Ein fröhliches, glückseeliges und erfolgreiches neues Jahr 2022

Ich hoffe es wird für uns alle ein besseres Jahr, als die vergangenen Zwei. Die Situation verlangt uns viel ab. Ein kleines Virus, mit großem Effekt. Bedeutet der Umgkehrschluss, dass es bei größeren Unglück kleinere Probleme geben wird? Der Einschlag eines 10km Asteroiden eventuell?

Ok. Spass beiseite. Man soll den Teufel nicht an die Wand malen.

Zumindest geht es mit dem Schreiben an NOMADS gut weiter. Allerdings gab es auch coronabedingte Probleme, die mir das Verfassen meiner Texte schwergemacht haben. Weniger mit dem Schreiben ansich, als vielmehr mit den Begleitumständen. So war der Zugang, zu meinem Lieblicngscafe, wo ich mich oft zur Textkomposition zurückziehe, nicht uneingeschränkt möglich.

Wie auch immer. NOMADS 12 nähert sich seiner Vollendung und wird in den nächsten 2 Monaten erhältlich sein.

Auch Mexico!

Meine englischen Übersetzungen der NOMADS Reihe finden weltweit anklang. Meine Leserschaft teilt sich auf in 43% deutschsprachige Leser und 57% englischsprachige, bzw. internationale Leser. Mexico ist mit 13% bei den Internationalen Lesern dabei.

Ich freue mich sehr.

Star Wars – Meine Liebe / Star Wars – my love

Als ich Star Wars 1978 in einem deutschen Kleinstadtkino sah, wusste ich sofort, wohin sich mein Leben bewegen würde. Mir wurde gegenwärtig, dass es eine Welt jenseits unserer Realität gibt. Die Welt der Fantasie. Eine lebendige, gewaltige und gefähliche Welt, die den kreativen Geist aus den konservativen Bahnen wirft und ihn auf unsichere, künstlerische Wege führt. Dem Schreiben konnte ich als Schüler bis zu diesem Zeitpunkt nichts abgewinnen. Nun aber sah ich darin eine Möglichkeit meine überbordende Vorstellungskraft auf Papier zu bannen und sie anderen näherzubringen. Schreiben wurde von einer lästigen und anstrengenen Prozedur zu einem grandiosen und schier übernatürlichen Mittel, fantastische Abenteuer zum Leben zu erwecken. Neben einigen begeisterten Lesern meiner ersten Geschichten, die ich im alter von 11 Jahren schrieb, erntete ich von bodenstänigeren Zeitgenossen besorgte Kommentare, und prophetische Vorhersagen über ein unstetes, brotloses und skandalöses Leben als Künstler. Zudem schwebte mir jenerzeit auch vor, mich in der Filmbranche zu betätigen. Ein Vorhaben, dass in meiner Familie keinerlei Unterstützung fand. Wie auch immer. Ich beschloss meine eigenen Geschichten zu schreiben und anstatt einer Kinoleinwand wählte ich die Seiten von Büchern, um meiner Fantasie Ausdruck zu verleihen. Inzwischen habe ich 11 Bücher in der NOMADS Serie, 4 Romane in der NOMADS LEGACY Reihe und 5 Legacy Kurzgeschichten, die im selben Kosmos spielen. In dieser Spaceopera folge ich dem Muster, das ich in Star Wars kennengelernt habe. Die klassische Heldenreise, welche alle Protagonisten in die tiefsten Abgründe und zu den höchsten Triumphen führt. Es macht Spass immer neue Welten und Schauplätze zu erschaffen, die den Leser in ein fremdes, beinahe magisches Reich entführen. Ganz besonders stolz bin ich auf den Planeten Dostra, dessen extreme Umaufbahn ihn im Winter zu Eis erstarren lässt und ihm einen Sommer beschert in dem Temperaturen herrschen, die Blei zum schmelzen bringen. In der Einsamkeit Dostras stranden die Helden und ein Überlebenskampf beginnt. Während der Winter zu ende geht und die ersten Feuerstürme als Vorboten des Sommers über den Planeten fegen, machen sich die Helden auf den beschwerlichen Weg zurück zur Basis. Es hat mir viel Freude bereitet, diese Passage zu inszenieren und die Konflikte zu beschreiben, die sich während der Reise entwickeln. Ich bin George Lucas sehr dankbar, dass er gezeigt hat, was Fantasie alles kann.

When I saw Star Wars in a small-town German movie theater in 1978, I knew immediately where my life was headed. I became aware that there was a world beyond our reality. The world of fantasy. A vivid, powerful, and dangerous world that throws the creative mind off its conservative tracks and leads it down uncertain, artistic paths. As a student, I had not been interested in writing up to that point. Now, however, I saw it as a way to capture my overflowing imagination on paper and bring it to others. Writing went from being a tedious and exhausting procedure to a terrific and almost supernatural means of bringing fantastic adventures to life. Besides some enthusiastic readers of my first stories, which I wrote at the age of 11, I received concerned comments from more down-to-earth contemporaries, and prophetic predictions about an unsteady, breadless and scandalous life as an artist. In addition, at that time I was also thinking of working in the film industry. A plan that found no support in my family. However. I decided to write my own stories and instead of a movie screen I chose the pages of books to express my imagination. I now have 11 books in the NOMADS series, 4 novels in the NOMADS LEGACY series, and 5 Legacy short stories set in the same cosmos. In this space opera, I’m following the pattern I learned in Star Wars. The classic hero’s journey, which leads all protagonists into the deepest abysses and to the highest triumphs. It’s always fun to create new worlds and settings that take the reader into a strange, almost magical realm. I am especially proud of the planet Dostra, whose extreme orbit turns it to ice in winter and gives it a summer with temperatures that melt lead. In the loneliness of Dostra, the heroes are stranded and a struggle for survival begins. As winter ends and the first firestorms sweep across the planet as harbingers of summer, the heroes make the arduous journey back to base. I enjoyed directing this passage and describing the conflicts that develop during the journey. I’m very grateful to George Lucas for showing what fantasy can do.

Outlanders Legacy 2 – Leseprobe:

Hier ein weterer Teil des 1. Kapitels. Das Ende wird jedoch auch hier nicht verraten.

Sam schob alle Bedenken beiseite, schloss seine Gleitvorrichtung ebenfalls um das Seil und folgte van Veyden in die Unterwelt. Das kleine Räderwerk in der Apparatur surrte, während das Tageslicht verblasste und die Kälte mit zunehmender Dunkelheit Blumfeldts Körper umschlang. Schließlich setzten seine Füße auf dem Boden auf. Sam wusste, dass die Sohlen seiner Stiefel ein buntes Mosaik berührten, dass ein antikes Schlachtengetümmel darstellte. Er stand auf dem Gesicht eines grimmigen Akkato, der mit einem mächtigen Strahlengewehr auf seine Gegner feuerte. Ukra hieß er. Ein Leibwächter Sargons, der nach der Verschwörung gegen seinen Herrn nur noch Rache und Vergeltung kannte. Jedenfalls lautete die Geschichte so, die ihm van Veyden erzählt hatte. Angeblich gab es noch etliche andere Versionen dieser Legende, doch van Veyden tat sie als verklärten, romantischen Unsinn ab. Sam hätte sie jedoch gerne gehört.
„Welchen Weg wollen wir diesmal nehmen?“, fragte van Veyden und richtete den Kegel des kleinen Scheinwerfers an seiner Mütze auf eine Reihe von Torbögen, die einen Steinwurf weit entfernt lagen.
Sam betrachtete die vielen Portale im Licht seiner Stirnlampe. Einige davon hatten sie schon öfter durchschritten, um tiefer in das unterirdische Labyrinth vorzudringen. Es gab Korridore und Treppen, die in weite Hallen, oder in Häuserschluchten führten, deren Gassen mit Trümmern gefüllt waren, als hätte sie ein Erdbeben getroffen. Sam deutete schließlich auf einen der Tunnel, den sie noch nie versucht hatten.
„Der Bürotrakt“, kommentierte der Alte.
„Was heißt das?“
„Links und rechts nichts als Türen. War bestimmt mal ein Verwaltungstrakt.“
„Nachgesehen was hinter den Türen ist?“
„Natürlich“, meinte van Veyden achselzuckend und etwas herablassend. „Räume. Räume mit altem Schrott. Uninteressant.“
„Möchte ich sehen.“
Der Korridor bot genau das Bild, das van Veyden beschrieben hatte. Abgesehen von den üblichen Verzierungen und Reliefs, unterschied sich das Bild tatsächlich kaum von dem eines Amtsgebäudes, wie man es überall finden konnte. Tür an Tür reihte sich endlos an den Wänden entlang. Viele davon waren geöffnet, die meisten jedoch verschlossen. Sam ließ es sich nicht nehmen in einigen der Zimmer nachzusehen, ob es darin spannendes zu entdecken gab, musste aber feststellen, dass sein alter Kumpel die Wahrheit gesagt hatte. Es gab darin nichts weiter als Tische und Stühle, sowie bizarre Apparaturen, die van Veyden einmal als antike Rechner bezeichnet hatte und die Sam schon kannte. Keiner davon war noch funktionsfähig.
„Wie weit bist du hier gegangen?“, wollte Sam erfahren.
„Nicht weit“, bekannte van Veyden. „Ich hatte nie vor meine Zeit zu verschwenden.“
„Sieh das als meine Abschiedstour an. Danach bist du frei zu tun, was immer du willst.“
„Als Abschiedstour hätte es bestimmt Spannenderes gegeben.“
Sam bekam jedoch seinen Willen. Van Veyden brummte zwar ab und an einen säuerlichen Kommentar, aber am ende verstummte er. Nachdem sie einige Treppen weiter abwärts gestiegen waren, erreichten eine kreisförmige Halle, von der drei große Tunnel abzweigten. Die hohen, reich verzierten Portale, stellten an sich nichts Ungewöhnliches dar, aber aus dem Mittleren der Drei leuchtete ein gelbrötlicher Lichtschimmer. Der Schein war immerhin so hell, dass die beiden Wanderer ihre Lampen abschalten konnten.
„Digger?“, fragte Sam.
Van Veyden blieb ihm die Antwort schuldig. Stattdessen zog er seine Pistole aus dem Holster. „Lass uns mal nachsehen.“
Das Licht kam aus einem weiteren Raum am Ende des Korridores, der zu beiden Seiten mit riesenhaften Statuen gesäumt war, die in dunklen Wandnieschen standen. Hybridwesen aus Insekten und Reptilien. Sie wirkten wie versteinerte Lebewesen, die jederzeit zum Leben erwachen konnten. Sam hatte sie schon öfter zu Gesicht bekommen. Sie standen hier und da an dunklen Stellen herum, nur um ahnungslose Digger zu erschrecken. Gothreks hatte van Veyden sie genannt. Sargons Soldaten. Wesen aus archaischer Vorzeit, die dem Tyrannen halfen, sein Reich aufzubauen und zu verteidigen.
Sam hörte Stimmen. Auch van Veyden schien sie vernommen zu haben und zog seine Pistole. Jemand sprach aufgeregt. Scheinbar war eine Diskussion im Gange. Blumfeldt und van Veyden wechselten einige Blicke, bevor sie weitergingen.
Sie näherten sich dem Ende des Korridores, oberhalb eines Treppenabsatzes. Es führten etwa hundertfünfzig oder zweihundert Stufen hinunter die in einen großen Platz mündeten, auf einige Leute herumstanden. Eine Gruppe von Diggern, wie man sie sich vorstellte, ausgerüstet mit allerlei schweren Gerätschaften und einem achtbeinigen Transportgeher. Sie befanden sich inmitten eines geometrischen Musters aus feurigen Linien, das sich über den gesamten Boden ausdehnte, welches von einem großen Objekt ausging, dass wie ein abstraktes Kunstwerk aussah. Das Ding begann zu vibrieren, wie ein Triebwerk, dass allmählich hochgefahren wurde.
„Die haben einen Haupttreffer gezogen“, flüsterte van Veyden, mehr zu sich selbst und starrte fassungslos auf die Szene.
Sam konnte sich zusammenreimen, was Haupttreffer in diesem Fall bedeutete, denn für gewöhnlich konnte man den Relikten keine Reaktion abgewinnen. Sie waren tot, im Gegensatz zu dieser Maschinerie, die wie ein zum Leben erwachter Drache wirkte.
Jemand schrie auf. Ein Akkato, der vor der Maschine kauerte und sich die Hände an die Schläfen presste. Ein anderer Mann schimpfte. Allem Anschein nach der Chef der Truppe. Während er seinem Ärger noch Luft machte, krachte ein Schuss, der seine Stimme übertönte. Die Energieladung sprengte ein faustgroßes Loch in den Boden vor seinen Füssen.
Van Veyden legte sich auf den Boden und widmete Sam einen grimmigen Blick, bis dieser es ihm gleichtat. Sam hörte, wie jemand einen Befehl an die Digger richtete.
„Waffen ablegen und Hände hinter den Kopf!“
Sam fiel es nicht leicht herauszufinden woher die Worte kamen. Das Echo und der anschwellende Lärm, der von der Maschine ausging, machten das fast unmöglich. Aber schließlich entdeckte er eine ganze Anzahl kaiserlicher Soldaten, die hinter einem Felsgrat aus Trümmern aus der Deckung traten. Sams Blick richtete sich auf einen Mann, der gut sichtbar auf dem Sockel einer umgestürzten Statue stand und mit seinem Gewehr auf den Anführer der Digger zielte.
„Wir müssen verschwinden“, flüsterte van Veyden und machte einen vorsichtigen Schritt rückwärts. „Jetzt gleich.“
Sam hörte den Alten, aber die Neugier befahl ihm, sich nicht von der Stelle zu bewegen.
In diesem Moment schrie der gepeinigte Akkato abermals auf. Er wurde von Krämpfen geschüttelt, während sich in der sonderlichen Maschinerie ein glühender Spalt auftat. Digger, wie Soldaten schienen gleichermaßen erstaunt über den Vorgang. Auch Sam konnte seinen Blick nicht von der Szene lösen. Lediglich van Veyden schien bereit sofort die Flucht anzutreten.
Sam beobachtete, wie sich der Spalt in der Maschine weiter öffnete. Ein Körper wurde sichtbar, der nach und nach aus der Öffnung gepresst wurde. Eine bizarre Geburt, begleitet von Erdbeben und Feuer. Die Maschinerie zischte und rumpelte, wie ein alter Dampfkessel. Lichterscheinungen geisterten wie Elmsfeuer durch die Grotte. Erst als der Körper herausglitt und dem Akkato vor die Füße fiel, kehrte Ruhe ein. Das feurige Muster auf dem Boden und die fahlen Blitze erloschen. Nur die Lampen der Digger erhellten jetzt noch die Dunkelheit. Ein Zwielicht, in dem sich das neugeborene Wesen wie ein drohender Schatten vor dem kauernden Akkato aufrichtete.
Plötzlich erhellte die Leuchtspur einer Energiesalve, die Finsternis. Sie blendete Sams Augen, während der Knall des Geschosses seine Ohren klingeln ließ. Der Schuss, den van Veyden abgefeuert hatte, traf das Wesen in die Stirn, woraufhin es leblos zusammensackte.
„Jetzt nichts wie weg hier!“, befahl der alte Digger, wandte sich um und lief davon, ohne auf Sam zu warten.
Sam Blumfeldt konnte seine Augen nicht abwenden. Es war, als betrachtete er eine Theaterbühne, auf der gerade eine Horrorszene ihr abruptes Ende gefunden hatte. Er wusste nicht was den Chef der Digger veranlasste, seine Waffe zu ziehen, während all die kaiserlichen Soldaten ihn im Visier hatten. Er kam auch nicht mehr dazu, zu beobachten was danach geschah. Sam fuhr herum und folgte van Veyden, der erstaunlich schnell davoneilte. Im selben Augenblick brach hinter ihm der unvermeidliche Kampf aus. Das Donnern von Energiegeschossen und Granaten hallte durch das Gewölbe. Sam beobachtete, wie van Veyden im Laufen etwas aus einer der Schenkeltaschen seiner Hose holte und daran herumhantierte. Der Alte warf es kurz darauf gegen eine der Wände, wo es haften blieb.
Sam geriet in Panik. Immerhin half ihm die Angst, sein Tempo zu beschleunigen und den Abstand zwischen sich und dem alten Digger zu verringern. Sie hasteten einige Stufen hinauf und erreichten einen weiteren Korridor. Sam war mit van Veyden auf gleicher Höhe, als eine Explosion den Boden erschütterte. Die folgende Druckwelle brandete glühend heiß über die Beiden hinweg und schleuderte sie wie Herbstblätter durch die Luft. Sam stieß mehrmals gegen Wände, Decke und Boden, bevor ihn die Staubschleier in Schwärze hüllten.

Outlanders Legacy 2

Tamiel Magua ist ein imperialer Agent. Eine Geheimmission führt ihn zu Zeelona Bonathoo, der sogenannten Piratenkönigin. Sie ist die Anführerin der bedeutensten Piratenclans. Das Imperium strebt einen Frieden mit den Piraten an und Magua soll Zeelona das Angebot des Kaisers unterbreiten. Natürlich weiss Magua, dass der Kaiser eigene Pläne verfolgt, die im die Bedrohung durch die Freibeuter endgültig vom Halse schaffen soll. Doch auch der Agent ist nicht frei von eigenen Motiven, da das GHOST-Konglomerat – ein Zusammenschluss von Verbrecherbanden – ein Druckmittel gegen ihn in der Hand hält ….

Neuer Roman erschienen!

OUTLANDERS LEGACY 1 – Der eiserne Planet

Klappentext:

Outlanders Legacy 1
Der eiserner Planet
Noch scheint nichts die Ruhe des Pax-Imperia zu stören, in dem sich die Zivilisationen der Galaxis sicher fühlen. Doch es gibt unheilvolle Berichte, die den Imperator und das Flottenkommando beschäftigen. Offenbar scheinen sich Mächte des Thrones bemächtigen zu wollen, deren Möglichkeiten jenseits aller Vorstellungskraft liegen. Ein Feind aus mythologischer Vorzeit, der dabei ist, das Gefüge der bekannten Welt zu erschüttern.
In dieser Zeit lebt Nea, die auf einer Raumhafenwelt arbeitet und nicht ahnen kann, dass sie bald im Mittelpunkt umwälzender Ereignisse stehen wird…

LOVELYBOOKS – Leserunde

Hier gibts 15 gratis ebooks, für Teilnehmer an einer Leserunde, bei Lovelybooks.

Leserunde: OUTLANDERS Sammelband 1

LESEPROBE OUTLANDERS – LEGACY 1 : Der Eiserne Planet

Neugierig blickte sie sich um. Sie lag unverkennbar in einem Zimmer auf einer Krankenstation. An der Decke über ihrem Bett spreizten sich die Greifer und Zangen eines modernen Medobots. Die Maschine wirkte wie eine riesenhafte, weiße Spinne, die auf ein Opfer lauerte. Die Scanner des Medobot registrierten ihr Erwachen. Einige Lämpchen auf einem Display begannen eine Weile hektisch zu blinken, bevor sie sich wieder beruhigten. Die Matratze, auf der Christana lag, schien mit einer Art Gel gefüllt und passte sich ihren Körperkonturen an. Christana fühlte sich sicher und geborgen, während die Erinnerung an die letzten zwei Jahre, die sie unter den Okany im Koliusssektor zugebracht hatte, in ihr Gedächtnis zurückkehrten. Erst jetzt fühlte Christana, unter welchem Druck sie gestanden hatte und wie erschöpft sie war. Eine Erschöpfung, die sie nicht allein ihren Verletzungen und der anstrengenden Hyperraumpassage verdankte, die unter Narkose erfolgt war.
„Ich hoffe wir müssen meinen Beitrag zu Ihrer Tarnung nicht als Totalverlust abrechnen“, hörte sie eine schneidend sarkastische Stimme sagen. „Das wäre mehr, als ich verschmerzen könnte.“
Sie drehte den Kopf zu Seite. Im Licht der tief stehenden Sonne leuchtete das bleiche Gesicht von Raynand Skorw noch fahler, als es ohnehin schon war.
„Ich fürchte“, antwortete Christana, „Sie werden sich damit abfinden müssen.“
Die Agentin tastete nach dem Kontrollkästchen, das am Haltegriff vor ihrem Gesicht baumelte und betätigte die Schalter, die den Teil der Matratze steuerten, der ihren Oberkörper aufrichtete. Als sie auf Augenhöhe mit dem Mann war, der die Behörde für Altertümer leitete, stand dieser auf und blickte erneut auf sie herab. Sie sah in die stechenden, hellblauen Augen des hageren Mannes, der stets eine eng anliegende, schwarze Uniform trug, die seine Gestalt mit den langen Armen und Beinen wie ein großes Insekt wirken ließ. Eine riesige, schwarze Fangheuschrecke, kam es Christana in den Sinn und schauderte. Die Augenbrauen des Behördenleiters waren buschig und so weiß wie die eines Albinos. Ebenso die langen Haare, die ihm bis auf die Schultern reichten. Er besaß scharf hervorstechenden Wangenknochen und eine markante Nase, die sich über seinem Mund wölbte. Aber sie waren nicht die einzigen, auffälligen Merkmale in seinem Gesicht. Hinter den dünnen Lippen blitzten kleine Eckzähne, die einen unvorbereiteten Gesprächspartner irritieren und einen gehörigen Schreck einjagen konnten. Die kleinen Fänge waren das Erbe seiner Oponivorfahren, die sich vor langer Zeit mit Menschen eingelassen hatten.
„Was haben Sie herausgefunden?“, drängte Skorw.
„Eine Menge“, antwortete Christana. „Aber ich sollte das besser mit dem Kaiser und meinem Vorgesetzten besprechen.“
„Arren Sandory?“ Der Behördenleiter spuckte den Namen förmlich aus. „Vertrauen Sie ihm?“
„Warum sollte ich nicht?“
„Ich frage anders.“ Seine Fangzähne blitzen. „Halten Sie ihn für kompetent.“
Christana überlegte ihre Worte.
„Also nicht“, folgerte Skorw.
„Das habe ich nicht gesagt.“
„Oh doch, das haben Sie. Sehr deutlich sogar.“
Christana versuchte ihre Verlegenheit zu überspielen. „Er gilt als ein nüchterner Betrachter.“
Raynand Skorws Mine blieb versteinert. Nur seine Lippen bewegten sich. „Werden Sie präziser.“
„Ich bin lediglich der Meinung, dass er einen unverstellten Blick für die Dinge hat. Er ist ein Mann der Fakten.“
„Und ich nicht?“
„Das habe ich nicht gesagt.“
„Sie verwenden viel Zeit darauf, etwas nicht zu sagen, stelle ich fest. Und außerdem wiederholen Sie sich.“
Der Mann machte sie nervös. Er war zweifellos niemand, den man sich als Gegner wünschte. „Ich meine, er ist leidenschaftslos und hat eine andere Sichtweise als Sie, oder der Kaiser.“
„Und welche Sichtweise wäre das?“
„Eine Nüchterne.“
Skorw studierte jede Regung auf Christanas Gesicht. „Die nüchterne Sichtweise. Wie sieht die aus. Wie ist das, wenn man ganz ohne Leidenschaft ist? Erleuchten Sie mich.“
Die Agentin kam nicht dazu, ihre Antwort zu formulieren. Raynand Skorw trat näher heran und überragte sie, wie ein drohender, schwarzer Schatten.
„Besagt sie, wir sollten alle Erkenntnisse ignorieren und versuchen, der Meinung eines Bürokraten zu entsprechen?“, fuhr er fort und seine Stimme verriet den unterdrückten Zorn. „Jemanden, dessen Fantasie so großen Beschränkungen unterliegt, dass er unfähig ist Folgerungen zu ziehen, die von gewohnten Pfaden abweichen? Ich könnte das auch Feigheit nennen, was dann als Charakterschwäche noch erschwerend hinzukäme.“
„Ich will nur sicher sein, nicht zu viel in eine Sache hinein zu interpretieren.“
„Ihre Antwort implementiert, dass Sie mehr erlebt haben, als ihr Verstand zu akzeptieren bereit ist. An Mut mangelt es Ihnen jedenfalls nicht.“
Christana musste zugeben, dass er richtig gefolgert hatte. Der Verstand blendet Fakten aus, die nicht zum Weltbild seines Besitzers passen. Womöglich ein Schutzmechanismus, der einen davor bewahrte verrückt zu werden. Skorw, besaß offenbar genügend Fantasie, um sich in Christanas Gedankenwelt hineinzuversetzen und die Zweifel nachzuvollziehen, die ihre Realität bedrohten.


AXARABOR Produktion – Update (Leseprobe)

Im Herzen der Finsternis

Kapitel 1

Der Planet Quora zeigte sich als eine graue Perle, eingehüllt in rötliche, protoplanetare Nebel. Die Dschungelwelt lag im Licht von Arja eines jungen Sternes, der den vagabundierenden Planeten vor millionen Jahren eingefangen und in die Scheibe von rotierenden Staubwolken gezwungen hatte, die ihn umgaben. In vielen tausend Jahren würde Quora etliche neue Geschwister bekommen und doch ewig das Findelkind von Arja bleiben.
Mit all ihrer jugendlichen Kraft durchdrang Arjas Energie den purpurnen Dunstozean, der Quora umgab. Das diffuse Licht fiel durch die feuchte Atmosphäre des Planeten und legte sich auf die Kronen mächtiger Bäume und spiegelte sich im Wasser warmer Meere. Es gab nur niedrige Berge, deren Gipfel keine Gletscher oder Schneefelder besaßen und stattdessen von dichter Vegetation bedeckt waren. Hier und da glänzten Flussdeltas unterhalb des Grüns, wie silbernes Adergeflecht.
Daniel Norak, Captain der Salvatore, sah vom Kommandostand seines Schiffes nachdenklich auf die grüne Welt hinunter. Das Oberkommando der Axaraborflotte hatte ihm den Auftrag erteilt Quora anzufliegen und dort Vorräte aufzunehmen. Den Captain befielen Zweifel, denn der Raumflughafen, den die Salvatore und ihr Schwesterschiff Matka ansteuerten, verdiente die Bezeichnung Raumhafen ganz und gar nicht. Es handelte sich dabei um nichts weiter als einen kleinen Landeplatz nahe einer Steilküste, für den man einen Teil des Urwaldes gerodet hatte. Die staubige Fläche wurde eingerahmt von Baracken und Containern, die nicht den Eindruck machten, den Vorratsbedarf eines Kreuzers von der Größe der Salvatore decken zu können. Mit beiden Schiffen war der Hafen gewiss überfordert, doch der Verwalter, den die Axaraborkommandantur dort eingesetzt hatte, schien zuversichtlich und keineswegs beunruhigt. Der Tower, in dem sich der Mann und seine Crew befanden, war winzig. Eigentlich nichts weiter als ein Antennenmast, mit einem Unterkunftscontainer, den man unterhalb der Ansammlung von Radarschüsseln und Sensorkugeln festmontiert hatte. Der Kommandant war ein Mann namens Iro Tohoshi, der wie ein Geist in einer kurzen holografischen Nachricht aufgetaucht war und Noraks Geschwader willkommen hieß. Tohoshi wirkte irgendwie fehl am Platze. Seine Erscheinung machte einen akkuraten und gepflegten Eindruck. Seine Wortwahl entsprach der eines gewissenhaften Offizieres, der es gwohnt war, sich keine Nachlässigkeiten zu erlauben. Ganz anders als die Beamten, die man für gewöhnlich auf den entlegenen Außenposten zu Gesicht bekam und die es mit der Akkuratesse nicht sehr ernst nahmen.
Norak war kein Dummkopf. Das Oberkommando wusste um seine Fähigkeiten und brachte ihn immer dort zum Einsatz, wo seine Qualitäten gefordert wurden. Die Gelassenheit des Hafenkommandanten, angesichts der Ankunft von zwei riesigen Kreuzern, die versorgt werden sollten, machte ihn stutzig. Normalerweise musste jeder Kommandant, der seine Aufgabe ernst nahm, einen Auftrag dieser Größenordnung verweigern und die Verwaltung drängen, Alternativen zu suchen. Norak vermutete, dass hinter der Order Quora anzusteuern mehr steckte, als lediglich die Schiffsbestände aufzufüllen. Dass man ihm bis zu diesem Zeitpunkt irgendetwas verschwieg, beunruhigte ihn.
Dax Henderson, der erste Offizier der Salvatore trat an Norak heran. „Man will, dass die Matka eine Stadt ansteuert, damit sie dort versorgt werden kann.“
Offenbar hatte der Hafenkommandant nun doch eine Alternative in Betracht gezogen. „Welche Stadt soll das sein?“
„Ich würde es auch nicht Stadt nennen“, bestätigte Henderson. „Sipa. Eine Siedlung mit etwa zweimillionen Einwohnern, die wohl hauptsächlich Landwirtschaft und Bergbau betreiben.“
Die Informationen über Quora konnte man ohne Untertreibung als spärlich bezeichnen. Das meiste wusste Norak aus einem Routinescan, den sie bei der ersten Umkreisung des Planeten vorgenommen hatten. Danach zu urteilen gab es außer Sipa noch dreissig weitere Orte, bestehend aus einer losen Ansammlung von Häusern, die sich eher zufällig zu dichteren Haufen ballten. Umgeben von Feldern und Minenplattformen, sprenkelten sie die grüne Oberfläche. Mit viel Fantasie konnte man sie als Städte katalogisieren, verbunden durch holprige Landstraßen. Hier und da gab es Flugfelder, die noch kleiner waren, als jenes, auf das die Matka gerade niederging.
Sipa besaß ebenfalls einige Rollfelder, auf denen hauptsächlich Blimps und kleine Zeppeline standen, zwischen die sich auch der ein oder andere Jet verirrt hatte. Die Anzahl von Raumschiffen war an einer Hand abzuzählen und die Modelle wirkten allesamt wie aus einer anderen Epoche.
„Ich hätte gerne das alte Kuba gesehen“, meinte Henderson, ironisch, indem er einen gängigen Spruch zitierte, der die Sehnsucht nach der Vergangenheit ausdrückte.
„Hoffen wir, dass wir hier keine größeren logistischen Probleme bekommen“, antwortete der Captain. „Das ist nicht der Ort, an dem ich länger bleiben möchte.“
Die Salvatore setzte auf und sogleich begann die Bodencrew damit, dem Schiff mit Maschinen und Fahrzeugen auf den Pelz zu rücken.
„Flink sind die Leute immerhin“, meinte Henderson. „Ich hätte jetzt eher eine lethargische Truppe erwartet, der man in den Hintern treten muss, damit sie sich bewegt. Er sah auf den Monitor des Nachrichtenkanals, neben seinem Sessel. „Tohoshi möchte Sie unverzüglich sehen, sobald wir gelandet sind.“
„Sagt er, worum es geht?“
„Nein.“
„Wenn es um die Abwicklung der Versorgung geht, kann er das auch mit dem zuständigen Offizier besprechen.“
Als hätte er Noraks Worte gehört, baute sich das holografische Abbild des Hafenkommandanten vor dem Captain auf.
„Ich bitte sie um ein Gespräch unter vier Augen“, sagte Tohoshi. „Ich bin mit einem Shuttle auf dem Weg nach Sipa.“
„Darf ich wissen, worum es geht?“
Tohoshi zögerte. „Treffen wir uns in Pinos Bar. Dort sind wir ungestört.“
Norak schauderte es bei dem Gedanken, sich in irgendeiner Spelunke dieser rückständigen Siedlung mit dem Hafenkommandanten zu treffen. Andererseits passte es nicht zu dem Eindruck, den Norak von Tohoshi hatte, Kaschemmen aufzusuchen, in denen sich Gesindel herumdrückte.
„Es ist etwas Offizielles, für den Fall, dass Sie Bedenken haben“, beschwichtigte der Tohoshi. „Und kommen Sie bitte alleine.“
Henderson und Norak wechselten ein paar Blicke. Der erste Offizier wirkte irritiert, aber der Captain hatte sich schon Gedanken gemacht. Sein Verdacht, dass es bei ihrem Aufenthalt um mehr ging, als Vorräte an Bord zu nehmen, erhärtete sich. Er war neugierig, was hinter der ganzen Angelegenheit steckte, welche Rolle Iro Tohoshi darin spielte und was das Oberkommando im Schilde führte.

Endlich !

Endlich erhältlich!
Outlanders 9 – Verräter und Rebellen.
Entschuldigung für die Verspätung. Es ist noch unklar an wem es lag. An Amazon, oder an mir.
Hier der Klappentext:
Outlanders 9 – Verräter und Rebellen
Der Sieg über die Keymon ist in greifbarer Nähe. Doch anstatt in Triumphgeschrei zu verfallen, macht sich an Bord der Durana Unruhe breit. Das Misstrauen gegenüber den Akkato wächst und Gruppen bilden sich, die zum Ziel haben, das Kommando über das riesige Schiff zu übernehmen. Dominic Porter hat diese Entwicklungen lange ignoriert und nun scheinen sie ihn zu überrollen…

Outlanders
So werden die Menschen von den vielen Rassen der Milchstrasse genannt. Als Überlebende und Flüchtlinge, versuchen sie sich zwischen den Kulturen der Galaxis, die von ihren Bewohnern ASGAROON genannt wird, zu behaupten. Etliche von ihnen haben es geschafft, sich in der feudalen Gesellschaft ASGAROONS einen Namen zu machen. Andere fristen ein Dasein als heimatlose Wanderer. Doch ungeachtet ihres Status, begegnet man den neuen Bewohnern ASGAROONS mit Mistrauen und Verachtung…

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