Star Wars – Meine Liebe / Star Wars – my love

Als ich Star Wars 1978 in einem deutschen Kleinstadtkino sah, wusste ich sofort, wohin sich mein Leben bewegen würde. Mir wurde gegenwärtig, dass es eine Welt jenseits unserer Realität gibt. Die Welt der Fantasie. Eine lebendige, gewaltige und gefähliche Welt, die den kreativen Geist aus den konservativen Bahnen wirft und ihn auf unsichere, künstlerische Wege führt. Dem Schreiben konnte ich als Schüler bis zu diesem Zeitpunkt nichts abgewinnen. Nun aber sah ich darin eine Möglichkeit meine überbordende Vorstellungskraft auf Papier zu bannen und sie anderen näherzubringen. Schreiben wurde von einer lästigen und anstrengenen Prozedur zu einem grandiosen und schier übernatürlichen Mittel, fantastische Abenteuer zum Leben zu erwecken. Neben einigen begeisterten Lesern meiner ersten Geschichten, die ich im alter von 11 Jahren schrieb, erntete ich von bodenstänigeren Zeitgenossen besorgte Kommentare, und prophetische Vorhersagen über ein unstetes, brotloses und skandalöses Leben als Künstler. Zudem schwebte mir jenerzeit auch vor, mich in der Filmbranche zu betätigen. Ein Vorhaben, dass in meiner Familie keinerlei Unterstützung fand. Wie auch immer. Ich beschloss meine eigenen Geschichten zu schreiben und anstatt einer Kinoleinwand wählte ich die Seiten von Büchern, um meiner Fantasie Ausdruck zu verleihen. Inzwischen habe ich 11 Bücher in der NOMADS Serie, 4 Romane in der NOMADS LEGACY Reihe und 5 Legacy Kurzgeschichten, die im selben Kosmos spielen. In dieser Spaceopera folge ich dem Muster, das ich in Star Wars kennengelernt habe. Die klassische Heldenreise, welche alle Protagonisten in die tiefsten Abgründe und zu den höchsten Triumphen führt. Es macht Spass immer neue Welten und Schauplätze zu erschaffen, die den Leser in ein fremdes, beinahe magisches Reich entführen. Ganz besonders stolz bin ich auf den Planeten Dostra, dessen extreme Umaufbahn ihn im Winter zu Eis erstarren lässt und ihm einen Sommer beschert in dem Temperaturen herrschen, die Blei zum schmelzen bringen. In der Einsamkeit Dostras stranden die Helden und ein Überlebenskampf beginnt. Während der Winter zu ende geht und die ersten Feuerstürme als Vorboten des Sommers über den Planeten fegen, machen sich die Helden auf den beschwerlichen Weg zurück zur Basis. Es hat mir viel Freude bereitet, diese Passage zu inszenieren und die Konflikte zu beschreiben, die sich während der Reise entwickeln. Ich bin George Lucas sehr dankbar, dass er gezeigt hat, was Fantasie alles kann.

When I saw Star Wars in a small-town German movie theater in 1978, I knew immediately where my life was headed. I became aware that there was a world beyond our reality. The world of fantasy. A vivid, powerful, and dangerous world that throws the creative mind off its conservative tracks and leads it down uncertain, artistic paths. As a student, I had not been interested in writing up to that point. Now, however, I saw it as a way to capture my overflowing imagination on paper and bring it to others. Writing went from being a tedious and exhausting procedure to a terrific and almost supernatural means of bringing fantastic adventures to life. Besides some enthusiastic readers of my first stories, which I wrote at the age of 11, I received concerned comments from more down-to-earth contemporaries, and prophetic predictions about an unsteady, breadless and scandalous life as an artist. In addition, at that time I was also thinking of working in the film industry. A plan that found no support in my family. However. I decided to write my own stories and instead of a movie screen I chose the pages of books to express my imagination. I now have 11 books in the NOMADS series, 4 novels in the NOMADS LEGACY series, and 5 Legacy short stories set in the same cosmos. In this space opera, I’m following the pattern I learned in Star Wars. The classic hero’s journey, which leads all protagonists into the deepest abysses and to the highest triumphs. It’s always fun to create new worlds and settings that take the reader into a strange, almost magical realm. I am especially proud of the planet Dostra, whose extreme orbit turns it to ice in winter and gives it a summer with temperatures that melt lead. In the loneliness of Dostra, the heroes are stranded and a struggle for survival begins. As winter ends and the first firestorms sweep across the planet as harbingers of summer, the heroes make the arduous journey back to base. I enjoyed directing this passage and describing the conflicts that develop during the journey. I’m very grateful to George Lucas for showing what fantasy can do.

NOMADS LEGACY 2 – Welt in Flammen

Nomads Legacy 2
Welt in Flammen
Unruhe hat die Bewohner der Galaxis ergriffen. Das Gefühl einer undefinierbaren Bedrohung macht sich breit. Eine Angst, der sich auch Nea nicht länger entziehen kann und sie zwingt, ihr selbstgewähltes Exil auf der Hafenwelt Sculpa-Trax zu verlassen. In Morathu, einer luxuriösen Metropole auf einem der Monde von Sculpa-Trax, macht sie die Bekanntschaft von Zyrus Korren. Einem Mann, der offenbar Antworten auf viele Fragen hat, die Nea seit einiger Zeit benuruhigen. Eine schicksalhafte Begegnung, am Vorabend der Zeitenwende …

Leseprobe NOMADS LEGACY 2

NOMADS LEGACY 2 – Welt in Flammen. (Unlektoriert)

Konos war eine kalte, unbewohnte und sturmgepeitschte Ozeanwelt, tief im berüchtigten Kolius-Sektor. Die kleinen Kontinente kahl und grau. Die Küsten schroff und von der donnernden Brandung zernagt. Vom wolkenbedeckten Himmel brausten unablässig ergiebige Regenschauer herab. Der Wind heulte über das karge Land und um die niedrigen Gipfel verwitterter Gebirgszüge.
Die Rimon war auf einem flachen Kiesbett gelandet, das einen steinigen Strand bildete, der sich an der Küste entlangzog. Dahinter erhob sich eine trostlosen Heide, die mit spärlichem Buschwerk bewachsen war und sich weit ins Landesinnere zog. Sie erstreckte sich hin bis zu einer graugrünen Hügelkette in der Ferne. Alles in allem machte diese Welt nicht den Eindruck, mögliche Besucher zum Bleiben ermuntern zu wollen.
Die Crew der Rimon trat durch ein kleines Schott ins Freie und wurde von eisigen Windböen empfangen. Schweigend stapfte die Gruppe von Menschen, Oponi und Akkato zum Meer hinunter, während der Diko an Bord zurückblieb, um das Geschehen von der Brücke aus zu beobachten.
Yanomee und Jakodoo setzten sich ab und gingen etwas voraus. Die beiden blieben ab und an stehen, um mit den Zieloptiken ihrer Gewehre den Kran und das Schiff zu betrachten. Zeb versuchte mit dem Akkato und der Oponi schritt zu halten, was ihm kaum gelang. Ogo bildete zusammen mit Nea den Mittelteil der Gruppe., während Logan und Budd als Nachhut hinterdrein trotteten. Ogo hatte sein schweres Plasmagewehr aus der Halterung gezogen, als rechnete er jeden Moment mit Unannehmlichkeiten.
Der triste Strand war breit und bestand aus grobkörnigem, schwarzem Sand, der sich zwischen unzähligen Gesteinsbrocken angesammelt hatte. Eine Bucht, die zu ihrem nördlichen und Südlichen Ende zu einer steilen Küste anstieg. Soweit das Auge reichte, sah man die Hinterlassenschaften der gescheiterten Expedition. Verrostete Container, für allerlei Gerät. Zerbeulte Fahrzeuge, Fässer aus Kunststoff und vom Salz zerfressene Blechbaracken sprenkelten das Land. Beherrscht wurde die Szenerie von einem gewaltigen Hebekran, der den Großteil eines hohen Felsvorsprunges am nördlichen Ende der Bucht einnahm. Der pechschwarze Fels bildete eine Klippe, die jäh in die tobende See abfiel. Mit stählernen Pylonen klammerte sich der Kran an den Berg, wie ein riesiger Krake, den ein Sturm an Land gespült hatte und der nicht in den brodelnden Ozean zurückwollte. Der Kran besaß fünf Ausleger, an denen etwas hinab ins schäumende Meer baumelte, das auf den ersten Blick wie ein mächtiger Felsblock aussah. Nur seine regelmäßige, zigarrenartige Form machte deutlich, dass es ein von intelligenten Wesen konstruiertes Objekt sein musste. Es war von Korallen und Pflanzen überwuchert, die davon herabhingen, wie langes strähniges Haar, das im Wind wehte. Einige der Kranausleger hatten sich geneigt und so war das Wrack zum Teil wieder ins Wasser eingetaucht. Hohe Wellen schlugen dagegen und weiße Gischt spritzte auf, die als feiner, salziger Nebel über den Strand wehte.
Nea begann, sich unwohl zu fühlen. Sie hatte den Eindruck, als sinke sie bei jedem Schritt tief in den Sand ein. Tiefer als der hünenhafte Akkato, der ihnen vorausging und scheinbar keine Bedenken hatte. Nea beneidete ihn um seine robuste, simple Akkatomentalität. Sie hingegen schwankte; angefüllt mit Befürchtungen und Vorahnungen. Ihr Blick trübte sich ihr ab und an, als überlagerten sich unzählige Bilder vor ihrem Auge. Sie sah den an einem hellen Sonnentag, im Nebel, im Schnee, bei Tag, bei Nacht. Die weite Bucht von den Wassern einer Sturmflut überschwemmt, oder trocken und staubig wie eine Wüste. Das öde Land war einstmals von einem üppigen Urwald bedeckt gewesen. Sie sah Bäume und Büsche, die sich dicht ans Wasser drängten. Die Rufe von Tieren im Dickicht. Der Gesang von Vögeln.
Nea hielt inne und schüttelte den Kopf. Sie schloss für einen Moment die Augen, konzentrierte sich und wisperte einige Worte aus einem kurzen Gedicht. Sie wiederholte die Verse drei, vier Mal und allmählich wurden ihre Sinne wieder klar. Schnell machte sie den Abstand zur Gruppe wieder wett.
„Das also ist dein Schatz, Zebulon Greenwood“, flüsterte Nea mehr zu sich selbst, während sie zusammen mit Logan und Budd am Ende der Gruppe über den Kies stapfte. Die beiden waren ungewöhnlich still. Die Lust an ihren üblichen Scherzen schien ihnen im Moment vergangen zu sein. Im schatten der tief ins Gesicht gezogenen Kaputzen, erkannte Nea angespannte Minen. Nea hätte es als amüsant empfunden, die Zwei so nachdenklich zu sehen, wäre sie selbst nicht so sehr von Furcht erfüllt.
Inzwischen waren sie dem Objekt so nahe, dass man mit dem bloßen Auge Details erkennen konnte. Luken und Panzerplatten, überzogen den unteren Teil des Schiffes, den der Schlamm des Meeresgrundes ganz augenscheinlich konserviert hatte. Es gab eine gerade Trennlinie zwischen diesem Bereich, der aussah, als wäre der Rumpf gerade erst fertiggestellt worden und dem oberen Bereich, der wie ein bewachsener Felsen wirkte. An den Stellen, wo Teile der Außenhaut fehlten, konnte man ins Innere sehen. Korridore, Gänge und Hallen. Alle im Stil, der während des Alten Reiches üblich war und der an organische Strukturen erinnerte, als hätte ein wahnsinniger Biomechaniker das Schiff gezwungen in eine bestimmte Form zu wachsen.
Die Gruppe stand reglos und staunend vor diesem Anblick. Niemand wagte zu sprechen. An ihren steifen Regenmänteln rann das Wasser in Strömen herab. Eine Mischung aus Nieselregen und dem Sprühnebel der Brandung, die so an die Felsen krachte. Nea, die als erste ihre Worte wiederfand, musste schreien, um sich bemerkbar zu machen.
„Ich denke, der Kran ist noch was wert“, brüllte sie gegen den Sturm an, der ihr salzige Tropfen in den Mund wehte. „Jedenfalls mehr als das Schiff, das da dranhängt.“
Niemand antwortete. Alle beobachteten die Szene, als könne jeden Augenblick ein Ungeheuer aus den Fluten auftauchen und sie angreifen.
„Verschaffen wir uns mal einen Überblick“, meinte Zeb und deutete nach oben, wo sich der Kontrollraum des Bergungskrans befinden musste.
Über ein verzweigtes System von Treppen, das auf der windgeschützten Seite des Felsmassives angelegt war, gelangte die Gruppe auf die Hauptplattform des Kranes. Der Sturm fegte durch die Verstrebungen und peitschte den Regen über das Deck. Hier oben schien der Sturm an Stärke zugenommen zu haben. Es war unmöglich, sich zu verständigen. Kaum ausgesprochen, wurden einem die Worte förmlich von den Lippen gerissen. Nea trat vorsichtig an das Geländer heran, um einen guten Blick auf das Meer und das Schiff zu haben. Sie hörte die Warnungen ihrer Freunde nicht, sondern setzte einen Fuß vor den anderen, als würde sie von unsichtbaren Ketten gezogen. Ogo folgte ihr. Den schweren Roboter, der sich schützend hinter Nea stellte, schien nichts von den Füssen reißen zu können. Eisige Wassertropfen stachen Nea wie Nadelspitzen ins Gesicht. Der große Schiffskörper hing wie eine faulige Leiche an den Trossen, während ein Brecher nach dem anderen über ihn hinweg toste.
Nea wurde übel, aber nicht wegen der Höhe, Nea war schwindelfrei. Es war etwas anderes. Ihre Knie wurden weich und sie wäre bestimmt zu Boden gegangen, hätte Yanomee sie nicht festgehalten.
„Was ist mit dir, Kindchen?“, fragte sie Nea besorgt.
Nea war wie in Trance. Sie fühlte sich, als hätte sie Drogen genommen. „Dieses Schiff“, flüsterte sie. „Das Salzwasser hat Teile davon aufgelöst. Es ist aufgegangen in dieser Welt, ist eins geworden mit diesem Planeten.“ Nea löste sich aus Yanomees Armen und stellte sich an das rostige Geländer. „Ich fühle den Felsen, auf dem wir stehen“, sagte sie, als wäre sie in andere Sphären entrückt. „Ich spüre die Last, die er auf seinen Schultern trägt und wie das Schiff an ihm zerrt und zieht, als wolle es zurücksinken in sein dunkles Grab. Den Sturm, der um die Klippen weht und das eisige Wasser in der Tiefe, das meine Füße umspült.“ Langsam dämmerte Nea wieder aus ihrem Trancezustand heraus.
„Was ist mit dir?“, erkundigte sich Yanomee abermals.
„Ich habe das öfter.“ Nea wusste nicht, ob ihre Stimme das Dröhnen durchdrang, das die Luft erfüllte. „Aber hier ist es viel stärker. Ich meine, ich habe ein seltsames Gefühl, seit wir aus dem Schiff gestiegen sind. Und hier, auf dem Felsen ist es besonders intensiv.“
Die beiden standen einen Moment stumm beieinander, bis Nea jemanden rufen hörte. Sie wandte sich um und sah Jakodoo, der mit aller Kraft an einem Schott zerrte und es langsam öffnete. Die anderen zögerten, dem Akkato zu helfen und sich dafür aus dem Schutz eines Vordaches zu wagen. Erst als Ogo heranpolterte und seine stählernen Finger zwischen Türe und Rahmen schob, wagten sie sich näher. Als der Spalt breit genug war, zwängten sich Zeb, Budd, Logan und Jakodoo ins Innere der Plattform.

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Outlanders Legacy 2 – Leseprobe:

Hier ein weterer Teil des 1. Kapitels. Das Ende wird jedoch auch hier nicht verraten.

Sam schob alle Bedenken beiseite, schloss seine Gleitvorrichtung ebenfalls um das Seil und folgte van Veyden in die Unterwelt. Das kleine Räderwerk in der Apparatur surrte, während das Tageslicht verblasste und die Kälte mit zunehmender Dunkelheit Blumfeldts Körper umschlang. Schließlich setzten seine Füße auf dem Boden auf. Sam wusste, dass die Sohlen seiner Stiefel ein buntes Mosaik berührten, dass ein antikes Schlachtengetümmel darstellte. Er stand auf dem Gesicht eines grimmigen Akkato, der mit einem mächtigen Strahlengewehr auf seine Gegner feuerte. Ukra hieß er. Ein Leibwächter Sargons, der nach der Verschwörung gegen seinen Herrn nur noch Rache und Vergeltung kannte. Jedenfalls lautete die Geschichte so, die ihm van Veyden erzählt hatte. Angeblich gab es noch etliche andere Versionen dieser Legende, doch van Veyden tat sie als verklärten, romantischen Unsinn ab. Sam hätte sie jedoch gerne gehört.
„Welchen Weg wollen wir diesmal nehmen?“, fragte van Veyden und richtete den Kegel des kleinen Scheinwerfers an seiner Mütze auf eine Reihe von Torbögen, die einen Steinwurf weit entfernt lagen.
Sam betrachtete die vielen Portale im Licht seiner Stirnlampe. Einige davon hatten sie schon öfter durchschritten, um tiefer in das unterirdische Labyrinth vorzudringen. Es gab Korridore und Treppen, die in weite Hallen, oder in Häuserschluchten führten, deren Gassen mit Trümmern gefüllt waren, als hätte sie ein Erdbeben getroffen. Sam deutete schließlich auf einen der Tunnel, den sie noch nie versucht hatten.
„Der Bürotrakt“, kommentierte der Alte.
„Was heißt das?“
„Links und rechts nichts als Türen. War bestimmt mal ein Verwaltungstrakt.“
„Nachgesehen was hinter den Türen ist?“
„Natürlich“, meinte van Veyden achselzuckend und etwas herablassend. „Räume. Räume mit altem Schrott. Uninteressant.“
„Möchte ich sehen.“
Der Korridor bot genau das Bild, das van Veyden beschrieben hatte. Abgesehen von den üblichen Verzierungen und Reliefs, unterschied sich das Bild tatsächlich kaum von dem eines Amtsgebäudes, wie man es überall finden konnte. Tür an Tür reihte sich endlos an den Wänden entlang. Viele davon waren geöffnet, die meisten jedoch verschlossen. Sam ließ es sich nicht nehmen in einigen der Zimmer nachzusehen, ob es darin spannendes zu entdecken gab, musste aber feststellen, dass sein alter Kumpel die Wahrheit gesagt hatte. Es gab darin nichts weiter als Tische und Stühle, sowie bizarre Apparaturen, die van Veyden einmal als antike Rechner bezeichnet hatte und die Sam schon kannte. Keiner davon war noch funktionsfähig.
„Wie weit bist du hier gegangen?“, wollte Sam erfahren.
„Nicht weit“, bekannte van Veyden. „Ich hatte nie vor meine Zeit zu verschwenden.“
„Sieh das als meine Abschiedstour an. Danach bist du frei zu tun, was immer du willst.“
„Als Abschiedstour hätte es bestimmt Spannenderes gegeben.“
Sam bekam jedoch seinen Willen. Van Veyden brummte zwar ab und an einen säuerlichen Kommentar, aber am ende verstummte er. Nachdem sie einige Treppen weiter abwärts gestiegen waren, erreichten eine kreisförmige Halle, von der drei große Tunnel abzweigten. Die hohen, reich verzierten Portale, stellten an sich nichts Ungewöhnliches dar, aber aus dem Mittleren der Drei leuchtete ein gelbrötlicher Lichtschimmer. Der Schein war immerhin so hell, dass die beiden Wanderer ihre Lampen abschalten konnten.
„Digger?“, fragte Sam.
Van Veyden blieb ihm die Antwort schuldig. Stattdessen zog er seine Pistole aus dem Holster. „Lass uns mal nachsehen.“
Das Licht kam aus einem weiteren Raum am Ende des Korridores, der zu beiden Seiten mit riesenhaften Statuen gesäumt war, die in dunklen Wandnieschen standen. Hybridwesen aus Insekten und Reptilien. Sie wirkten wie versteinerte Lebewesen, die jederzeit zum Leben erwachen konnten. Sam hatte sie schon öfter zu Gesicht bekommen. Sie standen hier und da an dunklen Stellen herum, nur um ahnungslose Digger zu erschrecken. Gothreks hatte van Veyden sie genannt. Sargons Soldaten. Wesen aus archaischer Vorzeit, die dem Tyrannen halfen, sein Reich aufzubauen und zu verteidigen.
Sam hörte Stimmen. Auch van Veyden schien sie vernommen zu haben und zog seine Pistole. Jemand sprach aufgeregt. Scheinbar war eine Diskussion im Gange. Blumfeldt und van Veyden wechselten einige Blicke, bevor sie weitergingen.
Sie näherten sich dem Ende des Korridores, oberhalb eines Treppenabsatzes. Es führten etwa hundertfünfzig oder zweihundert Stufen hinunter die in einen großen Platz mündeten, auf einige Leute herumstanden. Eine Gruppe von Diggern, wie man sie sich vorstellte, ausgerüstet mit allerlei schweren Gerätschaften und einem achtbeinigen Transportgeher. Sie befanden sich inmitten eines geometrischen Musters aus feurigen Linien, das sich über den gesamten Boden ausdehnte, welches von einem großen Objekt ausging, dass wie ein abstraktes Kunstwerk aussah. Das Ding begann zu vibrieren, wie ein Triebwerk, dass allmählich hochgefahren wurde.
„Die haben einen Haupttreffer gezogen“, flüsterte van Veyden, mehr zu sich selbst und starrte fassungslos auf die Szene.
Sam konnte sich zusammenreimen, was Haupttreffer in diesem Fall bedeutete, denn für gewöhnlich konnte man den Relikten keine Reaktion abgewinnen. Sie waren tot, im Gegensatz zu dieser Maschinerie, die wie ein zum Leben erwachter Drache wirkte.
Jemand schrie auf. Ein Akkato, der vor der Maschine kauerte und sich die Hände an die Schläfen presste. Ein anderer Mann schimpfte. Allem Anschein nach der Chef der Truppe. Während er seinem Ärger noch Luft machte, krachte ein Schuss, der seine Stimme übertönte. Die Energieladung sprengte ein faustgroßes Loch in den Boden vor seinen Füssen.
Van Veyden legte sich auf den Boden und widmete Sam einen grimmigen Blick, bis dieser es ihm gleichtat. Sam hörte, wie jemand einen Befehl an die Digger richtete.
„Waffen ablegen und Hände hinter den Kopf!“
Sam fiel es nicht leicht herauszufinden woher die Worte kamen. Das Echo und der anschwellende Lärm, der von der Maschine ausging, machten das fast unmöglich. Aber schließlich entdeckte er eine ganze Anzahl kaiserlicher Soldaten, die hinter einem Felsgrat aus Trümmern aus der Deckung traten. Sams Blick richtete sich auf einen Mann, der gut sichtbar auf dem Sockel einer umgestürzten Statue stand und mit seinem Gewehr auf den Anführer der Digger zielte.
„Wir müssen verschwinden“, flüsterte van Veyden und machte einen vorsichtigen Schritt rückwärts. „Jetzt gleich.“
Sam hörte den Alten, aber die Neugier befahl ihm, sich nicht von der Stelle zu bewegen.
In diesem Moment schrie der gepeinigte Akkato abermals auf. Er wurde von Krämpfen geschüttelt, während sich in der sonderlichen Maschinerie ein glühender Spalt auftat. Digger, wie Soldaten schienen gleichermaßen erstaunt über den Vorgang. Auch Sam konnte seinen Blick nicht von der Szene lösen. Lediglich van Veyden schien bereit sofort die Flucht anzutreten.
Sam beobachtete, wie sich der Spalt in der Maschine weiter öffnete. Ein Körper wurde sichtbar, der nach und nach aus der Öffnung gepresst wurde. Eine bizarre Geburt, begleitet von Erdbeben und Feuer. Die Maschinerie zischte und rumpelte, wie ein alter Dampfkessel. Lichterscheinungen geisterten wie Elmsfeuer durch die Grotte. Erst als der Körper herausglitt und dem Akkato vor die Füße fiel, kehrte Ruhe ein. Das feurige Muster auf dem Boden und die fahlen Blitze erloschen. Nur die Lampen der Digger erhellten jetzt noch die Dunkelheit. Ein Zwielicht, in dem sich das neugeborene Wesen wie ein drohender Schatten vor dem kauernden Akkato aufrichtete.
Plötzlich erhellte die Leuchtspur einer Energiesalve, die Finsternis. Sie blendete Sams Augen, während der Knall des Geschosses seine Ohren klingeln ließ. Der Schuss, den van Veyden abgefeuert hatte, traf das Wesen in die Stirn, woraufhin es leblos zusammensackte.
„Jetzt nichts wie weg hier!“, befahl der alte Digger, wandte sich um und lief davon, ohne auf Sam zu warten.
Sam Blumfeldt konnte seine Augen nicht abwenden. Es war, als betrachtete er eine Theaterbühne, auf der gerade eine Horrorszene ihr abruptes Ende gefunden hatte. Er wusste nicht was den Chef der Digger veranlasste, seine Waffe zu ziehen, während all die kaiserlichen Soldaten ihn im Visier hatten. Er kam auch nicht mehr dazu, zu beobachten was danach geschah. Sam fuhr herum und folgte van Veyden, der erstaunlich schnell davoneilte. Im selben Augenblick brach hinter ihm der unvermeidliche Kampf aus. Das Donnern von Energiegeschossen und Granaten hallte durch das Gewölbe. Sam beobachtete, wie van Veyden im Laufen etwas aus einer der Schenkeltaschen seiner Hose holte und daran herumhantierte. Der Alte warf es kurz darauf gegen eine der Wände, wo es haften blieb.
Sam geriet in Panik. Immerhin half ihm die Angst, sein Tempo zu beschleunigen und den Abstand zwischen sich und dem alten Digger zu verringern. Sie hasteten einige Stufen hinauf und erreichten einen weiteren Korridor. Sam war mit van Veyden auf gleicher Höhe, als eine Explosion den Boden erschütterte. Die folgende Druckwelle brandete glühend heiß über die Beiden hinweg und schleuderte sie wie Herbstblätter durch die Luft. Sam stieß mehrmals gegen Wände, Decke und Boden, bevor ihn die Staubschleier in Schwärze hüllten.

Outlanders Legacy 2

Tamiel Magua ist ein imperialer Agent. Eine Geheimmission führt ihn zu Zeelona Bonathoo, der sogenannten Piratenkönigin. Sie ist die Anführerin der bedeutensten Piratenclans. Das Imperium strebt einen Frieden mit den Piraten an und Magua soll Zeelona das Angebot des Kaisers unterbreiten. Natürlich weiss Magua, dass der Kaiser eigene Pläne verfolgt, die im die Bedrohung durch die Freibeuter endgültig vom Halse schaffen soll. Doch auch der Agent ist nicht frei von eigenen Motiven, da das GHOST-Konglomerat – ein Zusammenschluss von Verbrecherbanden – ein Druckmittel gegen ihn in der Hand hält ….

OUTLANDERS LEGACY 2 Welten in Flammen

Leseprobe.

Ich bin gerade dabei, den zweiten Band der Outlnaders Legacy – Reihe zu überarbeiten. Dabei kam ich zu dem Schluss, dass ich zumindest einer Person noch mehr Hintergrung verleihen muss – Samuel (Sam) Blumfeldt. Hier nun ein Teil der Passage, in der er eine etwas zwielichtige Vergangenheit erhält.

Kapitel 1

Samuel Blumfeldt starrte durch das kreisrunde Bohrloch in die Dunkelheit hinab. Es war nicht das erste Mal, dass er vor dieser Öffnung stand, und zögerte. Wie immer gingen ihm dabei tausend Gedanken durch den Kopf. Ängste, Neugier, Abenteuerlust. Der Wunsch Geheimnisse zu entdecken. Antworten zu finden. Der Drang, alle Bedenken über Bord zu werfen und sich ins Unbekannte zu stürzen war groß. Doch genauso dominant riet ihm eine Stimme zur Besonnenheit. Rief ihm ins Gedächtnis, dass er eine Verantwortung gegenüber seiner Familie trug. Frau und Tochter, von denen er zwar getrennt lebte, die aber dennoch Erwartungen an ihn stellten, die er erfüllen wollte. Seine Karriere, hier auf Scutra, die gerade einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht, und ihn zur rechten Hand des Sektorverwalters erhoben hatte. Diesmal kostete es ihn mehr Überwindung als üblich, das lange Karbonseil zu ergreifen, welches vor ihm die Tiefe baumelte und daran hinunter zu gleiten. Hinab ihn die geheimnisvolle Unterwelt des Hafenplaneten. Das Seil hing von einem dreibeinigen Kran herab, dessen Stelzen sich über dem kreisrunden Abgrund spreizten. Es war eines von etlichen Löchern, das die Digger in die gepanzerte Kruste des Planeten gebohrt hatten. Bei den Diggern handelte es sich um Schatzsucher, die in ständigem Streit mit den imperialen Behörden lagen. Und die kaiserlichen Instanzen sprangen nicht gerade zimperlich mit ihnen um. Hin und wieder hörte man von Gefechten, zwischen größeren Digger Gruppen und imperialen Einheiten. Kein Wunder also, dass man diese Leute von Scutra fernhalten wollte.
Das besondere Interesse der Digger galt Relikten aus dem großen Zeitalter, als der sagenhafte Sargon Asgaroon beherrschte. Und es gab das Gerücht, dass unter der Betondecke von Scutra eine alte Zivilisation verschüttet lag, die es zu erkunden und auszuräubern galt. Für Sam war das inzwischen kein Gerede mehr. Er war oft genug in den Stollen unterwegs gewesen, um die Tatsachen zu kennen.
Sam gehörte nicht zu den Diggern, die plünderten und ihre Funde auf den Märkten der Galaxis verhökerten. Er hatte nie ein Artefakt an sich genommen. Weder um es für sich zu behalten, noch um es in bare Münze zu verwandeln. Aber auch ihn trieb die Abenteuerlust in die unterirdischen Tunnel. Sich in Gefahr zu begeben und für eine Weile dem drögen Alltagsleben zu entkommen, war eine Abwechslung, die er hin und wieder brauchte.
„Bist du zur Statue erstarrt?“
Die Worte rissen Sam aus seinen Gedanken. Sie kamen von einem etwas stämmigen Mann, mit langen grauen Haaren und einem kurzen Bart von gleicher Färbung. Er trug einen grüngrauen Overall, der viele Male geflickt worden war, gesprenkelt von Flecken alter Erde, sowie salzigen Schweißrändern an Kragen und unter den Achseln. Er trug eine speckige lederne Schirmmütze, die in der Mittagsonne einen Schatten über ein Gesicht legte, in dem helle blaue Augen glitzerten. Der Mann, der diese abgewetzten Klamotten seine Diggerhaut nannte, hieß Thomas van Veyden. Sam hatte ihn vor einigen Jahren kennen gelernt, als er die großen Schrottplätze im Hevronsektor nach Ersatzteilen für eine Reparatur durchstöberte. Eine ganze Woche hatte er sich auf dem Schiffsfriedhof herumgetrieben, bis er auf den Alten traf, der gerade aus einem der Schächte stieg. Da dieser sich offenbar ertappt fühlte, unterbreitete er Sam ein Angebot, damit er seine Diggeraktivitäten nicht meldete. Van Veyden behauptete, der Verwalter der gewaltigen Areale zu sein, die mit den Leibern abertausender, verrottender Schiffsleichen gefüllt waren, aber Sam hatte seine Zweifel. Auch später vermochte er nicht herauszufinden, worin van Veydens Funktion eigentlich bestand. Schon möglich, dass er jede Schraube und Niete katalogisierte. Dennoch hielt er es für unwahrscheinlich, dass jemand, der beabsichtigte sich an einem der Wracks zu bedienen, van Veyden erst um Erlaubnis bat. Hin und wieder zerlegte man eines der Schiffsgerippe, um es in den Hochöfen im Norden einzuschmelzen. Natürlich konnte man so eine Aktion nicht ohne erhebliche Formalitäten durchführen. Aber die Prozedur wurde immer von Computern und Robotern erledigt und erfolgte gänzlich ohne menschliches Zutun. Auch Blumfeldts Vorgesetzter verwies nicht auf irgendeine Verwaltungsmaßnahme, als Sam andeutete, sich auf den Schrottplätzen Ersatzteile besorgen zu wollen. Vielleicht hatte der Alte van Veyden hier mal eine Aufgabe erfüllt, doch man schien ihn im Laufe der Zeit einfach vergessen zu haben. Sam wollte es dabei belassen. Es wäre ihm nie in den Sinn gekommen, van Veyden zu verraten. Er zog es jedoch vor, ihn im Unklaren darüber zu lassen und das Angebot, das ihn schließlich in die geheimen Areale der Hafenwelt brachte, anzunehmen.
„Hats dir die Sprache verschlagen“, setzte van Veyden nach.
„Ich grüble nur“, antwortete Samuel Blumfeldt endlich.
„Was gibt es denn zu Grübeln?“
„Ich setzte gerade eine Menge aufs Spiel. Ich könnte in absehbarer Zeit Sektorenleiter werden.“
„Und?“
„Was wenn jemand erfährt, dass ich mich auf Diggerpfaden bewegt und gegen das Gesetz verstoßen habe.“
„Es gibt kein Gesetz gegen das Graben.“
Damit hatte van Veyden recht. Aber es gab auch keine Erlaubnis dafür.
„Ich denke“, fuhr van Veyden fort, „dass man einen Chef mit ein paar dunklen Flecken in seiner Vita, mehr respektiert als langweilige, aalglatte Aufsteiger.“
„Das ist deine Ansicht.“
Van Veyden winkte ab. „Man merkt dir deine Jugend an. Glaub mir, ich weiß, wovon ich spreche.“
Van Veyden schloss die Schnalle seines Gürtels, an dem allerlei Werkzeuge klimperten. Zwei Taschen mit Energiepatronen befanden sich ebenfalls daran. Nahrung für die schwere Plasmapistole, die in ihrem Holster an van Veydens Schenkel hing. Auch Sam hatte eine ähnliche Waffe bei sich, sowie entsprechende Munition.
Digger lebten gefährlich. Man sah sie allgemein als Diebe oder Plünderer an. Samuel Blumfeldt wusste, dass es einen heimlichen Krieg zwischen den Diggern und der Greifertruppe von Scutra gab, die Jagd auf sie machte. Allerdings hielten sich die Aktionen gegen die Abenteuer in Grenzen. Scutra besaß ein gutes Überwachungssystem, das auf Infraschallimpulse reagierte und Signale an die Greifereinheiten sendete, sobald es eine illegale Bohrung detektierte. Zumindest die weniger wohlhabenden Digger wurden regelmäßig von den Greifern gefasst. Die kostspieligen Verschleierungsgeräte, die in der Lage waren, das Abhörsystem zu täuschen, konnten sich nur reiche Digger leisten. Auch Bestechung galt als eine gängige Praxis, doch dafür musste man ebenfalls viel Geld aufbringen.
Sam Blumfeldt musterte das ebenmäßige Bohrloch zu seinen Füssen. Van Veyden hatte es vor zehn Jahren zufällig entdeckt, behauptete er, aber Sam hegte den Verdacht, dass der Alte selber mal Mitglied einer Diggerbande gewesen war. Er hatte ihn einmal danach gefragt, aber van Veyden bestritt, jemals Verbindung zu diesen Leuten gehabt zu haben.
„Also, was ist jetzt?“, wollte van Veyden wissen und ließ seinen Handschlitten um das Karbonseil einrasten. „Ich mach mich jedenfalls auf den Weg.“
Der Alte krallte sich in die Griffe des Gerätes, sprang über die Kante des Loches und sauste in die Tiefe hinab.
Sam schob alle Bedenken beiseite, schloss seine Gleitvorrichtung ebenfalls um das Seil und folgte van Veyden in die Unterwelt. Das kleine Räderwerk in der Apparatur surrte, während das Tageslicht verblasste und die Kälte mit zunehmender Dunkelheit Blumfeldts Körper umschlang.

Textprobe NOMADS 10

Speedballmatch (inspired by Rollerball)
Es war der 3. August des Jahres 4591. Die Speedball-Unionsmeisterschaften gingen zu Ende. Davis Team, die Pittsburg Thunder Cats, lagen einen Punkt hinter den Florida Bullfrogs zurück, konnten aber vor einigen Sekunden den Ausgleich erzielen. Wie alle Kommentatoren übereinstimmten, war diese Endspielbegegnung seit Langem die Erste, über die man mit Recht berichtete. Davon abgesehen, dass es sich bei den Thunder-Cats um das Team einer Provinz-Universität handelte, welches sich mit Ehrgeiz und Können ins Finale gespielt hatte, zeigte dieses Duell alles, was Speedball an Spannung zu bieten hatte. Die Spielzeit der Verlängerung, nach einem Punktestand von acht zu acht, lief ab und sorgte für eine Steigerung des Nervenkitzels. Es verblieben noch hundertvierzig Sekunden, bevor der Schlusspfiff kam und das gefürchtete Zielwerfen einleitete.
Davis verfolgte die Endphase des Spiels von der Beobachtungslounge aus. Sie befand sich in der Spitze eines Turmes, der sich im Mittelpunkt der kreisrunden Spielbahn erhob, aus der er wie eine Achse in den Himmel stach. Neben den vielen Möglichkeiten, die ihm Hologramme und Monitore baten, bediente sich Davis eines altmodischen Feldstechers mit elektrostatischen Wasserlinsen, um das Geschehen auf der gewölbten Bahn zu betrachten. David Grassner gelang es, den Straight-Pass eines gegnerischen Spielers im Flug abzufangen. Die Regel sah vor, dass er den Ball nach vier Sekunden abzugeben hatte, indem er ihn auf der Bahn absetzte und mit dem Magnetimpuls seiner Fang und Wurfhand zu einem Mitspieler lenkte. Grassner wirbelte in seiner Speedball-Rüstung um hundertachtzig Grad herum, beschleunigte mit den Rollschuhen und fand in Miranda Perkins eine Anspielstation. Die nahm den Ball vom Boden auf und jagte mit ihm davon. Sie erhöhte das Tempo, um den Angreifern des gegnerischen Teams zu entkommen. Fünf ihrer Mitspieler befanden sich nun vor ihr, die in Richtung Tor unterwegs waren. Fünf Mannschaftskollegen, von denen sie einen in den nächsten zehn Sekunden anspielen musste. Sie befand sich an sechster Stelle und wählte Daniel Harris, dem sie den Ball zuspielte, indem sie ihn über den Boden rollen ließ, während sie von zwei Gegnern bedrängt wurde. Harris hatte Mühe, den Ball anzunehmen und unter Kontrolle zu halten. Ein Angreifer schloss schnell zu ihm auf und nutzte diese Unsicherheit, indem er ihn von der Seite anrempelte. Linda Pingale vollzog mit Harris einen geschickten Handover, der mit Applaus honoriert wurde.
Raymond Davis wusste, dass sein Team mit den letzten Kräften aufwartete. Der gerade vereitelte Ziellauf der Florida-Bullfrogs war die letzte Chance das Match zu gewinnen und das Zielwerfen zu verhindern. Der laufende Angriff auf das gegnerische Tor musste gelingen. Er setzte seine ganze Hoffnung auf Alden Freyjoy, dem allerdings selten ein Wurf gelang, wenn alle Erwartungen  auf ihn gerichtet waren und ihn gehörig unter Druck setzten. Er war an der Spitzenposition, doch er musste sich zurückfallen lassen, um sich anzubieten. Die Bullfrogs mussten alles daran setzen, einen Pass auf ihn zu verhindern. Da er der letzte Mann vor dem Tor des Gegners war, durfte man ihm einen Straight zuwerfen. Das war riskant, aber die einzige Möglichkeit Zeit herauszuspielen, die ihm genügend Freiraum ließ, sich auf den finalen Wurf zu konzentrieren. Davis biss die Zähne aufeinander. Womöglich durfte man Freyjoy nicht genügend Zeit zum Überlegen geben. Vielleicht war ein instinktiv geführter Straight das Beste.
Linda Pingale gelang es, sich aus der Gruppe ihrer Angreifer zu befreien und sich mit ein paar gekonnten Schwüngen von ihnen abzusetzen. Sie überholte Jonathan Bloomwick, Ramona Woodrick und Marcus Boonweather. Davis beobachtete, wie sie sich fertigmachte einen Straight-Pass zu Freyjoy zu spielen. Freyjoy hatte gerade damit zu tun sich zweier Bullfrogs zu entledigen, von denen sich einer in der Passlinie bewegte. Der Andere kam ihm von links hinten zu nahe und es gelang Freyjoy ihn mit einem präzisen Schulterstoß zu Fall zu bringen. In einer gewaltigen Kraftanstrengung überholte Alden den Gegner in der Wurflinie und Linda warf ihren Straight. Es ging ein Aufschrei durch die Reihen der Zuschauer, als sich Freyjoy den harten Pass schnappte. Für einen Moment geriet er dabei ins Stolpern und schien zu stürzen, aber er fing sich und nahm Geschwindigkeit auf. Der Rest der Bullfrogs jagte ihm hinterher. Ein verzweifelter Versuch, Freyjoys Sprint auf das Tor zu unterbinden. Das Tor – ein schwebender Ring mit einen Lochdurchmesser von circa drei Metern – war nur noch vierhundert Meter entfernt. Dreihundert Meter. Einer der Bullfrogs kam rasch näher. Er verringerte den Abstand schnell, während Freyjoy noch zögerte, einen Weitwurf zu wagen.
Davis starrte gespannt auf das Geschehen. Die letzten zwanzig Sekunden verrannen unerbittlich. „Mach den Wurf!“, zischte Davis durch die Zähne. „Mach ihn!“
Freyjoy machte sich bereit. Nur noch zweihundert Meter bis zum Tor, das in den Farben der Bullfrogs leuchtete. Die Finger eines Gegners kratzten über Aldens Rücken. Ein versuchtes Foul. Der Schiedsrichter ließ Vorteil gelten. Der Bullfrog bekam Freyjoys Schulter zu fassen, aber der tauchte unter dem Gegner weg und vollzog eine Drehung, die ihn hinter den Angreifer brachte. Mit dem Schwung der Pirouette schleuderte Freyjoy den Ball in Richtung Ziel.
Wie die Zuschauer, hielt auch Davis den Atem an und verfolgte die Flugbahn des Balls, in Richtung Tor. Er prallte gegen den inneren Rand des Ringes und sprang dann fast senkrecht in die Höhe. Fast wie in Zeitlupe stürzte er zurück, stieß abermals gegen den metallenen Ring. Für einen Sekundenbruchteil schien er sich nicht entscheiden zu können, wohin er nun fallen sollte.

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Axarabor Roman Nr. 2

Wochenende, wie das duftet? Da kommt doch der neue Band von Allan Joel Stark gerade richtig: „Noraks Auftrag“ /sh

Tel Cronor. Ein bedeutender Wissenschaftler auf dem Gebiet der Quantenmechanik ist verschwunden. Allem Anschein nach ist er dabei eine Waffe zu entwickeln, die in der Lage ist das Universum auszulöschen.

Captain Daniel Norak ein ehemaliger Geheimagent wird reaktiviert, um die Spur tel Cronors aufzunehmen, ihn zu finden und zu verhindern, die Waffe einzusetzen.

Er kann nicht ahnen, dass ihn sein Auftrag in unbekannte Dimensionen führen wird, die seine Ansichten über die Realität infrage stellen werden.

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Textpassage Outlanders Legacy 2 – Welten in Flammen

Tamiel Magua konnte über die Größe des Schlachtschiffes nur staunen, dass da im Orbit über ihren Köpfen hing. Wie ein kleiner Mond prangte es am Himmel einer tropischen Welt, deren blauer Himmel von kleinen weißen Wolken gesprenkelt war. Eingerahmt wurde der Blick auf das Schiff, von den Kronen palmenartiger Bäume. Die Blätter raschelten im Wind der nahen Küste, von woher das Geräusch einer starken Brandung an Maguas Ohren drang. Salzgeruch und der Duft von Algen wehte um seine Nase. Ein wunderbarer Ort, um der Welt zu entfliehen, überlegte er, wäre es nicht ein verdammtes Piratennest.
„Warum hast du das Schiff Sakura genannt?“, wollte Tam Magua wissen.
Seine Frage war an eine dunkelhaarige Frau gerichtet, die auf einer roten Decke im Sand saß und sich zahlreichen Hologrammen widmete, die sie wie bunte Geister vor ihr schwebten. Sie wirkte sehr beschäftigt und hatte keinen Blick für den Ozean, oder den Strand, an den türkisblaue Wellen spülten.
„Sag!“, forderte Magua auf. „Warum dieser Name?“
Die Frau hieß Zeelona. Anführerin der großen Piratenclans, weswegen man sie auch Piratenkönigin nannte. Sie richtete den Blick ihrer großen, braunen Augen auf den imperialen Agenten, löste beiläufig die Spange, die ihre Haare zusammenhielt und entließ damit eine wahre Lockenpracht, die über ihre bloßen Schultern floss.
„Sakura?“, fragte sie verwundert.
„Ja.“
„Gefällt dir der Name nicht?“
„Er ist hübsch. Aber kennst du seine Bedeutung?“
„Ich wusste nicht, dass er eine Bedeutung hat.“
Magua lehnte sich an eine der Palmen und beobachtete die Brandung. In der Nähe stand eine Raumfähre auf dem Strand, in dessen Schatten sich Zeelonas Gefolge aufhielt. Eine bunte Schar von Menschen, Akkato und anderen Spezies, mit denen allesamt nicht zu spaßen war. Der Agent kannte Zeelona und ihre Leute jetzt schon seit einiger Zeit. Nachdem Magua aus dem Koliussektor zurückgekehrt war, gehörte es zu Maguas erstem Auftrag, Kontakt zu den Piraten-Clans herzustellen. Es galt Vertrauen zwischen den Piraten und dem Thron zu schaffen. Nachdem die Mission im Koliussektor beendet war, meinte der Kaiser, in Magua den richtigen Mann dafür gefunden zu haben. Einen Mann, der lange genug unter Gesindel zugebrachte hatte, um sich in deren Denkweise hineinzuversetzen.
Er sah wieder hinauf zur Sakura.Von den Formen her erinnerte das Schiff stark an eine kaiserliche Fregatte, die man hier und da stark modifiziert hatte. Er zweifelte nicht daran, dass die Konstrukteure sich an Bauplänen des Imperiums orientiert hatten, als sie dieses Monster schufen.
„Sakura“, begann Magua zu erklären. „Das ist ein Begriff von der alten Erde. Er beschreibt die kurze Periode der Kirschblüte. Eine bedeutungsvolle Phase von Werden und Vergehen. Wobei der Gedanke von vergänglicher Pracht im Vordergrund steht.“
„Was sie alles wissen“, spöttelte Zeelona.
Magua warft einen kurzen Blick auf die Brandung, ehe er die Piratenkönigin ansah. „War nur so ein Gedanke.“
„Sind sie abergläubisch?“
„Nein.“
„Hörte sich aber so an.“
„Ich frage mich manchmal, welche unbewussten Zusammenhänge wir für uns selbst erschaffen. Oft geht uns hinterher ein Licht auf und man fragt sich, wie man das übersehen konnte.“
Zeelona schüttelte den Kopf. „Das Schiff hat nur einen Zusammenhang. Einen Zusammenhang, den wir dem Kaiser als einen ersten Beweis für unseren guten Willen geben wollen.“
„Und?“
„Die Sacura ist ein Beutestück“, führte Zeelona aus. „Es fiel uns in die Hände, als wir eine entlegene Minenwelt überfallen haben. Dort gibt es eine geheime Werft, in der man solche Schiffe herstellt. Zumindest einen der großen Pötte. Und den habe ich mir gesichert. Das Design dürfte ihnen bekannt sein.“
„Imperiale Fregatte. Maxima-Klasse“, sagte Magua. „Man hat nur wenige davon gebaut.“
„Dennoch stellt der Bau eines solchen Schiffes einen Affront gegen die kaiserlichen Bestimmungen dar, oder nicht? Verrat. Ich bin mir da ziemlich sicher, dass ihr Dienstherr das ebenso sieht.“
„Wer ist der Verräter?“
„Graf Bandor.“
Magua versuchte seine Überraschung zu verbergen, was ihm offenbar nicht so gut gelang, wie er es sich wünschte. Jedenfalls grinste Zeelona überlegen und wendete sich wieder einigen der Hologramme zu. Der Darstellung eines Planetensystems, in dem sich ein Teil ihrer Flotte aufhielt, um Beute zu machen.
„Eine wertvolle Information, wie ich sehe“, bemerkte Zeelona beiläufig. „Und jetzt sollten Sie allmählich die Katze aus dem Sack lassen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass uns der Kaiser Amnestie gewähren will, wenn wir für ihn Geleitschutz bereitstellen sollen, anstatt die Schiffe zu überfallen. Die geheimen Zahlungen an die Großkapitäne.“ Sie sah kurz zu Magua hinüber. „Ich habe das mal nicht weitergegeben. Solche Zahlungen sind für Verräter oder für imperiale Kapitäne akzeptabel, aber unter der Besatzung von Freibeuterschiffen, wäre das ein Grund den Captain über Bord gehen zu lassen. Bei uns muss jeder was vom Kuchen abbekommen. Dennoch hat mich dieses Angebot überrascht. Es würde den Staatsschatz doch erheblich schmälern. Ich frage mich, wozu der Kaiser eine Art Phantomflotte braucht. Gehen ihm die Ressourcen aus?“
Magua hatte Anweisung, nicht sofort mit dem ganzen Plan herauszurücken. Jetzt schien der Zeitpunkt dafür gekommen zu sein.
„Es geht um die Zerschlagung des GHOST-Konglomerats“, offenbarte Magua. „Die Verbrecher üben immer mehr Einfluss auf das Leben in Asgaroon aus. Das muss ein Ende haben.“
„Diese Leute haben keine Flotten, gegen die man kämpfen könnte“, warf Zeelona ein.
„Richtig. Obwohl sie natürlich auch über Schiffe verfügen, die sie für ihre Zwecke nutzen. Und es sind tatsächlich mehr, als du vielleicht glaubst. Uns geht es um die Strukturen. Für unsere Agenten ist es fast unmöglich, die Hierarchie der Schirku zu durchleuchten, geschweige denn in sie einzudringen.“
„Sie brauchen Abschaum, denen die Schirku Vertrauen entgegenbringen.“
Magua biss sich auf die Zunge. Zeelona gebrauchte beinahe dieselben Worte, die auch der Kaiser benutzt hatte. „Ich will es so ausdrücken. Ihr habt einen gewissen Vertrauensvorschuss, weil ihr denselben Feind habt.“
„Elegant ausgewichen.“
„Der Kaiser hat einen Brocken in den Raum geworfen, der für GHOST interessant sein könnte. Darüber hinaus für jeden, der über genügend Weitsicht verfügt.“
Zeelona sah neugierig aus. Endlich schaltete sie alle Hologramme ab und widmete Magua ihre gesamte Aufmerksamkeit.
„Scutra“, sagte Magua. „Sculpa Trax. Das ganze System.“
Zeelonas Gesichtsausdruck war schwer zu ergründen. Entweder war sie enttäuscht, oder kalkulierte gerade den Gewinn.

Neuer Roman erschienen!

OUTLANDERS LEGACY 1 – Der eiserne Planet

Klappentext:

Outlanders Legacy 1
Der eiserner Planet
Noch scheint nichts die Ruhe des Pax-Imperia zu stören, in dem sich die Zivilisationen der Galaxis sicher fühlen. Doch es gibt unheilvolle Berichte, die den Imperator und das Flottenkommando beschäftigen. Offenbar scheinen sich Mächte des Thrones bemächtigen zu wollen, deren Möglichkeiten jenseits aller Vorstellungskraft liegen. Ein Feind aus mythologischer Vorzeit, der dabei ist, das Gefüge der bekannten Welt zu erschüttern.
In dieser Zeit lebt Nea, die auf einer Raumhafenwelt arbeitet und nicht ahnen kann, dass sie bald im Mittelpunkt umwälzender Ereignisse stehen wird…