Outlanders Legacy 2

Tamiel Magua ist ein imperialer Agent. Eine Geheimmission führt ihn zu Zeelona Bonathoo, der sogenannten Piratenkönigin. Sie ist die Anführerin der bedeutensten Piratenclans. Das Imperium strebt einen Frieden mit den Piraten an und Magua soll Zeelona das Angebot des Kaisers unterbreiten. Natürlich weiss Magua, dass der Kaiser eigene Pläne verfolgt, die im die Bedrohung durch die Freibeuter endgültig vom Halse schaffen soll. Doch auch der Agent ist nicht frei von eigenen Motiven, da das GHOST-Konglomerat – ein Zusammenschluss von Verbrecherbanden – ein Druckmittel gegen ihn in der Hand hält ….

Textprobe NOMADS 10

Speedballmatch (inspired by Rollerball)
Es war der 3. August des Jahres 4591. Die Speedball-Unionsmeisterschaften gingen zu Ende. Davis Team, die Pittsburg Thunder Cats, lagen einen Punkt hinter den Florida Bullfrogs zurück, konnten aber vor einigen Sekunden den Ausgleich erzielen. Wie alle Kommentatoren übereinstimmten, war diese Endspielbegegnung seit Langem die Erste, über die man mit Recht berichtete. Davon abgesehen, dass es sich bei den Thunder-Cats um das Team einer Provinz-Universität handelte, welches sich mit Ehrgeiz und Können ins Finale gespielt hatte, zeigte dieses Duell alles, was Speedball an Spannung zu bieten hatte. Die Spielzeit der Verlängerung, nach einem Punktestand von acht zu acht, lief ab und sorgte für eine Steigerung des Nervenkitzels. Es verblieben noch hundertvierzig Sekunden, bevor der Schlusspfiff kam und das gefürchtete Zielwerfen einleitete.
Davis verfolgte die Endphase des Spiels von der Beobachtungslounge aus. Sie befand sich in der Spitze eines Turmes, der sich im Mittelpunkt der kreisrunden Spielbahn erhob, aus der er wie eine Achse in den Himmel stach. Neben den vielen Möglichkeiten, die ihm Hologramme und Monitore baten, bediente sich Davis eines altmodischen Feldstechers mit elektrostatischen Wasserlinsen, um das Geschehen auf der gewölbten Bahn zu betrachten. David Grassner gelang es, den Straight-Pass eines gegnerischen Spielers im Flug abzufangen. Die Regel sah vor, dass er den Ball nach vier Sekunden abzugeben hatte, indem er ihn auf der Bahn absetzte und mit dem Magnetimpuls seiner Fang und Wurfhand zu einem Mitspieler lenkte. Grassner wirbelte in seiner Speedball-Rüstung um hundertachtzig Grad herum, beschleunigte mit den Rollschuhen und fand in Miranda Perkins eine Anspielstation. Die nahm den Ball vom Boden auf und jagte mit ihm davon. Sie erhöhte das Tempo, um den Angreifern des gegnerischen Teams zu entkommen. Fünf ihrer Mitspieler befanden sich nun vor ihr, die in Richtung Tor unterwegs waren. Fünf Mannschaftskollegen, von denen sie einen in den nächsten zehn Sekunden anspielen musste. Sie befand sich an sechster Stelle und wählte Daniel Harris, dem sie den Ball zuspielte, indem sie ihn über den Boden rollen ließ, während sie von zwei Gegnern bedrängt wurde. Harris hatte Mühe, den Ball anzunehmen und unter Kontrolle zu halten. Ein Angreifer schloss schnell zu ihm auf und nutzte diese Unsicherheit, indem er ihn von der Seite anrempelte. Linda Pingale vollzog mit Harris einen geschickten Handover, der mit Applaus honoriert wurde.
Raymond Davis wusste, dass sein Team mit den letzten Kräften aufwartete. Der gerade vereitelte Ziellauf der Florida-Bullfrogs war die letzte Chance das Match zu gewinnen und das Zielwerfen zu verhindern. Der laufende Angriff auf das gegnerische Tor musste gelingen. Er setzte seine ganze Hoffnung auf Alden Freyjoy, dem allerdings selten ein Wurf gelang, wenn alle Erwartungen  auf ihn gerichtet waren und ihn gehörig unter Druck setzten. Er war an der Spitzenposition, doch er musste sich zurückfallen lassen, um sich anzubieten. Die Bullfrogs mussten alles daran setzen, einen Pass auf ihn zu verhindern. Da er der letzte Mann vor dem Tor des Gegners war, durfte man ihm einen Straight zuwerfen. Das war riskant, aber die einzige Möglichkeit Zeit herauszuspielen, die ihm genügend Freiraum ließ, sich auf den finalen Wurf zu konzentrieren. Davis biss die Zähne aufeinander. Womöglich durfte man Freyjoy nicht genügend Zeit zum Überlegen geben. Vielleicht war ein instinktiv geführter Straight das Beste.
Linda Pingale gelang es, sich aus der Gruppe ihrer Angreifer zu befreien und sich mit ein paar gekonnten Schwüngen von ihnen abzusetzen. Sie überholte Jonathan Bloomwick, Ramona Woodrick und Marcus Boonweather. Davis beobachtete, wie sie sich fertigmachte einen Straight-Pass zu Freyjoy zu spielen. Freyjoy hatte gerade damit zu tun sich zweier Bullfrogs zu entledigen, von denen sich einer in der Passlinie bewegte. Der Andere kam ihm von links hinten zu nahe und es gelang Freyjoy ihn mit einem präzisen Schulterstoß zu Fall zu bringen. In einer gewaltigen Kraftanstrengung überholte Alden den Gegner in der Wurflinie und Linda warf ihren Straight. Es ging ein Aufschrei durch die Reihen der Zuschauer, als sich Freyjoy den harten Pass schnappte. Für einen Moment geriet er dabei ins Stolpern und schien zu stürzen, aber er fing sich und nahm Geschwindigkeit auf. Der Rest der Bullfrogs jagte ihm hinterher. Ein verzweifelter Versuch, Freyjoys Sprint auf das Tor zu unterbinden. Das Tor – ein schwebender Ring mit einen Lochdurchmesser von circa drei Metern – war nur noch vierhundert Meter entfernt. Dreihundert Meter. Einer der Bullfrogs kam rasch näher. Er verringerte den Abstand schnell, während Freyjoy noch zögerte, einen Weitwurf zu wagen.
Davis starrte gespannt auf das Geschehen. Die letzten zwanzig Sekunden verrannen unerbittlich. „Mach den Wurf!“, zischte Davis durch die Zähne. „Mach ihn!“
Freyjoy machte sich bereit. Nur noch zweihundert Meter bis zum Tor, das in den Farben der Bullfrogs leuchtete. Die Finger eines Gegners kratzten über Aldens Rücken. Ein versuchtes Foul. Der Schiedsrichter ließ Vorteil gelten. Der Bullfrog bekam Freyjoys Schulter zu fassen, aber der tauchte unter dem Gegner weg und vollzog eine Drehung, die ihn hinter den Angreifer brachte. Mit dem Schwung der Pirouette schleuderte Freyjoy den Ball in Richtung Ziel.
Wie die Zuschauer, hielt auch Davis den Atem an und verfolgte die Flugbahn des Balls, in Richtung Tor. Er prallte gegen den inneren Rand des Ringes und sprang dann fast senkrecht in die Höhe. Fast wie in Zeitlupe stürzte er zurück, stieß abermals gegen den metallenen Ring. Für einen Sekundenbruchteil schien er sich nicht entscheiden zu können, wohin er nun fallen sollte.

https://www.youngarts.de/https-amzn-to-2xip2s2/

Textpassage Outlanders Legacy 2 – Welten in Flammen

Tamiel Magua konnte über die Größe des Schlachtschiffes nur staunen, dass da im Orbit über ihren Köpfen hing. Wie ein kleiner Mond prangte es am Himmel einer tropischen Welt, deren blauer Himmel von kleinen weißen Wolken gesprenkelt war. Eingerahmt wurde der Blick auf das Schiff, von den Kronen palmenartiger Bäume. Die Blätter raschelten im Wind der nahen Küste, von woher das Geräusch einer starken Brandung an Maguas Ohren drang. Salzgeruch und der Duft von Algen wehte um seine Nase. Ein wunderbarer Ort, um der Welt zu entfliehen, überlegte er, wäre es nicht ein verdammtes Piratennest.
„Warum hast du das Schiff Sakura genannt?“, wollte Tam Magua wissen.
Seine Frage war an eine dunkelhaarige Frau gerichtet, die auf einer roten Decke im Sand saß und sich zahlreichen Hologrammen widmete, die sie wie bunte Geister vor ihr schwebten. Sie wirkte sehr beschäftigt und hatte keinen Blick für den Ozean, oder den Strand, an den türkisblaue Wellen spülten.
„Sag!“, forderte Magua auf. „Warum dieser Name?“
Die Frau hieß Zeelona. Anführerin der großen Piratenclans, weswegen man sie auch Piratenkönigin nannte. Sie richtete den Blick ihrer großen, braunen Augen auf den imperialen Agenten, löste beiläufig die Spange, die ihre Haare zusammenhielt und entließ damit eine wahre Lockenpracht, die über ihre bloßen Schultern floss.
„Sakura?“, fragte sie verwundert.
„Ja.“
„Gefällt dir der Name nicht?“
„Er ist hübsch. Aber kennst du seine Bedeutung?“
„Ich wusste nicht, dass er eine Bedeutung hat.“
Magua lehnte sich an eine der Palmen und beobachtete die Brandung. In der Nähe stand eine Raumfähre auf dem Strand, in dessen Schatten sich Zeelonas Gefolge aufhielt. Eine bunte Schar von Menschen, Akkato und anderen Spezies, mit denen allesamt nicht zu spaßen war. Der Agent kannte Zeelona und ihre Leute jetzt schon seit einiger Zeit. Nachdem Magua aus dem Koliussektor zurückgekehrt war, gehörte es zu Maguas erstem Auftrag, Kontakt zu den Piraten-Clans herzustellen. Es galt Vertrauen zwischen den Piraten und dem Thron zu schaffen. Nachdem die Mission im Koliussektor beendet war, meinte der Kaiser, in Magua den richtigen Mann dafür gefunden zu haben. Einen Mann, der lange genug unter Gesindel zugebrachte hatte, um sich in deren Denkweise hineinzuversetzen.
Er sah wieder hinauf zur Sakura.Von den Formen her erinnerte das Schiff stark an eine kaiserliche Fregatte, die man hier und da stark modifiziert hatte. Er zweifelte nicht daran, dass die Konstrukteure sich an Bauplänen des Imperiums orientiert hatten, als sie dieses Monster schufen.
„Sakura“, begann Magua zu erklären. „Das ist ein Begriff von der alten Erde. Er beschreibt die kurze Periode der Kirschblüte. Eine bedeutungsvolle Phase von Werden und Vergehen. Wobei der Gedanke von vergänglicher Pracht im Vordergrund steht.“
„Was sie alles wissen“, spöttelte Zeelona.
Magua warft einen kurzen Blick auf die Brandung, ehe er die Piratenkönigin ansah. „War nur so ein Gedanke.“
„Sind sie abergläubisch?“
„Nein.“
„Hörte sich aber so an.“
„Ich frage mich manchmal, welche unbewussten Zusammenhänge wir für uns selbst erschaffen. Oft geht uns hinterher ein Licht auf und man fragt sich, wie man das übersehen konnte.“
Zeelona schüttelte den Kopf. „Das Schiff hat nur einen Zusammenhang. Einen Zusammenhang, den wir dem Kaiser als einen ersten Beweis für unseren guten Willen geben wollen.“
„Und?“
„Die Sacura ist ein Beutestück“, führte Zeelona aus. „Es fiel uns in die Hände, als wir eine entlegene Minenwelt überfallen haben. Dort gibt es eine geheime Werft, in der man solche Schiffe herstellt. Zumindest einen der großen Pötte. Und den habe ich mir gesichert. Das Design dürfte ihnen bekannt sein.“
„Imperiale Fregatte. Maxima-Klasse“, sagte Magua. „Man hat nur wenige davon gebaut.“
„Dennoch stellt der Bau eines solchen Schiffes einen Affront gegen die kaiserlichen Bestimmungen dar, oder nicht? Verrat. Ich bin mir da ziemlich sicher, dass ihr Dienstherr das ebenso sieht.“
„Wer ist der Verräter?“
„Graf Bandor.“
Magua versuchte seine Überraschung zu verbergen, was ihm offenbar nicht so gut gelang, wie er es sich wünschte. Jedenfalls grinste Zeelona überlegen und wendete sich wieder einigen der Hologramme zu. Der Darstellung eines Planetensystems, in dem sich ein Teil ihrer Flotte aufhielt, um Beute zu machen.
„Eine wertvolle Information, wie ich sehe“, bemerkte Zeelona beiläufig. „Und jetzt sollten Sie allmählich die Katze aus dem Sack lassen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass uns der Kaiser Amnestie gewähren will, wenn wir für ihn Geleitschutz bereitstellen sollen, anstatt die Schiffe zu überfallen. Die geheimen Zahlungen an die Großkapitäne.“ Sie sah kurz zu Magua hinüber. „Ich habe das mal nicht weitergegeben. Solche Zahlungen sind für Verräter oder für imperiale Kapitäne akzeptabel, aber unter der Besatzung von Freibeuterschiffen, wäre das ein Grund den Captain über Bord gehen zu lassen. Bei uns muss jeder was vom Kuchen abbekommen. Dennoch hat mich dieses Angebot überrascht. Es würde den Staatsschatz doch erheblich schmälern. Ich frage mich, wozu der Kaiser eine Art Phantomflotte braucht. Gehen ihm die Ressourcen aus?“
Magua hatte Anweisung, nicht sofort mit dem ganzen Plan herauszurücken. Jetzt schien der Zeitpunkt dafür gekommen zu sein.
„Es geht um die Zerschlagung des GHOST-Konglomerats“, offenbarte Magua. „Die Verbrecher üben immer mehr Einfluss auf das Leben in Asgaroon aus. Das muss ein Ende haben.“
„Diese Leute haben keine Flotten, gegen die man kämpfen könnte“, warf Zeelona ein.
„Richtig. Obwohl sie natürlich auch über Schiffe verfügen, die sie für ihre Zwecke nutzen. Und es sind tatsächlich mehr, als du vielleicht glaubst. Uns geht es um die Strukturen. Für unsere Agenten ist es fast unmöglich, die Hierarchie der Schirku zu durchleuchten, geschweige denn in sie einzudringen.“
„Sie brauchen Abschaum, denen die Schirku Vertrauen entgegenbringen.“
Magua biss sich auf die Zunge. Zeelona gebrauchte beinahe dieselben Worte, die auch der Kaiser benutzt hatte. „Ich will es so ausdrücken. Ihr habt einen gewissen Vertrauensvorschuss, weil ihr denselben Feind habt.“
„Elegant ausgewichen.“
„Der Kaiser hat einen Brocken in den Raum geworfen, der für GHOST interessant sein könnte. Darüber hinaus für jeden, der über genügend Weitsicht verfügt.“
Zeelona sah neugierig aus. Endlich schaltete sie alle Hologramme ab und widmete Magua ihre gesamte Aufmerksamkeit.
„Scutra“, sagte Magua. „Sculpa Trax. Das ganze System.“
Zeelonas Gesichtsausdruck war schwer zu ergründen. Entweder war sie enttäuscht, oder kalkulierte gerade den Gewinn.

Neuer Roman erschienen!

OUTLANDERS LEGACY 1 – Der eiserne Planet

Klappentext:

Outlanders Legacy 1
Der eiserner Planet
Noch scheint nichts die Ruhe des Pax-Imperia zu stören, in dem sich die Zivilisationen der Galaxis sicher fühlen. Doch es gibt unheilvolle Berichte, die den Imperator und das Flottenkommando beschäftigen. Offenbar scheinen sich Mächte des Thrones bemächtigen zu wollen, deren Möglichkeiten jenseits aller Vorstellungskraft liegen. Ein Feind aus mythologischer Vorzeit, der dabei ist, das Gefüge der bekannten Welt zu erschüttern.
In dieser Zeit lebt Nea, die auf einer Raumhafenwelt arbeitet und nicht ahnen kann, dass sie bald im Mittelpunkt umwälzender Ereignisse stehen wird…

AXARABOR – UPDATE !

Ich habe hier eine Seite eingerichtet, in der ihr Links zu den „Die Raumflotte von Axarabor“ Romanen findet. Es sind 33 Titel hier online. Mehr werden folgen.

AXARABOR – SEITE auf Youngarts. de

Herbstzeit ist Lesezeit!

Der Herbst! Die beste Zeit, sich in innere Welten zurückzuziehen und sich in fremde Welten entführen zu lassen. Muse um Dinge zu erkunden, für die der geschäftige und unruhige Sommer keine Gelegenheit bietet. Zeit sich auf komplexe, fantastische Welten einzulassen, damit sich der Geist darin verliert. Hier einige Namen und Begriffe, zum Einstieg in ein komplexes und neues Universum.

Hier ist Teil 8 vorbestellbar:
https://amzn.to/2DT9Lxj

Kapitel 9

Das Unbehagen schlug Donnie Longhill so sehr auf den Magen, dass er vergaß, seine Mittagsration zu sich zu nehmen. Gespannt beobachtete er, wie die Akkato schweres Gerät heranschafften um ein verschüttetes Bauwerk aus dem Sand zu befreien. Ein seltsames Gewirr an Strukturen kam zum Vorschein, dass keinem erkennbaren Muster folgte und aussah, als wäre es ohne Sinn und Zweck zu einem abstrakten Kunstwerk zusammengefügt. Die Arbeiten erregten so viel Interesse, dass Brigade General Matt Henderson und Mayor William Rice, denen Longhill, seit seinem Dienst auf Dostra unterstand, hergekommen waren, um sich das Spektakel anzusehen. Auch der Akkato Doka Dayan, Hauptmann der Schutztruppen auf der Bergbauwelt war hier, zusammen mit Kerek Jakar, der noch immer die Harook Skur, die “Schwarzen Stiere“ befehligte. Sie alle bildeten inzwischen einen Teil der Durana Flotte, nachdem ihre Dienste auf Dostra nicht mehr benötigt wurden.