mittel, fantastische Abenteuer zum Leben zu erwecken. Neben einigen begeisterten Lesern meiner ersten Geschichten, die ich im alter von 11 Jahren schrieb, erntete ich von bodenstänigeren Zeitgenossen besorgte Kommentare, und prophetische Vorhersagen über ein unstetes, brotloses und skandalöses Leben als Künstler. Zudem schwebte mir jenerzeit auch vor, mich in der Filmbranche zu betätigen. Ein Vorhaben, dass in meiner Familie keinerlei Unterstützung fand. Wie auch immer. Ich beschloss meine eigenen Geschichten zu schreiben und anstatt einer Kinoleinwand wählte ich die Seiten von Büchern, um meiner Fantasie Ausdruck zu verleihen. Inzwischen habe ich 11 Bücher in der NOMADS Serie, 4 Romane in der NOMADS LEGACY Reihe und 5 Legacy Kurzgeschichten, die im selben Kosmos spielen. In dieser Spaceopera folge ich dem Muster, das ich in Star Wars kennengelernt habe. Die klassische Heldenreise, welche alle Protagonisten in die tiefsten Abgründe und zu den höchsten Triumphen führt. Es macht Spass immer neue Welten und Schauplätze zu erschaffen, die den Leser in ein fremdes, beinahe magisches Reich entführen. Ganz besonders stolz bin ich auf den Planeten Dostra, dessen extreme Umaufbahn ihn im Winter zu Eis erstarren lässt und ihm einen Sommer beschert in dem Temperaturen herrschen, die Blei zum schmelzen bringen. In der Einsamkeit Dostras stranden die Helden und ein Überlebenskampf beginnt. Während der Winter zu ende geht und die ersten Feuerstürme als Vorboten des Sommers über den Planeten fegen, machen sich die Helden auf den beschwerlichen Weg zurück zur Basis. Es hat mir viel Freude bereitet, diese Passage zu inszenieren und die Konflikte zu beschreiben, die sich während der Reise entwickeln. Ich bin George Lucas sehr dankbar, dass er gezeigt hat, was Fantasie alles kann.

When I saw Star Wars in a small-town German movie theater in 1978, I knew immediately where my life was headed. I became aware that there was a world beyond our reality. The world of fantasy. A vivid, powerful, and dangerous world that throws the creative mind off its conservative tracks and leads it down uncertain, artistic paths. As a student, I had not been interested in writing up to that point. Now, however, I saw it as a way to capture my overflowing imagination on paper and bring it to others. Writing went from being a tedious and exhausting procedure to a terrific and almost supernatural means of bringing fantastic adventures to life. Besides some enthusiastic readers of my first stories, which I wrote at the age of 11, I received concerned comments from more down-to-earth contemporaries, and prophetic predictions about an unsteady, breadless and scandalous life as an artist. In addition, at that time I was also thinking of working in the film industry. A plan that found no support in my family. However. I decided to write my own stories and instead of a movie screen I chose the pages of books to express my imagination. I now have 11 books in the NOMADS series, 4 novels in the NOMADS LEGACY series, and 5 Legacy short stories set in the same cosmos. In this space opera, I’m following the pattern I learned in Star Wars. The classic hero’s journey, which leads all protagonists into the deepest abysses and to the highest triumphs. It’s always fun to create new worlds and settings that take the reader into a strange, almost magical realm. I am especially proud of the planet Dostra, whose extreme orbit turns it to ice in winter and gives it a summer with temperatures that melt lead. In the loneliness of Dostra, the heroes are stranded and a struggle for survival begins. As winter ends and the first firestorms sweep across the planet as harbingers of summer, the heroes make the arduous journey back to base. I enjoyed directing this passage and describing the conflicts that develop during the journey. I’m very grateful to George Lucas for showing what fantasy can do.