Perry Rhodan Stammtisch – München

Gestern Abend besuchte ich den Perry Rhodan Stammtisch in München. Ich war dort, um mein Exemplar von “60 Jahre Perry Rhodan” abzuholen. In diesem Buch wird meine recht marginale Tätigkeit bei Perry, ab Seite 227, mit immerhin 6 Seiten gewürdigt. Eine große Ehre.

Nostalgie und Aktuelles

Neben einem guten Essen, gab es gestern Abend auch gute Konversation. Es ging um viele aktuelle und alte Themen, die das Perryversum betreffen. Projekte wie einen Spielfilm, zum Beispiel. Nun gut. Es gibt einen der “Perry Rhodan – SOS aus dem Weltrall“ heisst. Er sorgt stets für Gesprächstoff und irgendwie versuchen die Fans das Werk für sich einzuordnen. Die Bandbreite reicht von Zorn über Scham, bis hin zur Begeisterung für Meister-Trash. Immerhin- es gibt einen Film! Es soll danach noch diverse Ansätze zu weiteren cineastischen Vorhaben gegeben haben, die jedoch nie verwirklicht wurden. Dieser Umstand wurde von den Fans zum Teil beklagt, zu Teil bgrüsst. Die eine Fraktion stellt Perry Rhodan in die rein literarische Ecke, die Andere sieht durchaus eine Zukunft für den Weltraumhelden auf der Leinwand. Ich erfuhr eine Menge spannender Details, um ein steckenweise verwirklichtes Projekt, das sich um Atlan dreht und auf Youtube zu bewundern ist.

Hier ein kleiner Trailer. Mehr ist auf Youtube zu sehen. Scheint ein ambitioniertes Projekt gewesen zu sein.

Viele andere Themen

Natürlich liegt es in der Natur der Sache, dass sich das Fandom mit vielen anderen Franchises auseinandersetzt. Das betrifft Bücher, Filme und Serien. Daher gab es eine Vielfalt von Themen, die diskutiert wurden. Boba Fett, bzw. The Mandalorian wurde eingehend behandelt und was man sich in Bezug auf Streaming Dienste von Perry wünscht. Das Angebot an fantastischen Stoffen wächst und man befürchtet, Perry könnte abgehängt werden. Wieder ging die Diskussion um Literatur oder Film. Schließlich schwenkte das Thema wieder auf Bücher zurück. Meine Romanreihe NOMADS gefiel einigen Fans, nachdem ich erklären konnte, worum es dabei ging. Ich erfuhr von den Vorlieben der Fans für ungewöhnliche Kurzgeschichten. Auch ich konnte mit meiner Kurzgeschichte ONEYUN, Interesse erwecken, die sich einem sehr aktuellen Thema widmet.

Genug der Eigenwerbung. Nach einer eingehenden Betrachtung von Starship Troopers und der politisch fragwürdigen Einstellung des Autoren Robert A. Heinlein, folgte ein amüsanter Abstecher in einen weiteren phantastischen Kosmos. Hierbei ging es um ein Raumschiff, kommandiert von Vampiren, die andere Planeten mittels Zombie-Invasionen erobern. Ok. Nicht mein Thema. Alles in allem ein anregender Abend, mit vielen spannenden Gesprächen. Es wird wieder Zeit für eine größere Con. Garching würde mir, für den Anfang, genügen.

Hier gibt es Gratis und Sonderangebote!

Hin und wieder entschließe ich mich einige meiner Romane gratis oder zum Preis von 99.- Cent anzubieten.

Outlanders 9 – Verräter und Rebellen (unlektorierter Textauszug)

Viel Behördenkram zu erledigen. Kaum Zeit zum Schreiben. Dennoch habe ich eine Passage zuende gebracht.

Der Akkato war nicht alleine. Zusammen mit drei anderen Artgenossen stand er im Schein einiger Schwebelichter zwischen einem Stapel Kisten und wartete darauf, seine Lieferung an den Empfänger zu übergeben. Er zeigte keinen Ärger, obwohl die letzten Verhandlungen, die dieses Geschäft betrafen, hitzig verlaufen waren und mit einem Kompromiss endeten, den er nur widerwillig akzeptiert hatte. Auch die dunkle Umgebung, in einem der verlassenen Teile der Durana, schien ihm nicht aufs Gemüt zu schlagen. Dawid Andracek hingegen fühlte sich unwohl. Er hasste das Schiff, auf dem er nun seit fast zehn Jahren gefangen war. Er hasste den Modergeruch, der von Tag zu Tag unerträglicher wurde. Er hasste die fließenden Formen der Konstruktion, die ihn an das Innere eines verrottenden Baumes erinnerte. Manchmal fragte er sich, ob er der Einzige war, der diese Veränderung bemerkte. Oder war das seiner guten Nase zu verdanken, die ihm auf der Erde den Ruf eines exzellenten Weinkenners eingebracht hatte und ihn jetzt wissen ließ, dass er in einem fauligen Fass durchs Weltall trieb. Das Pantaholz schützte zwar vor der kohärenten Weltraumstrahlung und nahm dabei sogar an Widerstandkraft zu. Doch die Feuchtigkeit aus der Atemluft von abermillionen Besatzungsmitgliedern, begann ihm zuzusetzen. Und in diesem Teil der Durana war das deutlicher zu spüren als in anderen Sektoren des Schiffes. Er hasste es, wenn das Kondenswasser von der Decke tropfe, und ihm, wie jetzt gerade in den Kargen fiel. Und obwohl er all das verabscheute, war dies mehr und mehr zu seiner gewohnten Umgebung geworden.
Er war gerade vierzig geworden, als er sich dem Aufruf folgte, sich den Akkato im Kampf gegen die Keymon anzuschließen. Damals fiel es ihm noch leicht, mit den Umständen fertig zu werden. Wenn er jetzt in den Spiegel sah, fiel sein Blick auf die zahlreichen Sorgenfalten, die sich in sein schmales Gesicht gegraben hatten. Die tiefliegenden, blauen Augen hatten nach zehn Jahren der Entbehrungen an Strahlkraft eingebüßt.
Mit den Freunden, die in den Kämpfen fielen, gingen auch die Illusionen verloren, die ihn über die Jahre mit Hoffnung erfüllten. Die Hoffnung auf eine Zukunft zwischen den Welten Asgaroons. Ein Traum, der mehr und mehr verblasste. Nur das Monster, dass ihn in die Schlacht begleitete war ihm geblieben. Wenn Andracek ihn nicht gerade in die Schlacht rief, hielt sich Yiran, sein Splinter, für gewöhnlich hier auf. Das passende Habitat für ein Ungeheuer, überlegte er. Eine feuchte, finstere Drachenhöhle. Auch wenn diese Kreatur ein Teil von ihm war, fiel es ihm schwerer als den meisten Menschen, eine Beziehung zu diesem Wesen aufzubauen. Dennoch. Im Augenblick schätzte er die Gewissheit, dass sein monströser Beschützer ganz in der Nähe war, um einzugreifen, sollte es gefährlich werden. Mehr als seinen Begleitern, die zu den fähigsten Kriegern seiner Einheit gehörten, vertraute er auf die Krallen und Zähne von Yiran, die ihm mehr als einmal das Leben gerettet hatten.
„Andrasch!“, knurrte der Akkato, als der Mensch und dessen Kameraden in den Schein der Schwebeleuchter traten. „Wir haben mitgebracht, was du wolltest.“ Er öffnete eine der Kisten, in der sich Gewehre und Pistolen befanden. „Die Munition ist natürlich auch dabei. Und das Risiko, dass ich bei der ganzen Sache eingehe, schwebt über unseren Köpfen.“
Das Joru Kabara das Offensichtliche so betonte, verärgerte Andracek. Genauer gesagt rief es Besorgnis in ihm hervor. „Haben wir darüber nicht eingehend verhandelt?“
Der Akkato warf einen geflissentlichen Blick auf den Inhalt der Behälter, die die Menschen vor seine Füsse gestellt und geöffnet hatten. Im Licht der Lampen glänzten die pechschwarze Gothrekschuppen, mit denen sie gefüllt waren. „Ich möchte nachverhandeln.“
Genau das hatte Andracek befürchtet. „Wir hatten uns geeinigt.“
Der Pferdekopf schnaubte verächtlich. „Ich frage mich, was dir deine Ideale wert sind.“
„Das kannst du getrost meine Sorge sein lassen.“
„Womöglich gibt es andere, die ihren Zielen weit größeren Wert beimessen.“
Einer von Andraceks Begleitern drängte sich an ihm vorbei. „Du verrätst deine eigenen Leute und wagst es uns zu belehren?“
Andracek hob beschwichtigend die Hand. „Wir wollen nicht ermitteln, wer von uns die besseren Ideale hat. Hier geht es nur ums Geschäft.“
„Das ist die Sprache, die jeder in der Galaxis versteht“, sagte Joru Kabara. „Sollte Euch eure Flucht von der Durana gelingen, müsst ihr lernen sie zu sprechen. Gewöhnt euch schon mal dran.“
„Das wird uns leichter fallen als Sie vielleicht denken.“ Dawid Andracek verschränkte die Arme vor der Brust. „Wir haben natürlich einen großen Vorrat an Gothrekschuppen, wenn es das ist, was du möchtest. Du willst also mehr als ausgemacht? Kein Problem. Ich werde mich darum kümmern.“
Der Akkato zeigte sich unbeeindruckt.
„Auch Fangzähne haben wir, die seltener sind“, bot Andracek an. „Hier und da auch etwas Edelmetall, dass die Kameraden aufgesammelt haben und an Bord schmuggeln konnten.“
„Diamanten“, unterbrach der Waffenschieber. „Kachu. Oponi-Diamanten.“
„Wir haben so etwas nicht.“
Kabara trat so nahe an den Menschen heran, dass dieser zu ihm aufsehen musste. „Ich weiss, dass ihr sie habt.“
Andracek besaß keinen einzigen Edelstein. Geschweige denn, einen Diamanten aus Oponiproduktion. Er wusste auch nicht, wer solche Steine besitzen konnte. Von den Oponi hörte man ab und zu, aber man begegnete ihnen nie. „Du verlangst einen Preis, den wir nicht zahlen können.“
„Du musst nur ein wenig mehr Einsatz zeigen. Schließlich tue ich das ja auch. Und ich brauche etwas, das mein Gewissen beruhigt.“
„Was soll das heißen?“
„Die Loyalität zu meinen Vorgesetzten ist nicht so leicht auszulöschen. Ich fühle mich noch immer verpflichtet. Aber ich bin auch gläubig. Ich sehe Euer Auftauchen, als den Fingerzeig Otayns. Und den Neuen Zweig als einen richtigen Weg. Als einen Pfad, von Otayn für eure und unsere Rasse verfügt. Du siehst also, in was für einem Zwiespalt ich mich befinde.“
„Und dieser Zwiespalt muss mit gepresstem Kohlenstoff gefüllt werden.“
Der Akkato grinste breit.
Andracek grinste zurück. „Unsere Spezies sind gar nicht so verschieden. Wir werden die “Sprache“, von der Sie geredet haben gut zu sprechen wissen.“
„Wir nehmen die Waffen wieder mit.“ Kabara schloss die Kiste. „Wenn ihr die Diamanten habt, kommen wir bestimmt ins Geschäft.“
Andracek zog eine kleine Pistole aus der Innentasche seiner Jacke. „Ich kann nicht zulassen, dass du mit unseren Waffen verschwindest.“
„Euren Waffen?“
„Du hast die Ware gebracht. Die Bezahlung ist hier. Der Deal ist damit erledigt, oder willst du einen Beleg?“ Andracek hoffte insgeheim, dass Yiran aus einer dunklen Ecke hervorspringen und dem Akkato an die Gurgel gehen würde. Aber der Gothrek rührte sich nicht. Auch die Emotionen des Splinters vermochte er nicht wahrzunehmen.
Kabara gab sich gleichgültig. „Was soll das werden? Möchtest du Probleme mit den Greifern bekommen?“
Bei den Greifern handelte es sich um Kommissare. Menschen und Akkato gehörten dieser Einheit an. Ausgerüstet mit weitreichenden Befugnissen und ohne Skrupel, ermittelten sie bei Kapitalverbrechen.
„Die Probleme unter der Besatzung haben zugenommen“, bemerkte Andracek. „Die Ermittler kommen kaum noch mit der Arbeit nach. Du wärst nur ein Fall von Vielen.“
Kabara ging mit geballten Fäusten auf Andracek zu, als der Schuss fiel. Der Akkato sank mit ausdruckslosem Gesicht zu Boden und noch ehe seine Begleiter reagieren konnten fiel eine Horde Gothreks über sie her. Das Gemetzel dauerte nur ein paar Sekunden, dann lagen vier weitere tote Akkato vor Andraceks Füssen.
Eine Frau in Andraceks Alter, mit kurzen grauen Haaren, stellte sich an seine Seite. Angela Brady. Sie betrachtete die Szene eine Weile und scheuchte ihren Splinter zurück ins Dunkel. „Das geht vielleicht als Notwehr durch“, meinte sie mit gelassenem Tonfall. „Aber für dich sieht es nicht gut aus.“
Andracek konnte nicht widersprechen. „Ihr hängt da alle mit drin“, konterte er. „Sammelt die Knarren ein und bringt sie ins Versteck.“
„Was machen wir mit den Leichen?“
„Vorschläge?“
„Ich kenne da einen Bereich. Wabenkammer nenne ich ihn. Da ist es kalt und es sieht nicht so aus, als würde da in den nächsten Jahren mal was eingebaut werden.“
Dawid Andracek bedauerte den Vorfall. Warum der Akkato plötzlich mit unerfüllbaren Forderungen aufwartete, erschien ihm rätselhaft, widersprüchlich. Durch Kabaras Hilfe strotzte das Waffenarsenal der Truppe, die Andracek befehligte, vor Waffen und Munition. Die vielen Transaktionen liefen reibungslos und es hätte noch eine ganze Zeit so weitergehen können. Es grenzte an ein Wunder, dass ihnen noch niemand auf die Schliche gekommen war. Mehr als einmal beschlich Andracek der Verdacht, dass jemand seine schützende Hand über die Vorgänge hielt. Konnte es sein, dass Kabara plötzlich kalte Füße bekommen hatte, sich noch einen fetten Fisch an Land ziehen und aus dem Staub machen wollte, ehe die Angelegenheit aufflog? Mit einem Mal fühlte sich Andracek beobachtet. Ein Gefühl der Unsicherheit überkam ihn.
„Wir werden bald handeln müssen“, kam es unvermittelt über seine Lippen. „Vielleicht schneller als uns lieb sein kann.“
Angela seufzte. „Wir sind noch nicht so weit“, warf sie ein. „Die anderen Parteien machen mir Sorgen. Die Verhandlungen. Die sind ein Witz. Und alleine losschlagen? Das wäre doch Wahnsinn.“
„Dann müssen wir die Verhandlungen eben intensivieren.“ Andracek schwindelte es angesichts der Aufgabe, Horden von Meuterern zu einer Zusammenarbeit zu bewegen. Aber es gab keinen anderen Weg. Alle Gruppen, die sich gegen die Akkato Wenden und die Durana unter Kontrolle bringen wollten, mussten sich unter einem Banner vereinen.
„Soll ich Unterhändler schicken?“
„Ja. Je schneller desto besser.“

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Geheimprojekt (Arbeitstitel: HYPER ORBIS – Der Held)

Hier ein unektorierter Auszug aus einem Geheimprojekt.
 
Der Held
 
Thomas Weadon war das perfekte Abbild eines idealistischen Revolutionärs. Stünde ein Autor vor der Herausforderung einen Helden ohne Fehl und Tadel zu erschaffen, Thomas Weadon wäre die Referenzmarke, für eine solche Schöpfung. Hochgewachsen, mit der muskulösen Statur eines Kriegers. Die kantigen Gesichtszüge unterstrichen einen zielstrebigen, eisernen Willen, wobei ein kaum wahrnehmbares Lächeln seine Mundwinkel umspielte. Eine Andeutung, dass er weder Tod noch Teufel fürchtete. Dem Blick seiner blauen Augen hielt kaum jemand lange stand. Er erinnerte an den eines jagenden Tigers und ließ jeden erschauern, den er ins Visier genommen hatte.
Als Kopf der Ganimed Einheit, die zu den gefürchtetsten und effektivsten revolutionären Gruppen zählte, leitete er Operationen gegen alle, die nach seiner Weltsicht nichts weiter als Ausbeuter und Parasiten waren. Unter den Militärexperten, die die meisten Firmen und Unternehmen berieten, galt Weadons kleine Armee als die gefährlichste Terrorgruppe. Thomas Weadon wusste das und genoss den Ruf, den er hatte. Gewissensbisse kannte er bislang nicht, denn seine Unternehmungen zeugten von perfekter Planung, sodass niemand zu Schaden kam, der das nicht auch verdiente.
Gerade las er die Schlagzeile der News Plattform Interplan – Networks, die seine letzte Operation als das geniale Glanzstück eines kriminellen Geistes bezeichnete.
„Was hältst du davon?“, fragte er Janina, die gerade sein Quartier betrat.
Janina gehörte zu den Kampfgefährten, die am längsten bei ihm waren. Die blonde Frau mit den großen grünen Augen trug die goldenen Insignien einer Brigadeleiterin auf den Schulterklappen. Drei Sterne, mit roten Edelsteinen im Zentrum. Der olivgrüne Kampfanzug stand ihr hervorragend und schmeichelte ihrer Figur. Auch sie entsprach der Idealvorstellung einer Kämpferin und stand ihrem Anführer auch in seiner Weltanschauung in nichts nach. Die Martian – Vogue hatte Weadon und Janina Baker als das Traumpaar des Terrors bezeichnet. Und eine Kolumnistin, desselben Blattes verstieg sich sogar zu der Aussage, dass der Terror durch dieses Paar ein erotisches Lächeln zeigte.
„Eine Glanzleistung“, lobte Janina. „Was nicht anders zu erwarten war. Wir steigern uns mit jeder Mission.“
Ihre Stimme besaß etwas Raues. Ein Timbre, das Thomas Weadon die Nackenhaare aufstellte. Das Einzige auf der Welt, was bei ihm eine Gänsehaut verursachte.
„Der Artikel erwähnt nicht, wie hart wir das Konsortium getroffen haben.“
„Jeder der genügend Verstand hat, wird zwischen den Zeilen die Wahrheit finden.“
„Genügend Verstand ist nicht jedermanns Sache.“
„Um das wettzumachen, gibt es eben die großen Buchstaben. Die stanzen jedem Idioten die Bedeutung der Sache ins Hirn, ohne dass er sich zu sehr damit befassen muss.“
„Ich bin gepannt, wie viele sich uns nach dieser Sache bei uns melden werden.“
Rosalie Bancroft schien das Eigenlob der Beiden nicht länger ertragen zu können. Sie wirbelte in ihrem Drehstuhl-Ei herum, das sie bislang den Blicken Janinas verborgen hatte.
„Wenn ich nicht an die Daten gekommen wäre“, meinte sie ärgerlich, „hätten wir keine so große Schlagzeile bekommen. Ohne meine Arbeit wäre das Ganze nur ein kleiner Raubzug gewesen. Eine Randnotiz, nichts weiter.“
Rosalie Bancroft war körperlich das genaue Gegenteil von Janina Baker. Klein, untersetzt, mit viel zu großen, hängenden Brüsten, die ihre Uniform unvorteilhaft ausbeulten. Das dünne, rote Haar hing in Strähnen um das rundliche Gesicht herab und sah immer irgendwie feucht und fettig aus. Blasse Haut mit Sommersprossen, dünne Lippen. Lediglich die strahlend blauen Augen, eingerahmt von langen, dunklen Wimpern, stachen angenehm hervor. Die Augen waren so außergewöhnlich schön, dass irgendwer in der Truppe scherzhaft behauptete, die “Hexe“ hätte eine Fee ermordet und ihr die Augen gestohlen. Rosalie “The Witch“ nannte man sie seither. Sie hatte nichts dagegen und sah diesen Namen als Respektbezeugung an, wie sie Thomas einmal anvertraut hatte. Er klang wie gemacht für jemanden, mit dem man sich besser nicht anlegte. Mit ihrem wachen, scharfen Verstand, war “The Witch“ ein unentbehrlicher Teil des Kommandostabes der Ganimed Brigade. Ein besser informierter Journalist hätte daher nicht nur Wheedons und Bakers Rolle in der Führungsriege gesehen, sondern auch Rosalie Bancroft berücksichtigt. Es war falsch vom Führungsstab der Ganimed Brigade von einem Traumpaar des Terrors zu sprechen, den es handelte sich genau genommen um eine Menage-a-Trois des Grauens.
 
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Leseprobe: Outlanders 9 – Verräter und Rebellen

Der Text is noch unlektoriert und unkorrigiert. Schnell runtergeschrieben, um die Ideen festzuhalten, bevor sie geschliffen werden.

 

Kapitel 2

Dominic fühlte sich unwohl. Es war drei Uhr morgens und er wälzte sich in seinem Bett von einer Seite auf die Andere. Er beschloss, ein wenig auf Wanderschaft zu gehen und sich in den Korridoren der Durana die Zeit zu vertreiben. Sein erster Weg führte ihn in Richtung des Hauptkorridores, der das Schiff wie eine Hauptschlagader durchzog. Und wie bei einem lebenden Körper pulste auch hier zu jeder Sekunde das Leben. Akkato und Menschen drängten sich durch den höhlenartigen Gang. Manche eilten zu ihren Stationen, andere trieben sich lediglich herum, wie Dominic. Die vielen Bars und Etablissements, boten reichlich Gelegenheit, sich die Zeit angenehm zu machen. Was immer man auch darunter verstand. Der Hauptkorridor wurde die “Die Meile“, genauer gesagt, “Die Meile der Ausschweifung“ genannt und bot ein Gegengewicht zum Basar, wo sich exzentrischere Charaktere nicht angemessen bedient fühlten. Von der Meile zweigten etliche weitere Tunnel ab, die zu einem Dutzend Korridoren führten, welche parallel zur Meile verliefen. Von dort aus verästelten sich die Gänge zu einem unübersichtlichen Labyrinth, dessen Struktur auch den Akkato größtenteils unbekannt war.
Die Luft auf der Meile war feucht und Nebelschwaden aus der Atemluft abertausender Kreaturen, waberte über deren Köpfen. Manchmal fiel ein Nieselregen aus Kondenswasser herab, der den Boden glitschig machte. Die Durana war zwar ein gewaltiges Schiff und dazu ausgelegt, eine riesige Mannschaft zu beherbergen, aber sie schien allmählich an ihre Grenzen zu gelangen.
Dominic sah auf die unzähligen Leuchtreklamen, die ein buntes Gewitter in den Nebel stanzten. Es war nicht das erste mal, dass er in das Treiben und das Gedränge dieser anzüglichen Meile eintauchte. Er kannte sogar einige der Bars und Küchen in denen man sehr gute Drinks und spannende kulinarische Experimente ausprobieren konnte. Aber das war auch schon alles. Für alle anderen Vergnügungen, die in diesem Teil der Durana zu haben waren, zeigte sich Dominic wenig empfänglich. Es gab viel Kriminalität hier. Anders als auf dem Basar, der eine eher beschauliche Kulisse bot, bestanden die Polizeipatrouillen auf der “Meile“ üblicherweise aus einem Trupp von drei Akkatos und drei Menschen.
Es verging eine gute Stunde, bis Dominic müde genug war, um seine nächtliche Exkursion zu beenden. Er wollte sich gerade auf den Rückweg machen, als er als er einer Gruppe von etwa zwanzig Männern und Frauen begegnete. Lachend und gut gelaunt kamen sie ihm entgegen. Keine Kameraden aus seiner Einheit aber Soldaten, mit denen er ab und zu zusammenarbeitete. Eine Handvoll von ihnen fiel immer wieder durch impulsives Verhalten auf. Mit einem von ihnen, einem gewissen Markus Renzler, hatte Dominic mehr als einmal handfeste Auseinandersetzungen gehabt. Seit der letzten heftigen Begegnung verzeichnete Renzlers Nase eine deutliche Schieflage in Richtung rechter Wange. Die Soldaten verstummten, nachdem sie Dominic bemerkten und wichen seinem Blick aus, als fühlten sie sich bei einer Missetat ertappt. Eine Reaktion, die aus dem Respekt erwuchs, dem man Dominic entgegengebrachte, wie Aaron Kruger behauptete. Bisher hatte Dominic nicht viel davon mitbekommen oder einfach zuwenig darauf geachtet. Sein Rang als Hauptmann sollte ihm ohnehin einen gewissen Respekt einbringen. Alles was darüber hinausreicht, war seiner Aufmerksamkeit schlichtweg entgangen. Aber wenn die Kameraden auf sein Urteil tatsächlich Wert legten und glaubten, er würde ihnen den Ausflug auf dieses Deck übel nehmen, so irrten sie sich. So gut sollten sie ihn eigentlich kennen. Vielleicht wunderten sie sich auch darüber, dass ausgerechnet er den Weg hierher gefunden hatte. Renzler hob beiläufig die Finger an die Schläfe, als er an Dominic vorüberging. Auch die anderen grüßten ihn auf ähnliche Weise, bevor sie sich davonmachten. Dominic bemerkte, dass sie sich noch einige Male zu ihm umdrehten und anschließend die Köpfe zusammensteckten und sich Bemerkungen zuflüsterten.
Eingehüllt in seine Grübeleien, ging Dominic noch einige Schritte weiter, bis er Davis und Skorsky begegnete. Davis und Skorsky saßen an einem Tisch außerhalb eines Lokals und schienen ihn schon eine Weile beobachtet zu haben, wie er nachdenklich durch die Menge spazierte. Er war sich nicht ganz im Klaren darüber, ob er unterbewusst nicht nach den Beiden gesucht hatte. In der ganzen Angelegenheit, die zur Entstehung des Neuen Zweiges führte, spielten sie eine gewichtige Rolle. Dominic und die zwei Männer verband dadurch eine schicksalhafte Komplizenschaft, deren Bedeutung er noch nicht vollständig abzusehen vermochte. Er fühlte sich nicht wohl in dieser Verbindung. Mehr noch. Er glaubte, sich seither in einem Sog zu befinden, der ihn irgendeinem Unglück entgegentrug, dass in einer dunklen Zukunft lag. Sein Vater würde sagen, dass böse Dinge nur Schlechtes zeugten und er nicht glauben sollte, dadurch irgendetwas Gutes zu bezwecken, auf das er Stolz sein könnte. Dominic hoffte dennoch, dass genügend Gutes an ihrer Unternehmung haftete, um ihnen ein gnädiges Urteil zu verschaffen. Vor wem auch immer. Vor einem allmächtigen Gott, wenn man denn an ihn glaubte, oder vor der Geschichte. Bis dahin musste er alles daransetzen, die Sache zu einem erfolgreichen Ende zu bringen. Davis und Skorsky hatten sich dabei immer als sehr nützlich erwiesen. Als Meister der Überlebenskunst waren sie eine unerschöpfliche Inspirationsquelle.

 

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Etwas Action gefällig?

Hier eine neue unlektorierte Passage aus dem nächsten Roman.
Viel Spass!

Blake konnte nicht fassen, mit welch großem Aufgebot die Gangsterbande seiner Flotte entgegentrat. Vier Zerstörer, die ein Schlachtschiff schützten, dazu ein ansehnliches Kontingent an Jägern und einigen Frachtern, die zu Angriffsbooten umgebaut waren. Die Abfänger der Athena taten alles, um den Attacken entgegenzuwirken, aber einige Torpedos kamen durch und trafen das Flaggschiff. Schadensmeldungen trafen ein und erschienen auf dem taktischen Holo auf dem Kommandostand. Die Achilles, die an der Spitze des Flottenverbandes positioniert war, musste schwer einstecken. Sie brachte es nur schwer fertig, die kleinen Jagdmaschinen abzuwehren, die unentwegt Raketen und Torpedos in ihren Rumpf feuerten.
Blake stand am Fenster und betrachtete das Geschehen mit ungläubiger Mine. Nach seinen Informationen sollte Possa, ein Asteroid, der sich zwischen Uranus und Neptunbahn bewegte, nur mäßig bewacht sein. Entweder waren die Informationen das Resultat schlechter Nachforschung gewesen, was er eigentlich ausschloß, oder man hatte ihm manipulierte Nachrichten zukommen lassen. Letzteres schien das Wahrscheinlichste und zugleich das Beunruhigendste. Alles deutete darauf hin, dass es einen Maulwurf gab, der das Cormek Konglomerat über den bevorstehenden Angriff und die Existenz der Achilles, in Kenntnis gesetzt hatte. Die Gefechtsformation, die Blake für den Angriff auf die Werftanlagen des Asteroiden gewählt hatte, erwies sich jetzt als verhängnissvoll. Seine Taktik sah vor, mit den schweren Geschützen der Achilles alles zu vernichten, was das Konglomerat auf Possa errichtet hatte. Die zwei Begleitschiffe sollten lediglich Feuerschutz bieten, wenn Verteidigungsstreitkräfte auftauchen. Jetzt waren sie mit der Aufgabe überfordert und mussten ums Überleben kämpfen.
Alleena Morris, die das Kommando über den gewaltigen Schlachtkreuzer mit der Keymontechnik innehatte, setzte alles daran, ihr Schiff zu retten und es aus der Schussline zu bewegen. Blake beobachtete, wie die Achilles aus dem Kampfverband ausscherte und beschleunigte, während es weitere Treffer einstecken musste. Der Anblick des Schiffes, das einen Schweif von Trümmern und Gasen hinter sich herzog, bereitete dem ehemaligen Flottenadmiral beinahe körperliche Schmerzen.
„Alle Schiffe abdrehen!“, befahl Blake. „Die Verfolger der Achilles unter Feuer nehmen!“
„Wir bieten den Kerlen unsere Flanken an“, gab einer der Offiziere zu bedenken.
„Das müssen wir abkönnen“, versetzte Blake scharf. „Waffenenergie auf Backbords und Heckschilde. Raketen und Torpedorampen bereitmachen. Feuern nach eigenem Ermessen.“
Die Einschläge schüttelten die Athena durch. Die Schilde flimmerten und sogen erhebliche Menge von Energie aus dem Reaktor, aber sie hielten Stand. Für einen Moment erlosch das Licht und die fahlrote Notbeleuchtung flammte auf. Im Halbdunkel hoben sich die Hologramme und Monitore hell ab, während die Besatzung zu schwarzen Schemen wurde. Im taktischen Hologramm tauchten zahlreiche neue Markierungen auf, begleitet von schrillen Signaltönen. Blake wendete sich dem Bugschott zu und sah wie eine Fächersalve aus Raketen und Torpedos vor dem Bug ins All hinausgriff. Etliche Geschosse fanden ihre Ziele. Ein feindliches Schiff drehte hart getroffen ab. Ein anderes verschwand in einer grellen Explosionswolke. Ein Nebel, aus wirbelnden Fragmenten war alles, das von ihm übrig blieb, nachdem die Flammen verblassten.
„Die Oleski meldet schwere Schäden“, teilte ein Offizier mit. „Triebwerke verlieren an Schub. Manövrierfähigkeit nicht mehr gegeben.“
Blake ignorierte die Meldung. Ihn interessierte nur, ob das Begleitschiff noch fähig war, in das Gefecht einzugreifen. Das taktische Holo zeigte zumindest, wie zahlreiche Gefechtsköpfe die Abschussrampen des Raumers verließen, an der Athena vorbeizogen und einen Großteil von Verfolgern der Achilles vernichteten.
„Fahrt zurücknehmen!“, befahl Blake und wieder wurde die Athena von Treffern geschüttelt. „Bug auf primär und sekundär Ziel ausrichten.“
Zwei der größeren Schiffe schoben sich ins Sichtfeld vor dem Brückenschott. Lichtspeere flogen auf die Athena zu und stanzten Löcher in ihren Rumpf. Aus den Lecks jagten Fontaine gefrorener Luft ins All hinaus. Eine Staffelsalve durchdrang die geschwächten Schilde und fräste einen langen Schnitt in die Außenhaut, wie ein Schneidbrenner. Alle Geschütze feuerten, aber es schien kaum Wirkung zu haben. Etliche Batterien schalteten wegen Überhitzung ab. Die verbliebenen Schilde saugten weiterhin Energie aus dem überbeanspruchten Reaktor, dessen Kühlsysteme nach und nach den Dienst versagten. Zum ersten Mal seit langer Zeit traten Blake Schweißperlen auf die Stirn. Es gelang ihm nicht, sich daran zu erinnern, wann das zuletzt passiert war. Mit Bangen beobachtete er, wie seinem Flaggschiff Wunde um Wunde zugefügt wurde und wie wenig er dagegen auszurichten vermochte. Es fiel ihm schwer, den Blick vom Geschehen abzuwenden und dem taktischen Holo seine Aufmerksamkeit zu schenken. Als er sich endlich dazu durchgerungen hatte, sah er das künstliche Abbild der Achilles, die sich ihrer Angreifer endlich hatte entledigen können. Das Schiff beschrieb eine lang gezogene Kurve und war dabei, wieder in den Kampf einzugreifen. Es dauerte eine Ewigkeit, bis sich das riesige Schlachtschiff in eine günstige Position schob.
Von der Oleksi trafen Meldungen ein. Das Schiff musste aufgeben werden. Die Mannschaft machte sich bereit die Rettungskapseln zu besteigen. Mehrere Detonationen ließen den Boden unter Blakes Füßen schwanken. Ein Trümmerstück krachte gegen das Schott und verursachte einen Riss in der Scheibe. Das kleine Gittermodell der Athena im taktischen Holo glomm in hellem Rot und zeigte den Ernst der Lage. Kaum ein Bereich des Schiffes, der nicht beschädigt war und noch in selbstzufriedenem Blau schimmerte. Es war lediglich eine Frage der Zeit, wann das Schiff auseinanderbrechen würde. Blake hegte kaum noch Hoffnung und verfluchte sich selbst, so leichtfertig gewesen zu sein und gegen seine eigenen Bedenken gehandelt zu haben. Ein Goliath, wie die Achilles, hatte gerade seine Anfälligkeit offenbart. Blake hielt nichts von Omen, aber was für ein Leichtsinn, das Schiff nach einem Krieger zu benennen, der hauptsächlich wegen seiner Schwachstelle bekannt war.

Zur Buchreihe

Textprobe: Asgaroon – Heftserie, Domonic Porter -Ausgabe 1: Die Eroberer

Asgaroon

Die Abenteuer des Dominic Porter

Ausgabe 1
Die Eroberer.

Prolog:

Der erste Kontakt zu einer außerirdischen Zivilisation fand am 21. Februar des Jahres 4589 statt und hatte nichts von alldem, was man sich von so einem Ereignis erhoffte oder in Verbindung damit wünschte. Es gab kein glänzendes Raumschiff, das majestätisch und geheimnisvoll vom Himmel sank. Es gab keinen hochgewachsenen, engelsgleichen Besucher, der mit unseren Anführern zu sprechen verlangte, um dann eine Rede vor den Vereinten Nationen zu halten. Es gab keinen Abgesandten einer überlegenen Zivilisation, der uns Frieden anbot, um die junge Menschheit an der Hand zu nehmen und in die Geheimnisse des Universums einzuführen. Kein überlegenes Konzept, die kleinlichen Streitigkeiten unter den Nationen und den ewigen Kampf um die Ressourcen des Planeten beizulegen. Die Fremden hatten ihre eigenen Probleme mitgebracht und sie zu unseren Problemen hinzugefügt.
Ich erinnere mich noch gut an die Tage, an denen der Erdboden zitterte und an die Nächte, in denen die Breitseiten mächtiger Raumschiffe den Himmel erhellten. Der erste Kontakt zu den Außerirdischen war verstörend, brutal, angsteinflößend und besaß den Charme eines Faustschlags – mitten ins Gesicht.
Ihr unerfreulicher Besuch hatte etwas überwältigend Beiläufiges an sich. Wir Menschen waren nicht einmal ein lästiges Übel, das über die Oberfläche der Erde kroch und die Truppenbewegungen der Kriegsparteien störte. Ein Übel konnte man nicht ignorieren. Auf ein Übel musste man reagieren, es bekämpfen, sich damit auseinandersetzen. Doch wir waren es nicht wert bekämpft zu werden, sondern waren einfach nur im Weg. Wir wurden beiläufig zertreten, wie Ameisen auf dem Gehweg. Und die Tatsache, dass wir es gleich mit zwei Kulturen zu tun bekamen, die ein interstellarer Krieg in die Randbezirke der Milchstraße verschlagen hatte, machte das Ganze nicht besser. Beeindruckend war lediglich das Ausmaß der Zerstörungen auf der Erde, den Mondsiedlungen und all den anderen Kolonien und den Planeten des Solsystems. Beeindruckend war auch die Beliebigkeit, mit der man ganze Kontinente verwüstete, um Basen und Stützpunkte zu errichten. Doch bald erkannten zumindest die Akkato den Wert der kleinen Erdbewohner. Wir waren zäh, ausdauernd, zuverlässig und unserer Fähigkeit zu leiden, erstaunte die hochgewachsenen, Wesen, mit den pferdeartigen Köpfen, die von einer grünen Welt mit einem dichtbewachsenen Dschungel stammten. Man gab uns Waffen, bildete uns aus und schickte uns gegen die insektenartigen Keymon in den Kampf. Die Eingliederung der Menschheit in die verfeindete galaktische Familie erfolgte über Rekrutierungsstellen, die von den Akkato eingerichtet worden waren, oder dadurch, dass man kampffähige Individuen einfach entführte und gegen ihren Willen in die Flotte integrierte. Weder die Keymon noch die Akkato waren Menschenfreunde und auch im Umgang mit uns nicht zimperlich. Für mich war bald klar, dass wir für sie nur billiges Kanonenfutter darstellten, um die Verluste der waldbewohnenden Pferdeschädel gering zu halten.
Und so kam auch ich, Dominic Porter, in den zwiespältigen Genuss, meine erste Reise zu den Sternen anzutreten, um die Weiten der Galaxis zu erkunden und die wenig friedlichen Kulturen der Sternenwelt kennenzulernen …

September 4603

Dominic Porter saß vor einem ovalen, gepanzerten Fenster an Bord des Akkatoschiffes Skitra und blickte auf seine Heimat hinunter. Er würde in einem Monat dreiundzwanzig Jahre alt sein und gehörte zu einer Generation von jungen Menschen, die für ihr Alter schon zu viel erlebt und durchgemacht hatte. Immerhin war er nicht vor seiner Zeit in die Jahre gekommen, wie manche seiner Altersgenossen und hatte sich eine gewisse jugendliche Sorglosigkeit bewahrt. Manche hätten es vielleicht als Leichtfertigkeit angesehen, aber Dominic gehörte durchaus nicht zu der Sorte von Menschen, die ohne Mitgefühl und ohne Verantwortung durch das Leben gingen. Er versuchte lediglich am Leben zu bleiben und dafür war ein weitgehend unversehrter Geist unverzichtbar.
Sein schmales Gesicht, mit den hellen grünblauen Augen hatte keine Sorgenfalten und das kastanienbraune Haar zeigte noch keine grauen Stellen, wie bei vielen anderen, bei denen die Angst bereits weiße Strähnen hinterlassen hatte. Er sah die Lichter der Städte Fargo, Willmar, Mineapolis und der Dörfer, welche die verödeten Landstriche sprenkelten, die zwischen ihnen lagen. Nach und nach schrumpften sie zu winzigen, glimmenden Punkten zusammen, je höher das Schiff stieg, bis sie kaum noch zu erkennen waren. Selbst die riesigen, kantigen Säulen der Stützpunkte, die die Akkato errichtet hatten, wurden winziger und winziger. Dominic konnte von hier oben etwa zehn dieser Türme ausmachen, die sich in einer Reihe bis zum Horizont erstreckten und lange Schatten über das Land warfen, während die Morgenröte heraufzog.
Mächtige, Schiffe der Akkato hatten an den Gebäuden festgemacht. Zahllose winzige Zubringerboote umschwirrten sie mit leuchtenden Triebwerken, wie Schwärme von Glühwürmchen, die um die Stämme riesiger Bäume kreisten. Im Schimmer der Morgendämmerung begannen sich die Umrisse der großen Seen abzuzeichnen, die wie Bruchstücke polierter Spiegel glänzten. In ihren Formen waren sie jedoch nicht mehr als jene Seen zu erkennen, wie Dominic sie im Schulunterricht kennengelernt hatte. Während des Krieges waren ihre Konturen erheblich verändert worden. Überall hatten Geschosse mit ihrer immensen Zerstörungskraft kreisrunde Krater in den Boden gestanzt und die natürlichen Strukturen der Landschaft so sehr in Mitleidenschaft gezogen, dass nichts mehr an ihre ursprüngliche Gestalt erinnerte. Viele Krater waren inzwischen mit Wasser gefüllt und überzogen den Erdboden in einem sonderbar anmutenden Muster, als wären Tropfen aus Quecksilber zu Boden gefallen. Im Glanz des neuen Tages sahen sie wie das Werk eines Künstlers aus, der sein Können an ganzen Planeten erprobt und dabei in Kauf genommen hatte, Zivilisationen und Völker zu vernichten.
Über die Verluste an Menschenleben, die seit dem ersten Kontakt zu den Akkato und den Keymon zu beklagen waren, gab es nur Spekulationen. Und weder die eine, noch die andere Partei, schien Interesse daran zu haben, herauszufinden, welchen Schaden sie bisher angerichtet hatte. Die Erdbewohner und ihr Leid waren zwar für den Krieg, den sie schon seit Jahrtausenden gegeneinander führten, von geringer Bedeutung. Doch immerhin hatte es sich herausgestellt, dass die Akkato den Menschen etwas weniger Missachtung entgegenbrachten, als die insektoiden Keymon.
Während in den Gebieten, die von den Käfern beherrscht wurden, jede Infrastruktur zusammengebrochen war, konnte man in den Territorien, in denen die Akkato das Sagen hatten, noch relativ gut zurechtkommen. Viele, die diese Gebiete bewohnten, glaubten an die Rückkehr zu einem normalen Leben, sobald die Eindringlinge abgezogen waren. Aber Dominic zweifelte daran, dass die Akkato oder Keymon jemals wieder von diesem Planeten verschwinden würden. Und selbst wenn, dann könnte das Leben auf der Erde nie wieder das selbe sein.
Dominic war nicht der Erste, der das erkannt und sich den Akkato im Kampf angeschlossen hatte, um sein Glück in den Weiten des Weltraums zu suchen. Allerdings führten die Akkato ihren Krieg an vielen Fronten, und die Wahrscheinlichkeit vorher zu sterben, war beinahe gewiss.
Die Skitra, was übersetzt »Schwert« bedeutete und die unter dem Kommando von Ulan Mestray stand, war für ihn vielmehr das geeignete Mittel, ihn zu den Sternen zu bringen. Und Mestray war ein ruhmreicher Akkatokrieger, der den Keymon mächtig eingeheizt und sie beinahe von der Erde vertrieben hatte. Beinahe – denn ein paar Wochen zuvor war bei den Käfern der Nachschub eingetroffen, weswegen sie ihre verbliebenen Stellungen hatten halten können. Warum man Ulan Mestray gerade in diesem Moment von der Erde abzog, konnte sich Dominic nicht erklären. Aber es war unnötig, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Die Akkatos würden ihn nicht in ihre unergründlichen Absichten einweihen und auf der Erde gab es nichts mehr, das ihn dort halten konnte. Nachdem eines der riesigen Keymon Schiffe über seiner Heimat abgestürzt war und nichts weiter als eine verkohlte Einöde hinterlassen hatte, in der seine Familie verbrannte, wollte er allem den Rücken kehren, was ihn an sein verlorenes Zuhause erinnerte.
Schließlich schwenkte die Skitra auf einen Kurs ein, der sie aus dem Sonnensystem tragen sollte, und die Erde verschwand aus seinem Blickfeld.
Dominic sprang von der Sitzbank vor dem Fenster und betrachtete den Raum, in dem er sich befand. Er war nicht besonders groß, schon gar nicht für Akkatoverhältnisse, da die ausgewachsenen Akkato die Menschen gewöhnlich um eine Armlänge überragten. Er strahlte die ruhige Feierlichkeit einer Kirche aus. In mehreren Öffnungen der Wände flackerte Licht, als ob Kerzen darin brannten. Ein herber Duft von Kräutern und aromatischen Harzen hing in der Luft. Es musste sich um einen Meditationsraum oder eine Art Kapelle handeln. Dominics Nase wurde von sonderbaren, süßen Düften erfüllt, die seinen Sinnen schmeichelten und für göttlichen Trost empfänglich machen sollten. Aber es waren auch die Formen, die ihn in seinen Bann zogen und die angenehm auf seine Augen wirkten. Formen, die so ganz anders waren, als alles was Menschen konstruieren konnten. Sämtliche Strukturen flossen ineinander, als befände man sich im Inneren einer Pflanze. Es gab keine Kanten, keine Ecken oder rechte Winkel. Alles erschien fließend und organisch. Und das war auch kein Wunder, dachte sich Dominic, denn jedes Schiff der Akkato war aus Holz gefertigt und bildete allein dadruch einen deutlichen Gegensatz zu den Fahrzeugen der Menschen oder Keymon.
Die Schiffe und Bauwerke der Keymon schimmerten in Silber- und Kupferfarben, hatten hier und da kantige Formen und waren von Ornamenten überzogen, von denen Dominic nicht sagen konnte, ob sie einfach nur zur Zierde dienten oder eine Funktion erfüllten. Die Schiffe der Akkato hingegen sahen wie fliegende Baumstämme aus und erweckten den Anschein, als wären sie von einer groben Axt einigermaßen stromlinienförmig zugehauen worden. Erst bei näherer Betrachtung konnte man die feine Konstruktionsweise erkennen.
Zuvor hatte Dominic noch nie eines von innen betrachten können und seine Faszination wuchs von Minute zu Minute.
Die Skitra strahlte eine kraftvolle Würde aus. Alles war größer, als auf den wenigen Schiffen, die die hünenhaften Akkato den Menschen zur Verfügung gestellt hatten und die aufwändig an menschliche Größenverhältnisse angepasst worden waren. Hier hatte man sich diese Mühe jedoch nicht gemacht. Konsolen, Quartiere und Gefechtsstände hatten Akkatokonstrukteure ausschließlich für ihre Artgenossen konstruiert. Die Schalter, Knöpfe und Regler waren groß und für die kleinen Menschenhände ungeeignet.
Dominic verließ den Meditationsraum, schlenderte durch die Korridore und erreichte schließlich die Kantine des Schiffes. Hier waren ein paar Tische und Stühle aufgestellt worden, die aus den Beständen der Menschenflotte stammten. Alle Menschenwesen an Bord der Skitra hatten sich hier versammelt und nahmen ihr Essen ein. Einige mit offensichtlichem Appetit und andere, die lustlos in ihren Tellern und Schüsseln herumstocherten. Es mussten etwa fünfzig, sechzig Menschen sein, schätzte Dominic. Männer und Frauen, im Alter zwischen Anfang zwanzig, bis Ende vierzig. Sie waren einander noch nicht vorgestellt worden. Dominic kannte weder ihre Namen noch ihre Ränge. Das Shuttle hatte sie vom Sammelpunkt bei Dallas abgeholt, sie im Hangar der Skitra abgesetzt und war kurz darauf wieder abgeflogen.
Der Akkatooffizier, der sie empfangen hatte, sah davon ab, die komplizierten Namen der Menschen herunterzuleiern, um zu überprüfen, ob alle angeforderten menschlichen Soldaten an Bord waren. Er hatte lediglich in sein Datenpad geblickt und die Gesichter der Neuankömmlinge mit den Informationen abgeglichen, die er darauf ablesen konnte. Anschließend hatte die mürrische Kreatur die Menschen in diese Kantine gebracht und war abgezogen, ohne ihnen weitere Anweisungen zu erteilen. Jetzt harrten sie darauf, dass man ihnen ihre Quartiere zuwies. Man ließ sie warten und Dominic nutzte die Gelegenheit, sich seine künftigen Kampfgefährten näher anzusehen.
Es war kein Gesicht darunter, dass Dominic kannte, aber Einige schienen schon Zeit miteinander verbracht zu haben. An der Art und Weise, wie sie miteinander umgingen, schloss Dominic, dass sie gemeinsam in etlichen Gefechten gewesen waren. Sie plauderten unbekümmert und schienen sich über vergangene Einsätze und Erlebnisse zu unterhalten. Manchmal lachten sie, oder kommentierten irgendeine Begebenheit mit spaßigen Bemerkungen, kehrten aber schnell zum gewohnten Ernst zurück. Andere hingegen saßen einsam und alleine vor ihrem Essen und musterten schweigend ihre Umgebung – distanziert, nachdenklich, misstrauisch. Ein paar wirkten so, als seien sie Verluste gewöhnt und daher nicht darauf aus, neue Freundschaften zu schließen. Viele der jungen Rekruten blicken angespannt und unsicher drein, weil ihnen die ganze Situation neu und ungewohnt war. Alle schienen sich jedoch klar darüber zu sein, dass sie sich an einem äußerst gefährlichen Ort befanden und jeden Augenblick die Hölle über sie hereinbrechen konnte.
Dominic erinnerte sich noch genau an den ersten Tag auf dem Zerstörer, dem er zugeteilt worden war – die Zora, unter dem Kommando von Daniel Perk. Auch er war sich damals einsam und verloren vorgekommen. Unsicher, angesichts der Abenteuer und Gefahren, die ihn noch erwarten würden. Er konnte die Jungen und Mädchen sehr gut verstehen. Dominic hatte sich mit achtzehn dazu entschlossen, sich der Heimatflotte anzuschließen und war jetzt seit zehn Jahren dabei. »Ich dachte, ich setze mich mal zu Euch«, sagte er etwas unbeholfen, als er sich zu den Rekruten setzte.
»All zu offensichtlich.« Der säuerliche Kommentar kam von  einem rothaarigen Jungen mit wasserblauen Augen, der ihm gegenübersaß.
Porter ignorierte, die Worte des Jungen. »Wo kommt ihr her?«, fuhr er unbeirrt fort.
»Wird ne Fragestunde«, setzte der Junge nach. »Dachte eigentlich, ich hätte die Fragen endlich hinter mir.«
Dominic stand wieder auf, um zu gehen. »Sorry. War eine dumme Idee.«
»Er hat es nicht so gemeint.« Eines der Mädchen, die neben dem Rotschopf saßen, hielt ihn zurück, woraufhin sich Porter wieder setzte. »Er ist nur aufgeregt, wie wir alle. Ich bin Sandra Dix, der vorlaute Kerl hier …
»Ist David Moore«, kam ihr der Rothaarige zuvor. »Und der hat vor, Admiral zu werden.«
»Mein Name ist Dominic Porter«, stelle er sich vor.
»Leutnat“, merkte Moore mit geflissentlichem Blick auf Dominics Schulterklappen.
Sandra Dix grinste Dominic mit schrägem Lächeln an. Ihre grünen Augen glitzerten. »Dann müssen wir vor Ihnen wohl salutieren.«
»Ich kann darauf verzichten«, winkte er ab. »Kommt aber darauf an, was der Captain dazu meint. In der Heimatflotte hat man sich viele Formalitäten abgewöhnt. Wie das hier gehandhabt wird, weiß ich nicht.« Dominic empfand diesen Mangel an formaler Disziplin bedauerlich. Er führte zu vielen Problemen durch Respektlosigkeiten. Auch auf der Zora verursachte das ab und an Schwierigkeiten, aber er wollte an den gängigen Gepflogenheiten jetzt nicht rütteln oder darüber eine Debatte anfangen.
»Sind Sie schon lange im Einsatz?«, fragte ein anderer Junge, der vielleicht der Jüngste in der Truppe war. Er hatte ein schmales, wissbegieriges Gesicht, mit vielen Sommersprossen und kurze, weißblonde Haare.
»Ich habe auf der Zora gedient«, erklärte Dominic Porter, im Bewusstsein, dass diese Offenbarung eine Diskussion auslösen konnte. »Drei Jahre unter Captain Perk.«
»Diese Zora?« David Moore stand das Staunen ins Gesicht geschrieben. »Der Captain Perk? Daniel Perk?«
Dominic wurde klar, dass er einen Fehler gemacht hatte, indem er schon so früh damit herausgerückt war. Er hätte sagen können, die letzten Jahre auf einem Zerstörer gedient zu haben, ohne irgendeinen Namen zu nennen. Es gab Hunderte von Schiffen und er hätte sich einen Namen ausdenken können.
»Er hat seine Mannschaft an die Keymon verkauft.« Das Mädchen mit dem breiten Gesicht und den braunen Haaren wirkte angewidert. »Wegen ihm haben wir zehntausend Mann verloren. Und drei Schlachtschiffe.«
Ein anderer Rekrut konnte sich nicht zurückhalten. »Es heißt, er sei ein Sklavenhändler. Er hat Menschen verkauft. An die Keymon und an anderer Völker in der Galaxis.«
Der Junge, der diese Behauptungen von sich gab, war für einen Soldaten ein wenig zu dick. Dominic fürchtete, er könne zu einem Problem werden, sollten sie eine Bodenoperation durchführen müssen. Warum hatten ihn seine Vorgesetzten nicht auf Vordermann gebracht?
»Halt die Klappe«, fuhr David Moore dem Dicken über den Mund. »Das war doch alles eine Verschwörung.«
In diesem Moment beschloss Dominic, den Rothaarigen etwas mehr zu mögen. »Es wurden viele Worte gemacht. Zu viele Worte.« Er besah sich die Runde und dann kam ihm ein Verdacht. »Ihr gehört irgendwie zusammen, aber im Kampf wart ihr nicht.«
»Wir kommen von der Universität«, informierte ihn Sandra.
»Ich wusste nicht, dass man jetzt schon Schüler rekrutiert.«
»Wir sind ebenso gut wie alle anderen«, sagte das Mädchen mit dem breiten Gesicht.
Dominic wagte das zu bezweifeln, aber ihre Mitschüler schienen ebenso überzeugt von ihrer Kampfkraft zu sein, wie sie. »Ihr werdet das noch früh genug unter Beweis stellen können. Aber Eifer ersetzt nicht die Erfahrung.«
»Nialla hat recht«, meinte Sandra mit einem Kopfnicken zu dem breitgesichtigen Mädchen. »Wir haben in unserem Diskussionskreis sämtliche Strategien beleuchtet, die in diesem Konflikt angewandt wurden. Wir wissen sehr gut bescheid.«
Diskussionskreis, Strategien beleuchtet – sämtliche Strategien. Dominic Porter musste alle Mühe aufwenden, um ein Kopfschütteln und ein Lachen zu unterdrücken. Er hatte die Retter der Menschheit gefunden, überlegte er amüsiert und würde sie nun auf den Kampfplatz führen. »Wer gehört noch zu eurer Gruppe?«
Sandra Dix stellte ihm den dicken Jungen vor, der Peter Norden hieß, Alex Donhall, mit den Sommersprossen, die breitgesichtige Nialla López und noch zwei andere Jungen. Christan Peskin und Frederik Zest sowie ein dunkelhaariges Mädchen namens Linda Sung mit leicht asiatischen Gesichtszügen.
Ein leiser Gongschlag kündigte das Kommen eines Akkatooffizieres an. Die erfahrenen Soldaten erhoben sich eilig, und auch Dominic Porter stand auf und nahm Haltung an. Die Studenten folgten seinem Beispiel. Daumen an die Hosennaht, die Augen geradeaus, Schultern gestrafft. Perfekt. Wenigstens hatten sie das einigermaßen gut geübt, dachte sich Porter.
Der Akkato forderte die Menschen auf, ihm zu folgen, damit er sie zu ihren Unterkünften bringen konnte. Sie schulterten ihre Rucksäcke und gingen dem hünenhaften Wesen hinterher. Die Unterkünfte der Menschen bestanden aus mehreren Wohncontainern, die man im Hangar der Skitra aufgereiht hatte. Mit ihren klobigen Formen wirkten wie Fremdkörper. Die Menschen konnten sich ihre Stubenkameraden selber wählen und bald hatten sich Gruppen zusammengefunden, die ihr Quartier miteinander teilen wollten. Die Studenten und Porter bezogen einen der Container und begutachteten die Pritschen. Ein älterer Sergeant hatte sich ihnen angeschlossen und belegte das letzte freie Bett. Es handelte sich um einen kleinen gedrungenen Mann mit kurzen grauen Haaren und einem perfekt gestutzten Bart, der um das Kinn herum noch eine kupferrötliche Farbe zeigte. Er hieß Aaron Kruger und redete nicht viel. Nachdem er seine Pritsche begutachtet und sein Gepäck im Spind daneben verstaut hatte, begann er sein Gewehr zu zerlegen und zu reinigen, obwohl das augenscheinlich nicht nötig war. Er besaß zudem ein stattliches Arsenal von Stich- und Faustfeuerwaffen, die für den jeweiligen Besitzer modifiziert waren und die er auf dem Boden vor seinem Bett ausbreitete.
Dominic beschloss, früh schlafen zu gehen. Alleine schon, um weiteren Fragen über seine Zeit auf der Zora aus dem Weg zu gehen. Allerdings war er nicht der Einzige, dessen Schlafbedürfnis Tribut forderte. Der Tag war lang gewesen und der Transport von der Kaserne zum Sammelpunkt und vom Sammelpunkt auf die Skitra anstrengender als erwartet. Alle legten sich früh schlafen und kurze Zeit später wurde das Licht gelöscht. Dennoch konnte Dominic keinen Schlaf finden. Unruhig drehte er sich hin und her und starrte in die Dunkelheit. Seine Gedanken kreisten um all die Ereignisse, die ihn an diesen Ort gebracht hatten. Zurück zu dem Zeitpunkt fast sechs Jahre zuvor, als er sein zweites Ausbildungsjahr bei der Heimatflotte hinter sich gebracht und seine Familie besucht hatte.

Textprobe: Asagraoon Band 1- Der Stählerne Planet

11.377 pgZ

Tigermaug

Bis auf das rote Licht der Notbeleuchtung war es in den Korridoren des kleinen Transportschiffes dunkel. Die Alarmsirene klagte in monotonen Intervallen. Fahle Schlieren wallten durch die rauchgeschwängerte Luft.
Nea arbeitete sich langsam vorwärts; das Visier ihres Raumanzuges geschlossen, ein Gewehr im Anschlag. Ihr kleiner Helmscheinwerfer warf einen bleichen Kegel in die Rauchschwaden und beleuchtete ein Chaos aus zerstörten Konsolen, geschwärzten Wänden und herumliegendem Geräten. Nea horchte in die Dunkelheit und vernahm ein leises Keuchen, dann eine schattenhafte Bewegung nahe der Wand hinter einer großen Kunststoffkiste.
„Wie sieht es aus?“, hörte sie die Stimme des Einsatzleiters Peter Logan.
„Ich denke, ich habe ein Besatzungsmitglied gefunden“, antwortete sie zögernd. „Wie viele sind es nochmal? Drei?“
„Ja, es sind drei“, bestätigte Logan. „Drei Männer.“
Nea näherte sich Transportbehälter, wo sie die Bewegung wahrgenommen hatte. Dahinter kauerte ein Mann. Sie sah sich seinen Raumanzug an und fand einen Namen, der auf einem Emblem an seinem Oberarm zu lesen war. „Er heißt Danner.“
„Ja, das ist einer von Ihnen“, bestätigte Peter Logan. „Die anderen sind Hal Amir und Reff Durham, der Chef der Truppe.“
Vorsichtig berührte Nea den Mann mit der Mündung ihres Gewehres an der Schulter. „Hallo?“, sagte sie laut und deutlich. Der Lautsprecher ihres Helmes schnarrte. „Können Sie mich hören?“
Er drehte sich zu ihr herum und starrte auf Neas Gesicht hinter dem geschlossenen Visier. „Es wird nichts nützen“, stammelte er. Wahnsinn sprach aus seinen Augen. „Sie können nichts bewirken. Es ist zu mächtig.“
„Schon gut“, versuchte Nea ihn zu beruhigen. „Die Schlepper haben Ihr Schiff sicher heruntergebracht. Es hat planmäßig im Falthurea Sektor aufgesetzt. Sie befinden sich nun auf der Raumhafenwelt Sculpa Trax. Ich bin vom DPA. Sie sind in Sicherheit.“
„Es ist zu mächtig! Zu mächtig! Zu mächtig!“, wiederholte der Mann ohne Nea anzusehen.
Sie nahm eine Injektionspistole aus ihrem Gürtel, legte die Mündung an den Hals des Mannes und drückte ab. Als er in sich zusammensackte und in tiefe Bewusstlosigkeit versank, setzte Nea ihren Weg fort.
„Besatzungsmitglied war nicht ansprechbar“, teilte sie der Leitstelle mit. „Habe den Mann ruhig gestellt.“
„Ich wünsche angenehme Träume“, scherzte Peter Logan. „Hast du schon einen Verdacht, was es sein könnte?“
„Nicht den geringsten“, gab Nea zu. „Ich habe die meisten Korridore schon passiert. Etwas Großes kann es nicht sein, das hätte ich entdeckt. Es muss sich um ein kleines Wesen handeln, das sich in den Rohrleitungen und Schächten bewegt.“
Nea erreichte das Cockpit. Hier gab es die meisten Kampfspuren. Etliche Monitore waren zerstört und die Konsolen an vielen Stellen durchlöchert. Nea versuchte, den Schalter zu finden, mit dem sie die nervtötende Sirene abstellen konnte, aber es gelang ihr nicht. Das Steuerpult war komplett zerstört.
Nea schlich sich aus dem Kommandostand und entdeckte den Zugang zum Frachtdeck. Das Schott stand einen Spalt weit offen und Nea zwängte sich hindurch. Sie stand auf einem kleinen Steg, von wo aus sie den Laderaum überblicken konnte.
„Ich habe den Laderaum entdeckt“, sagte sie in das Helmmikrophon. „Es gibt da einen großen Container mit Panzerglasflächen. Ich kann hineinsehen. Er ist leer. An den Wänden sehe ich eine Unmenge verschiedener Waffen. – Wow! Wollten die einen Krieg anfangen?“
„Sind alle registriert“, informierte sie Logan. „Die drei sind Großwildjäger und beliefern die exklusiven Zoos auf Vanetha und Boolin.“
Nea trat an die Stufen heran, die nach unten führten. Sie spähte in den dunklen Raum, wechselte den Sichtmodus ihres Helmdisplays und konnte zwei Wärmesignaturen erkennen. „Ich habe die anderen beiden entdeckt. Sie bewegen sich nicht. Liegen verkrümmt auf dem Boden. Ich gehe zu ihnen runter.“
Nea wusste noch immer nicht, mit welchem Wesen sie es zu tun hatte. Auch wenn es ein kleines Tier war, es hatte drei erfahrene Jäger außer Gefecht gesetzt, weshalb es umso gefährlicher sein musste.
Der Mann, der am geöffneten Ende des Transportcontainers lag, bemühte sich aufzustehen, als er Nea bemerkte. Er tastete unbeholfen nach seiner Waffe.
Nea machte einen Satz nach vorne und kickte die Pistole weg.
„Sie müssen fliehen“, presste der Mann zwischen den Zähnen hervor. Auch in seinem Blick konnte Nea Angst und Panik lesen. Die Adern an seinen Schläfen traten deutlich hervor und pulsierten. „Es kommt! Es kommt und niemand kann ihm entfliehen!“
„Sie fliehen zuerst einmal ins Traumreich des Vergessens“, meinte Nea beiläufig, zog wieder ihre kleine Injektorpistole, und versetzte den Mann in Tiefschlaf.
Beinahe im selben Augenblick setzte ihr jemand den Lauf einer Pistole in den Nacken.
„Machst gemeinsame Sache mit der Bestie, oder?“ Die Stimme des Jägers verriet die gleiche Verwirrung und Furcht, wie bei seinen Kollegen.
Nea hatte sich einen Augenblick der Unachtsamkeit geleistet. Ihr trat der Angstschweiß auf die Stirn.
„Du hast es aber mit dem furchtlosen Eddie zu tun. Und der wird dir jetzt die Lichter ausblasen.“
Ein heller Blitz erleuchtete die Umgebung und ein Knall hallte durch den Frachtraum. Dem furchtlosen Eddie flog die Waffe aus der Hand. Klappernd und schwelend schlitterte sie über den Boden, als ein weiterer Schuss Neas Augen blendete. Eddie verkrampfte sich, während blaue Lichtbögen über seinen Körper züngelten. Sekunden später ging er zu Boden und blieb reglos liegen.
Nea spähte hinauf zum Zugangsschott. Gerade schob der massige O.G.O.-Roboter die Torflügel auseinander und trat durch den geweiteten Spalt. Seine zweckmäßige Form glich der eines kantigen, mechanischen Skeletts. Er hatte nichts von der Eleganz und dem Design einer Maschine, wie man sie auf den Stadtwelten benutzte. Es sah eher so aus, als hätten seine Konstrukteure sämtliche Abdeckbleche und Chassisteile entfernt, um Ogos funktionale Struktur bloßzulegen und sie zu betonen. Abgesehen von einigen glänzenden Hydraulikelementen, schimmerte der größte Teil seines Körpers in nüchternem, metallischem Grau.
„Ich hatte dir doch gesagt, du sollst bei der Hauptschleuse warten“, entrüstete sich Nea.
„Habe ich aber nicht“, schnarrte die hünenhafte Maschine mit blecherner, emotionsloser Stimme. Er schwenkte den Lauf seines Gewehres nach allen Seiten. „Und es war ganz offenbar gut so. Wie so oft.“
Nea schüttelte den Kopf. „Du machst mich fertig!“ Sie rief den Einsatzleiter. „Zentrale! Alle Besatzungsmitglieder wohlauf. Ich suche weiter nach dem Eindringling.“
Nachdem sich Nea im Laderaum umgesehen hatte, nahm sie den Container näher in Augenschein. „Ist irgendetwas über ihre letzte Fracht bekannt?“
„Nein“, antwortete Peter. „Sie kamen direkt von Vanetha über Sprungpunkt 3-33. Aus den Daten geht nicht hervor, dass sie ein Tier von der Stadtwelt mitgenommen hätten.“
„Was immer in diesem Behälter war“, überlegte Nea, „ist auch nicht ausgebrochen. Es hätte sich niemals in den engen Korridoren verstecken können. Es wäre nicht mal durch das Schott gekommen, das zu den Mannschaftsräumen führt.“
„Wie groß ist das Behältnis?“
„Groß genug für eine Felsenechse, einen Streifenwolf oder einen Tigermaug.“ Beim letzten Wort kam Nea ein Verdacht. Sie öffnete das Visier ihres Helmes und im gleichen Moment stieß ihr ein scharfer, beißender Geruch in die Nase.
Unvermittelt keimte in Nea Panik auf. Wirre Bilder wirbelten durch ihren Kopf. Sie sah einen Dschungel, Farnwedel, hohes Gras, dichtes Unterholz. Mit den Augen des Jägers eilte sie durch die dichte Vegetation. Gras, Zweige und Schachtelhalme peitschten ihr ins Gesicht. Sie vernahm die entsetzten Schreie von Tieren auf der Flucht. Ein Gewitter, Regen und Wind, der die Wipfel der Bäume schüttelte. Sie sah zerfetzte Kadaver, stapfte durch tiefe Blutlachen, hörte das Knacken fester Knochen, die von kraftvollen Zähnen und Kiefern zermalmt wurden. Sie roch das Blut, das aus tiefen Wunden spritzte. Eine Flut von Eindrücken überwältigte ihren Geist und versetzte sie in einen unangenehmen Rausch. Ihr wurde schwindelig. Nea krümmte sich unter Magenkrämpfen, riss sich den Helm vom Kopf und erbrach sich mehrere Male. Ogo setzte sich in Bewegung, um seiner menschlichen Freundin zu Hilfe zu kommen, aber Nea hob abwehrend die Hand.
„Ist alles in Ordnung.“ Sie rappelte sich mühsam auf. Nea rief sich die kurzen Verse einer Wortmeditation in den Sinn, wie es von einer Tengiji-Kriegerin gelernt hatte. Neas Atmung beruhigte sich. Ihre Furcht verging und sie konnte wieder klare Gedanken fassen. Nea konnte ein Lachen nicht unterdrücken, denn inzwischen war ihr ein Verdacht gekommen.
Sie betrachtete den Rahmen des Containers und eine glänzende Stelle auf dem Metall erregte ihre Aufmerksamkeit. Von dort ging dieser widerliche Gestank aus, der ihr die Sinne geraubt hatte.
„Ein Tigermaug hat hier eine mentale Signatur gesetzt“, erklärte sie Peter. „Die Besatzung ist irgendwie damit in Kontakt gekommen. Sie werden noch eine ganze Weile mit den mentalen Projektionen des Tigermaug zurechtkommen müssen. Mit den Jungs würde ich jetzt nicht tauschen wollen.“
„Und was heißt das für uns?“
„Entwarnung“, antwortete Nea. „Du kannst das Schiff freigeben, die Männer auf die Krankenstation bringen und den Container reinigen lassen.“
„Und das war es dann?“
„Ganz genau! Das war’s dann.“
Logan schaltete die Verbindung ab.
Ogo sandte Nea einen kurzen telepathischen Impuls. Aufmunternd und beruhigend.
„Ja“, sagte Nea müde, „hat mich ziemlich mitgenommen. Wäre mir früher nicht passiert. Ich muss sehen, dass ich bald wieder auf dem Damm bin. Lass uns nach Hause fliegen.“

Die Sicherungseinheiten, die den Frachter umstellt hatten, lösten ihre Formationen bereits auf, als Nea und Ogo aus der Hauptschleuse des Frachtraumes stiegen und die kurze Laderampe herunterkamen. Die schillernden Eindämmungsfelder verblassten und die Roboprojektoren falteten ihre Schirme ein.
Es war später Nachmittag, aber die Sonne brannte noch immer heiß vom Himmel. Die Luft über dem Asphalt der weiten Landeflächen flimmerte. Ein Reinigungsteam eilte ins Innere des Frachters, um die Speichelspuren des Tigermaug zu entfernen. Danach würden ihnen die Sanitäter folgen, um sich der Mannschaft anzunehmen.
Peter Logan stieg aus einem der Gleiter, in dem die Überwachungseinheiten, das Säuberungsteam und die Sanitäter untergebracht waren. Er war ein kleiner, rundlicher Mann, mit dem Nea schon öfter zusammengearbeitet hatte.
„So viel Lärm um nichts.“ Er lachte, als Nea ihn um das Datentablet bat.
„Mir hat es gereicht“, antwortete sie und überflog den Einsatzbericht. Sie zog den Handschuh aus, drückte ihre Finger auf das Glas des kleinen Computers, um zu bestätigen, und gab ihn Logan zurück.
„Du kannst Sam sagen, ich schätze es sehr, dass er uns seinen besten Mann, beziehungsweise seine beste Frau geschickt hat.“
Nea grinste. „Mache ich.“
„Wir suchen dir das nächste Mal etwas aus, das eine größere Herausforderung darstellt. In Ordnung?“
Neas Lachen erstarb. Ihr war im Augenblick nicht nach Scherzen zumute und schon gar nicht nach größeren Herausforderungen.

Die Nova war Neas Schiff. Es stand einige hundert Meter entfernt in einem vorgeschriebenen Sicherheitsabstand zum havarierten Frachter. Es war ein alter AVA 111 Boxer, mit zwei kräftigen Triebwerken und einem langgestreckten Rumpf, der über viel Ladefläche verfügte. Darüber hinaus konnte er auch einige Annehmlichkeiten bieten, wenn Nea Gäste hatte. Es war Neas eigenes Schiff und gehörte nicht der Zefco – der Zefren Company, für die Nea als Scout arbeitete.
„Du bist verdammt ungehorsam“, schimpfte Nea ihren O.G.O., streifte die Handschuhe ab, die sie in den Werkzeuggürtel steckte, und öffnete ihren Schutzanzug. Der stete Wind, der über die Ebene blies, kühlte ihren verschwitzten Körper. „Nie kann ich mich darauf verlassen, dass du dort bleibst, wo ich dich hingestellt habe.“
„Bislang waren meine Entscheidungen korrekt“, schnarrte Ogo zurück.
„Trotzdem“, beharrte Nea. „Irgendwie nervt es mich in letzter Zeit.“
„Du solltest zum Arzt gehen.“
„Du liebe Güte!“
„Es wäre gut, wenn du eine eingehende Überprüfung deiner organisch psychischen Systeme …“
„Überprüf du lieber deine Systeme!“, gab Nea schroff zurück.
„Mit mir ist alles in Ordnung“, verteidigte sich Ogo. „Es gibt keinen Grund meinen gelegentlichen Ungehorsam als Fehler in meiner Programmierung zu interpretieren.“
„Ich sehe das aber anders!“
„Meine Selbstanalyse legt den Schluss nahe, dass der Entwickler der O.G.O. Einheiten, Oswald Georg Ohan, eine Affinität zum Ungehorsam in unsere primäre Grundmatrix eingewoben hat. Es ist daher nicht überraschend – ich kann sagen, man sollte es sogar erwarten –, dass O.G.O. Einheiten zum Ungehorsam neigen.“
Nea verdrehte die Augen, diese Dialogsequenz kannte sie zur Genüge. Der O.G.O. wurde nicht müde seine Einzigartigkeit bei jeder Gelegenheit zu betonen. „Ich erzähle dir gleich etwas über meine primäre Grundmatrix!“
Ogo ignorierte ihren Ärger. „Ohan war ein Freigeist und ich empfinde es nur logisch, wenn er als unabhängiger Konstrukteur diesen Charakterzug in uns etabliert hat.“
„Damit hat er sich selber ruiniert“, warf Nea ein. „Es war dumm von ihm, Freigeister zu erschaffen, die ihre eigene Produktion sabotieren.“
„Es handelte sich lediglich ein Ablauf von Kausalitäten. Ein konsequenter Ausdruck -“
„Schluss jetzt!“, befahl Nea. „Mein Kopf verarbeitet noch immer die Illusionen des Tigermaug. Ich kann mich jetzt nicht auf deine philosophischen Ausführungen konzentrieren! Flieg uns einfach nach Hause.“

Interview mit Literatopia.

Hier der Link zu einem Interview, das ich mit Judith, vom Literaturportal Literatopia, geführt habe. Es geht hierbei natürlich in erster Linie um Asgaroon und seine Entstehungsgeschichte, aber auch um die aktuelle Bedeutung von Fantasy und Science Fiction.

http://goo.gl/RhIap3

Star Wars Reboot!? Why?

Hatte Star Wars wirklich einen Reboot nötig? War das Franchise eingeschlafen? Schon allein der Gedanke an ein Star Wars Reboot fühlt sich grausam an.
Vor Kurzem hat JJ Abrams gesagt, er hätte in seinen Star Wars Film deshalb so viele Referenzen an Episode 4 eingebaut, um einer neuen Generation, die Star Wars nicht kennt, den Einstieg zu ermöglichen. Damit rechtfertigt er tatsächlich seinen Star Wars Reeboot? Ich denke, das ist eine Ausrede, um seinen mangelnden Ideenreichtum und seinen nicht vorhandenen Mut, die Saga konsequent fortzusetzen, zu kaschieren. Wer ein eifriger Besucher diverser Fantasy und Scifi Cons ist, weiß, dass selbst Kinder, die bei der Veröffentlichung von Episode 3 im Jahr 2005 noch nicht geboren waren, die alten Filme kennen. Sie kennen die klassische Trilogie zumindest genauso gut, wie ihre Eltern, die nicht selten selber Fans sind. Es war also nicht nötig, dieselbe Geschichte neu zu erzählen. Und selbst wenn Abrams recht hat, so hätte er dennoch unrecht. Warum? Spätestens wenn die Kinder, die vor Episode 7 angeblich noch keinen Star Wars Film gesehen haben – glaubt er das wirklich? – sich die alten Filme ansehen, werden sie feststellen dass sie mit Episode ein Remake erhalten haben.
Nein, ein Reboot war unnötig! Unnötig! Verdammt unnötig und peinlich! Man gewinnt den Eindruck, man habe einen Fanfilm gesehen, der unter dem Motto steht: meine liebsten Star Wars Momente, zusammengefasst und teuer produziert von Disney.

Was a reeboot for Star Wars really necessary? Was the franchise asleep? The idea of a Star Wars Reboot,feels cruel, even more, because it happend.
Recently JJ Abrams has said, he had put into his Star Wars movie so many references to episode 4, in order to enable a new generation, to enter Star Wars who does not know the old movies. He justifies his actual Star Wars Reeboot, by using that image. I think that’s an excuse, to hide its lack of inventiveness and his nonexistent courage, to continue the saga consistently.
Who is an avid visitor of various fantasy and scifi cons know, that even children, who were not even born, at the release of Episode 3 in 2005, love the older movies from 1977-1983. They know the classic trilogy as good as their parents, who are often fans too. In Fakt, it was not necessary, to tell the same story again, to give them a stepstone . And even if Abrams is right, he would nevertheless wrong. Why? By the time, children who have never seen a Star Wars movie before Episode 7 (he really believes that?) will watch the old movieslater. They will notice, that, with The Force Awakens, they have received a remake of Episode 4
No, a reboot was unnecessary! Unnecessary! Damn unnecessary and embarrassing! I feel that i hav seen a fan film, which has the theme: my favorite Star Wars moments compilation, expensive produced by Disney.