Perry Rhodan Stammtisch Aftermath!

GERMAN

Wie nennt man das Resümieren auf Neudeutsch? Aftermath? Ja. Ich denke so nennt man das. Ich befinde mich also im Aftermath. Hierbei lasse ich alle Informationen Revuepassieren, die ich an diesem Abend erhielt.

Neue Pläne

Ich überlege ernsthaft, ob ich mich einer weiteren Serie widmen soll, die sich weniger mit politisch, philosophischen Fragen beschäftigt. Jedenfalls nicht zu Beginn. Mir schwebt eine Reihe von ca. 10 Romanen a 200 Seiten vor. Es geht um eine Flotte, aus acht Schiffen. Einem großen Kommandoschiff und sieben Begleitern. Sie sind im Auftrag einer nicht näher beschriebenen Macht unterwegs, um rebellierende Welten in die Knie zu zwingen. Mir schwebt ein hartgesottenes Team von ca. 10 Menschen vor, die Befehle ausführen ohne zu fragen und erst schießen, bevor sie sich Gedanken machen was sie da eigentlich machen. Im ersten Drittel kümmert die Protagonisten ihr Tun wenig, bis garnicht. Zum Ende hin treten immer größerer Spannungen auf und jeder Einzelne muss sich entscheiden.

Ok. Es ist ein absehbarer Plott. Aber die meisten Geschichten folgen den gängigen Schemata. Wichtig ist nur, sie mit Protagonisten zu erzählen, die durch ihre Zeichnung fesseln und den Leser dazu anmieren am Ball zu bleiben. Im Gegensatz zu vielen meiner Freunde, macht es mir nichts aus Teile einer Geschichte zu erfahren oder sogar ihren Ausgang. Für mich besteht das Interesse darin zu verfolgen, wie es dazu kam. Mir gefallen die inneren Konflikte einer Person. Das Setting des Charakters und wie er sich behauptet, oder ob er bricht. Ich finde es spannend einen Protagonisten mit starker religiöser Gesinnung zu erschaffen, der plötzlich mit ethischen Fragen konfrontiert wird, die seine Glaubenssätze in Frage stellen. Oder genau das Gegenteil. Ein Mensch ohne moralische Grundsätze, der nach und nach zu der Überzeugung gelangt, ohne feste Wertvorstellungen nicht überleben zu können. Diese Personen möchte ich in ein Raumschiff zusammenpferchen und auf eine Mission schicken, die sie an ihre Grenzen bringt. Etwas ähnliches bechreibe ich zwar schon in NOMADS. Aber ich hätte Spass daran, eine Story zu schreiben, die etwas radikaler mit ihren Protagonisten umgeht.

So ein Stammtisch, bei dem man sich über die gemeinsame Liebe an phantstischen Stoffe austauscht, ist wirklich inspirierend.


ENGLISH

What do you call summing up in new German? aftermath? Yes. I think that’s what it’s called. So I am in the aftermath. Here I am reviewing all the information that ihc received that evening.

New plans

I’m seriously considering devoting myself to another series that deals less with political, philosophical issues. At least not at the beginning. I have in mind a series of about 10 novels of 200 pages each. It is about a fleet of eight ships. A large command ship and seven escorts. They are on a mission for an unspecified power to bring rebellious worlds to their knees. I envision a hard-boiled team of about 10 people who follow orders without question and shoot first before thinking about what they are doing. In the first third, the protagonists care little or nothing about their actions. Towards the end, greater and greater tensions arise and each individual must make a decision.

Ok. It’s a predictable plot. But most stories follow the usual schemes. The only important thing is to tell them with protagonists who captivate by their drawing and encourage the reader to stay on the ball. Unlike many of my friends, I don’t mind learning parts of a story or even its outcome. For me, the interest is in following how it came to be. I like the inner conflicts of a character. The setting of the character and how he holds his own, or if he breaks. I find it exciting to create a protagonist with strong religious beliefs who is suddenly confronted with ethical questions that challenge his beliefs. Or just the opposite. A person without moral principles who gradually comes to the conclusion that he cannot survive without firm values. I would like to cram these people into a spaceship and send them on a mission that will push them to their limits. I already write something similar in NOMADS. But I’d have fun writing a story that’s a bit more radical with its protagonists .

Such a gathering of regulars, sharing a common love of phantasmagorical material, is truly inspiring.

Dave Filoni – Ich habe ein Problem mit ihm!

 

GERMAN

Ich habe ein Problem mit dem Stil von Dave Filoni. Seine Dramaturgie ist so behäbig, dass ich mich wundere, wie sich die Story überhaupt vom Fleck bewegt. Es mag ihm ja gefallen, die Jedi Szenen ziemlich mit Pausen zu füllen, in denen sich die Darsteller überlegen, wie es weitergeht. So jedenfalls mein Empfinden. Mir kommen dabei immer die Anweisungen von George Lucas an die Schauspieler in den Sinn. Laut Samuel L. Jackson gab es nur eine Anweisung des Filmemachers “Speed it up!”. Und irgendwie mach das Sinn. Im normalen Leben spricht niemand so bedeutungsschwer, dass es ihm fast die Sprache verschlägt, oder sich übelegen muss, mit welch epischen Worten er zu antworten hat.

In Episode 6, von The Book of Boba Fett, scheinen ihm die örtlichen Gegebenheiten egal zu sein. Beziehungsweise die Perspektive der Protagonoisten. Da fragt Mando den Deputy nach dem Marschall. Der Deputy sagt der Marschall sei beschäftigt und plötzlich tritt eben jener Maschall hinter ihm ins Bild. Hat Mando den nicht gesehen? Seltsam.

Bane kommt aus der Wüste. Die Einstellung ist schon beeindruckend, aber kommt der Typ ohne Schiff oder Speeder? Zumindest sollte ein Vehikel im Hintergrund stehen und sein Auftauchen für ihn weniger anstrengender machen, oder hat er die Physionomie eines Banthas dem es Spaß macht, stundenlang über den heissen Sand zu wandern. Filoni stellt die Bildwirkung über den Sinn einer Szene, obwohl man leicht beides haben kann.

Es gibt viel filonschen Fanservice. Das mag den ein oder anderen entzücken, aber ich empfinde das lange Verweilen an eher langweiligen Orten nervig. Die Anwesenheit ikonischer Charaktere macht das nicht besser. Wenn sie nicht viel wichtiges zu sagen haben – Speed it up!


ENGLISH

I have a problem with Dave Filoni‘s style. His dramaturgy is so ponderous that I wonder how the story moves from the spot at all. He may well like to fill the Jedi scenes pretty much with pauses in wich the actors can figure out what to do next. At least that’s how I feel about it. George Lucas’ instructions to the actors always come to my mind. According to Samuel L. Jackson, there was only one instruction from the filmmaker to his actors : “Speed it up!” And somehow that makes sense. In normal life, no one speaks with an epic sense that it almost makes him lose his tongue, or have to practice with what mindful words to answer.

In Episode 6, of The Book of Boba Fett, he also doesn’t seem to care about local circumstances. Or rather, the physical perspective of the protagonists. That’s when Mando asks the deputy about the marshal. The deputy says the marshal is busy and suddenly the Maschall enters the picture behind him. Did Mando not see the guy? Strange.

Bane comes out of the desert. The setting is already impressive, but does the guy come without a ship or speeder? At least there should be a vehicle in the background to make his emergence less strenuous for him, or does he have the physionomy of a Bantha who enjoys walking for hours over hot sand. I think, that Filoni put the scenery over the sense. To connect both would be easy. So there are no excuses.

There’s a lot of Filonian fanservice. This may delight some, but I find the long lingering in rather boring places annoying. The presence of iconic characters doesn’t make it any better. If they don’t have much important to say – speed it up!

Schlechte Kritik? Wie muss ich reagieren?

German – English

Affen als Kunstkritiker – Neue Pinakothek München – Apes as Art-Critics (Neue Pinakothek Munich)

Dinge die ein Autor erwägen sollte, wenn sich die schlechte Kritik häuft. Sich ein anderes Hobby suchen oder einen guten Lektor leisten. Da ich das Gefühl habe, dass Letzteres für die Überzeugungstäter nicht in Frage kommt (bedeutet es doch sich ernster Kritik auszusetzen) wird man sich wohl noch sehr lange über die verzweifelten Werbepostings amüsieren, wundern oder ärgern, die beinahe stündlich auf Facebook oder Twitter in den Äther gesendet werden.

Werbung hilft – nicht

Um eines klarzustellen: Werbung ist notwendig! Aber Schrott wird nicht besser, auch wenn man ihn unentwegt anpreist. Um nicht unglaubwürdig zu sein, habe ich mir ein Buch geleistet, dass im Eigenverlag und – wie ich zuerst vermuten und später erfahren konnte – ohne jegliche Einflussnahme kompetenter Testleser oder Lektoren zustande gekommen war. Lustige Dialoge, klischeehafte Protagonisten, vorhersehbare Handlungsabläufe, Wortwiederholungen und absonderliche Wendungen, die keinerlei Sinn ergaben und später auch keine Berücksichtigung im Lauf der wild dahingaloppierenden Geschichte fand, durfte ich bei der Erkundung dieses neuen Fantasy Kosmos erleben. Zum Lachen, wenn es nur nicht so Bierernst gemeint wäre.
Das hat mich letztendlich dazu veranlasst meinen Senf dazuzugeben. Denn – wen zitiere ich hier eigentlich ? – „Das Leben ist zu kurz um sie mit schlechten Büchern zu verbringen.“

Ein paar Ratschläge

Hier einige Tipps, die nur für den normalbegabten Schreiberling gelten. Supertalente unter den Autoren haben das nicht nötig. Die finden ihren Weg in den Olymp der Schriftsteller, ganz ohne die die Klugscheisserei von Leuten wie mir.

1. Leistet euch einen Lektor!
Wenn jemand sagt, das sei zu teuer, dann ist sein Geschreibsel offenbar auch keinen Cent wert. Wenn er meint er wisse schon alles über Stil, Rechtschreibung und Textgestaltung, wird ihn die Zusammenarbeit mit einem Lektor schnell auf den Boden der Tatsachen zurückführen und ihm helfen sein Talent realistisch zu bewerten. Wer das schafft hat schon einen grossen und richtigen Schritt gewagt.

2. Kritik annehmen.
Daran hapert es wohl am meisten. Betrachtet der Autor seine Ergüsse doch als den Nektar und das Ambrosia seines bewegten Geistes, die über alle Zweifel erhaben sein müssen und deren göttliche Schmackhaftigkeit jeder Leser kritiklos anzuerkennen hat.
Wer sich berechtigter Kritik stellen kann und sie beim Schreiben berücksichtigt, hat den Pfad der Weisheit betreten.

3. Verlag suchen.
Eigenverleger werden jetzt bestimmt aufschreien. Ich habe auch nichts gegen Eigenverleger. Ist ne tolle Sache, wenn es funktioniert. In der Regel haben die Autoren jedoch nicht genügend Zeit sich um das Geschäftliche zu kümmern. Ich jedenfalls kann das nicht. Ein Verlag (ein guter Verlag) macht Werbung, organisiert, kennt sich auf dem Markt aus, ermittelt Trends, bedient Ebook-Plattformen und hat – vor allem – einen Leserstamm und nützliche Kontakte zu Bloggern, Lesekreisen, etc. Wer plant einen Eigenverlag aufzubauen, wird sich mit all diesem Beiwerk beschäftigen müssen, was Zeit und Energie in Anspruch nimmt, die dann für das Schreiben abgeht.

 

HOW TO REACT ON BAD CRITICS

ENGLISH

Things an author should consider, if more negative criticism rises. Finding another hobby or getting a good editor. Since I have the feeling that the latter is out of the question for those with conviction (after all, it means exposing oneself to serious criticism), one will probably be amused, surprised or annoyed for a very long time to come by the desperate advertising postings that are sent into the ether on Facebook or Twitter almost every hour.

Advertising will help – not

Let’s get one thing straight: Advertising is necessary! But junk doesn’t get any better, even if you advertise it incessantly. And in order not to be untrustworthy, I afforded a book that was self-published and – as I first suspected and later learned – without any influence from competent test readers or editors. There appear Funny dialogues, clichéd protagonists, predictable plots, repetition of words. Outlandish twists came up that made no sense and later found no consideration in the course of the wildly galloping story, i was allowed to experience in the exploration of this new fantasy cosmos. Laughable, if only it wasn’t meant to be serious like hell. With a wise editor this work could be a very funny Satire.
That’s what finally prompted me to add my two cents. Because – who am I actually quoting here ? – “Life is too short to spend it reading bad books.”

A few pieces of advice

Here are some tips that apply only to the normally gifted scribbler. Super talented writers don’t need this. They will find their way to the Olympus of writers, without the smart-ass attitude of people like me.

  1. hire an editor!
    If someone says it’s too expensive, then his writing obviously isn’t worth a dime either. If he thinks he already knows everything about style, spelling, and copywriting, working with an editor will quickly bring him back down to earth and help him evaluate his talent realistically. If you can do that, you’ve already taken a big and right step.
  2. accept criticism.
    This is probably the most difficult part. The author regards his outpourings as the nectar and ambrosia of his moving spirit, which must be beyond all doubt and whose divine palatability every reader must acknowledge without criticism.
    He who can face justified criticism and take it into account in his writing has entered the path of wisdom.
  3. seek for publishers.
    Self-publishers are bound to cry out now. I have nothing against self-publishers. It’s a great thing when it works. But usually authors don’t have enough time to take care of business. I for one can’t. A publisher (a good publisher) advertises, organizes, knows the market, identifies trends, serves ebook platforms and – most importantly – has a reader base and useful contacts with bloggers, reading groups, etc. Anyone planning to set up a self-publishing company will have to deal with all this ancillary work, which takes up time and energy that then goes into writing.

So much for my experience.

Hier gibt es Gratis und Sonderangebote!

Hin und wieder entschließe ich mich einige meiner Romane gratis oder zum Preis von 99.- Cent anzubieten.

Ein fröhliches, glückseeliges und erfolgreiches neues Jahr 2022

Ich hoffe es wird für uns alle ein besseres Jahr, als die vergangenen Zwei. Die Situation verlangt uns viel ab. Ein kleines Virus, mit großem Effekt. Bedeutet der Umgkehrschluss, dass es bei größeren Unglück kleinere Probleme geben wird? Der Einschlag eines 10km Asteroiden eventuell?

Ok. Spass beiseite. Man soll den Teufel nicht an die Wand malen.

Zumindest geht es mit dem Schreiben an NOMADS gut weiter. Allerdings gab es auch coronabedingte Probleme, die mir das Verfassen meiner Texte schwergemacht haben. Weniger mit dem Schreiben ansich, als vielmehr mit den Begleitumständen. So war der Zugang, zu meinem Lieblicngscafe, wo ich mich oft zur Textkomposition zurückziehe, nicht uneingeschränkt möglich.

Wie auch immer. NOMADS 12 nähert sich seiner Vollendung und wird in den nächsten 2 Monaten erhältlich sein.

Auch Mexico!

Meine englischen Übersetzungen der NOMADS Reihe finden weltweit anklang. Meine Leserschaft teilt sich auf in 43% deutschsprachige Leser und 57% englischsprachige, bzw. internationale Leser. Mexico ist mit 13% bei den Internationalen Lesern dabei.

Ich freue mich sehr.

Star Wars – Meine Liebe / Star Wars – my love

Als ich Star Wars 1978 in einem deutschen Kleinstadtkino sah, wusste ich sofort, wohin sich mein Leben bewegen würde. Mir wurde gegenwärtig, dass es eine Welt jenseits unserer Realität gibt. Die Welt der Fantasie. Eine lebendige, gewaltige und gefähliche Welt, die den kreativen Geist aus den konservativen Bahnen wirft und ihn auf unsichere, künstlerische Wege führt. Dem Schreiben konnte ich als Schüler bis zu diesem Zeitpunkt nichts abgewinnen. Nun aber sah ich darin eine Möglichkeit meine überbordende Vorstellungskraft auf Papier zu bannen und sie anderen näherzubringen. Schreiben wurde von einer lästigen und anstrengenen Prozedur zu einem grandiosen und schier übernatürlichen Mittel, fantastische Abenteuer zum Leben zu erwecken. Neben einigen begeisterten Lesern meiner ersten Geschichten, die ich im alter von 11 Jahren schrieb, erntete ich von bodenstänigeren Zeitgenossen besorgte Kommentare, und prophetische Vorhersagen über ein unstetes, brotloses und skandalöses Leben als Künstler. Zudem schwebte mir jenerzeit auch vor, mich in der Filmbranche zu betätigen. Ein Vorhaben, dass in meiner Familie keinerlei Unterstützung fand. Wie auch immer. Ich beschloss meine eigenen Geschichten zu schreiben und anstatt einer Kinoleinwand wählte ich die Seiten von Büchern, um meiner Fantasie Ausdruck zu verleihen. Inzwischen habe ich 11 Bücher in der NOMADS Serie, 4 Romane in der NOMADS LEGACY Reihe und 5 Legacy Kurzgeschichten, die im selben Kosmos spielen. In dieser Spaceopera folge ich dem Muster, das ich in Star Wars kennengelernt habe. Die klassische Heldenreise, welche alle Protagonisten in die tiefsten Abgründe und zu den höchsten Triumphen führt. Es macht Spass immer neue Welten und Schauplätze zu erschaffen, die den Leser in ein fremdes, beinahe magisches Reich entführen. Ganz besonders stolz bin ich auf den Planeten Dostra, dessen extreme Umaufbahn ihn im Winter zu Eis erstarren lässt und ihm einen Sommer beschert in dem Temperaturen herrschen, die Blei zum schmelzen bringen. In der Einsamkeit Dostras stranden die Helden und ein Überlebenskampf beginnt. Während der Winter zu ende geht und die ersten Feuerstürme als Vorboten des Sommers über den Planeten fegen, machen sich die Helden auf den beschwerlichen Weg zurück zur Basis. Es hat mir viel Freude bereitet, diese Passage zu inszenieren und die Konflikte zu beschreiben, die sich während der Reise entwickeln. Ich bin George Lucas sehr dankbar, dass er gezeigt hat, was Fantasie alles kann.

When I saw Star Wars in a small-town German movie theater in 1978, I knew immediately where my life was headed. I became aware that there was a world beyond our reality. The world of fantasy. A vivid, powerful, and dangerous world that throws the creative mind off its conservative tracks and leads it down uncertain, artistic paths. As a student, I had not been interested in writing up to that point. Now, however, I saw it as a way to capture my overflowing imagination on paper and bring it to others. Writing went from being a tedious and exhausting procedure to a terrific and almost supernatural means of bringing fantastic adventures to life. Besides some enthusiastic readers of my first stories, which I wrote at the age of 11, I received concerned comments from more down-to-earth contemporaries, and prophetic predictions about an unsteady, breadless and scandalous life as an artist. In addition, at that time I was also thinking of working in the film industry. A plan that found no support in my family. However. I decided to write my own stories and instead of a movie screen I chose the pages of books to express my imagination. I now have 11 books in the NOMADS series, 4 novels in the NOMADS LEGACY series, and 5 Legacy short stories set in the same cosmos. In this space opera, I’m following the pattern I learned in Star Wars. The classic hero’s journey, which leads all protagonists into the deepest abysses and to the highest triumphs. It’s always fun to create new worlds and settings that take the reader into a strange, almost magical realm. I am especially proud of the planet Dostra, whose extreme orbit turns it to ice in winter and gives it a summer with temperatures that melt lead. In the loneliness of Dostra, the heroes are stranded and a struggle for survival begins. As winter ends and the first firestorms sweep across the planet as harbingers of summer, the heroes make the arduous journey back to base. I enjoyed directing this passage and describing the conflicts that develop during the journey. I’m very grateful to George Lucas for showing what fantasy can do.

Textpassage Outlanders Legacy 2 – Welten in Flammen

Tamiel Magua konnte über die Größe des Schlachtschiffes nur staunen, dass da im Orbit über ihren Köpfen hing. Wie ein kleiner Mond prangte es am Himmel einer tropischen Welt, deren blauer Himmel von kleinen weißen Wolken gesprenkelt war. Eingerahmt wurde der Blick auf das Schiff, von den Kronen palmenartiger Bäume. Die Blätter raschelten im Wind der nahen Küste, von woher das Geräusch einer starken Brandung an Maguas Ohren drang. Salzgeruch und der Duft von Algen wehte um seine Nase. Ein wunderbarer Ort, um der Welt zu entfliehen, überlegte er, wäre es nicht ein verdammtes Piratennest.
„Warum hast du das Schiff Sakura genannt?“, wollte Tam Magua wissen.
Seine Frage war an eine dunkelhaarige Frau gerichtet, die auf einer roten Decke im Sand saß und sich zahlreichen Hologrammen widmete, die sie wie bunte Geister vor ihr schwebten. Sie wirkte sehr beschäftigt und hatte keinen Blick für den Ozean, oder den Strand, an den türkisblaue Wellen spülten.
„Sag!“, forderte Magua auf. „Warum dieser Name?“
Die Frau hieß Zeelona. Anführerin der großen Piratenclans, weswegen man sie auch Piratenkönigin nannte. Sie richtete den Blick ihrer großen, braunen Augen auf den imperialen Agenten, löste beiläufig die Spange, die ihre Haare zusammenhielt und entließ damit eine wahre Lockenpracht, die über ihre bloßen Schultern floss.
„Sakura?“, fragte sie verwundert.
„Ja.“
„Gefällt dir der Name nicht?“
„Er ist hübsch. Aber kennst du seine Bedeutung?“
„Ich wusste nicht, dass er eine Bedeutung hat.“
Magua lehnte sich an eine der Palmen und beobachtete die Brandung. In der Nähe stand eine Raumfähre auf dem Strand, in dessen Schatten sich Zeelonas Gefolge aufhielt. Eine bunte Schar von Menschen, Akkato und anderen Spezies, mit denen allesamt nicht zu spaßen war. Der Agent kannte Zeelona und ihre Leute jetzt schon seit einiger Zeit. Nachdem Magua aus dem Koliussektor zurückgekehrt war, gehörte es zu Maguas erstem Auftrag, Kontakt zu den Piraten-Clans herzustellen. Es galt Vertrauen zwischen den Piraten und dem Thron zu schaffen. Nachdem die Mission im Koliussektor beendet war, meinte der Kaiser, in Magua den richtigen Mann dafür gefunden zu haben. Einen Mann, der lange genug unter Gesindel zugebrachte hatte, um sich in deren Denkweise hineinzuversetzen.
Er sah wieder hinauf zur Sakura.Von den Formen her erinnerte das Schiff stark an eine kaiserliche Fregatte, die man hier und da stark modifiziert hatte. Er zweifelte nicht daran, dass die Konstrukteure sich an Bauplänen des Imperiums orientiert hatten, als sie dieses Monster schufen.
„Sakura“, begann Magua zu erklären. „Das ist ein Begriff von der alten Erde. Er beschreibt die kurze Periode der Kirschblüte. Eine bedeutungsvolle Phase von Werden und Vergehen. Wobei der Gedanke von vergänglicher Pracht im Vordergrund steht.“
„Was sie alles wissen“, spöttelte Zeelona.
Magua warft einen kurzen Blick auf die Brandung, ehe er die Piratenkönigin ansah. „War nur so ein Gedanke.“
„Sind sie abergläubisch?“
„Nein.“
„Hörte sich aber so an.“
„Ich frage mich manchmal, welche unbewussten Zusammenhänge wir für uns selbst erschaffen. Oft geht uns hinterher ein Licht auf und man fragt sich, wie man das übersehen konnte.“
Zeelona schüttelte den Kopf. „Das Schiff hat nur einen Zusammenhang. Einen Zusammenhang, den wir dem Kaiser als einen ersten Beweis für unseren guten Willen geben wollen.“
„Und?“
„Die Sacura ist ein Beutestück“, führte Zeelona aus. „Es fiel uns in die Hände, als wir eine entlegene Minenwelt überfallen haben. Dort gibt es eine geheime Werft, in der man solche Schiffe herstellt. Zumindest einen der großen Pötte. Und den habe ich mir gesichert. Das Design dürfte ihnen bekannt sein.“
„Imperiale Fregatte. Maxima-Klasse“, sagte Magua. „Man hat nur wenige davon gebaut.“
„Dennoch stellt der Bau eines solchen Schiffes einen Affront gegen die kaiserlichen Bestimmungen dar, oder nicht? Verrat. Ich bin mir da ziemlich sicher, dass ihr Dienstherr das ebenso sieht.“
„Wer ist der Verräter?“
„Graf Bandor.“
Magua versuchte seine Überraschung zu verbergen, was ihm offenbar nicht so gut gelang, wie er es sich wünschte. Jedenfalls grinste Zeelona überlegen und wendete sich wieder einigen der Hologramme zu. Der Darstellung eines Planetensystems, in dem sich ein Teil ihrer Flotte aufhielt, um Beute zu machen.
„Eine wertvolle Information, wie ich sehe“, bemerkte Zeelona beiläufig. „Und jetzt sollten Sie allmählich die Katze aus dem Sack lassen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass uns der Kaiser Amnestie gewähren will, wenn wir für ihn Geleitschutz bereitstellen sollen, anstatt die Schiffe zu überfallen. Die geheimen Zahlungen an die Großkapitäne.“ Sie sah kurz zu Magua hinüber. „Ich habe das mal nicht weitergegeben. Solche Zahlungen sind für Verräter oder für imperiale Kapitäne akzeptabel, aber unter der Besatzung von Freibeuterschiffen, wäre das ein Grund den Captain über Bord gehen zu lassen. Bei uns muss jeder was vom Kuchen abbekommen. Dennoch hat mich dieses Angebot überrascht. Es würde den Staatsschatz doch erheblich schmälern. Ich frage mich, wozu der Kaiser eine Art Phantomflotte braucht. Gehen ihm die Ressourcen aus?“
Magua hatte Anweisung, nicht sofort mit dem ganzen Plan herauszurücken. Jetzt schien der Zeitpunkt dafür gekommen zu sein.
„Es geht um die Zerschlagung des GHOST-Konglomerats“, offenbarte Magua. „Die Verbrecher üben immer mehr Einfluss auf das Leben in Asgaroon aus. Das muss ein Ende haben.“
„Diese Leute haben keine Flotten, gegen die man kämpfen könnte“, warf Zeelona ein.
„Richtig. Obwohl sie natürlich auch über Schiffe verfügen, die sie für ihre Zwecke nutzen. Und es sind tatsächlich mehr, als du vielleicht glaubst. Uns geht es um die Strukturen. Für unsere Agenten ist es fast unmöglich, die Hierarchie der Schirku zu durchleuchten, geschweige denn in sie einzudringen.“
„Sie brauchen Abschaum, denen die Schirku Vertrauen entgegenbringen.“
Magua biss sich auf die Zunge. Zeelona gebrauchte beinahe dieselben Worte, die auch der Kaiser benutzt hatte. „Ich will es so ausdrücken. Ihr habt einen gewissen Vertrauensvorschuss, weil ihr denselben Feind habt.“
„Elegant ausgewichen.“
„Der Kaiser hat einen Brocken in den Raum geworfen, der für GHOST interessant sein könnte. Darüber hinaus für jeden, der über genügend Weitsicht verfügt.“
Zeelona sah neugierig aus. Endlich schaltete sie alle Hologramme ab und widmete Magua ihre gesamte Aufmerksamkeit.
„Scutra“, sagte Magua. „Sculpa Trax. Das ganze System.“
Zeelonas Gesichtsausdruck war schwer zu ergründen. Entweder war sie enttäuscht, oder kalkulierte gerade den Gewinn.

Die Greifer. Eine neue Truppe auf der Durana

Victor Morell beobachte die Akkatos eine Weile dabei, wie sie in Joru Kabaras Schiff herumstöberten. Das Schiff stand schon etliche Tage in einer Landebucht herum, ohne dass Kabara oder einer seiner Mitarbeiter aufgetaucht wären. Für Morell war der Akkato, was dessen Auffälligkeit im Vergehensregister anging, ein Unbekannter. Unverdächtig, bis zu seinem Verschwinden. Auch dass wäre für sich genommen kein Faktor gewesen, ihn auf die Liste diverser Subjekte zu setzen. Es gab viele Möglichkeiten, eine Weile auf der Durana unterzutauchen und sich die Zeit zu vertreiben. Auch dass gleich mehrere Akkato abgängig waren, die zu Kabaras Crew gehörten und sich um das Schiff kümmern sollten, rechtfertigte den Einsatz der Greifer nicht. Man hatte weder Leichen gefunden, noch war eine Vermisstenmeldung eingegangen. Morell beschlich der Verdacht, dass hier gerade jemand kalte Füße bekam und etwas vertuschen oder sich Klarheit verschaffen wollte. Henderson und Rice womöglich, die in allerlei zwielichtige Geschäfte verwickelt waren, wenn man denn den Gerüchten glauben schenkte. Gewiss gab es Personen, die für die Beiden wichtig waren und auf die sie ein Auge hatten. Er vermutete, dass ein Spitzel der Hafenbehörde Henderson und Rice informiert hatte, die dann gewisse Schritte des Dienstweges übersprungen, die Polizei außenvorgelassen und sofort die Greifer alarmiert hatten. Anders war die Sache nicht zu erklären. Auch die Eile nicht, die die Akkato dabei an den Tag legten.
Pito Raduk, ein Akkato, mit dem er seit einigen Monaten zusammenarbeitete, leitete den Einsatz. Bei aller Hast, achtete er auf Gründlichkeit und nahm sich die Zeit, seinen Leuten genau auf die Finger zu sehen. Einer Mannschaft, die zusammen mit Morell und Raduk aus drei Akkato und drei Menschen bestand. Morell schätze die Gewissenhaftigkeit des Akkato, der nicht leicht aus der Ruhe zu bringen war, nun aber doch Anzeichen von Nervosität und Angespanntheit zeigte. Entweder wusste er mehr über die Angelegenheit, oder es waren seine Schlussfolgerungen, die ihm Sorge machten. Wie auch immer. Morell würde nichts aus ihm herausbringen. Der schwarzmähnige Hüne war ein Bollwerk an Verschwiegenheit, der nur selten einen Verdacht äusserte oder über seine Gefühle sprach. Ein schweigsamer Charakter, der nur selten den Mund aufmachte und sich Vertraulichkeiten verbat.
Morell war seit gut sieben Jahren bei den Greifern und hatte viele unterschiedliche Teams kennengelernt. Somit gehörte er genau genommen zu den Veteranen der Truppe, die mit wenig Skrupeln behaftet, gegen alle Arten von Verbrechern auf der Durana vorging. In den letzten Jahren, war die Abteilung stetig angewachsen. Ein indirekter Beweis für den Verfall der Sitten auf dem riesigen hölzernen Sarg, der seit einem Jahrzehnt durch die Schwärze des Weltalls trieb.

Outlanders 9 – Verräter und Rebellen (unlektorierter Textauszug)

Viel Behördenkram zu erledigen. Kaum Zeit zum Schreiben. Dennoch habe ich eine Passage zuende gebracht.

Der Akkato war nicht alleine. Zusammen mit drei anderen Artgenossen stand er im Schein einiger Schwebelichter zwischen einem Stapel Kisten und wartete darauf, seine Lieferung an den Empfänger zu übergeben. Er zeigte keinen Ärger, obwohl die letzten Verhandlungen, die dieses Geschäft betrafen, hitzig verlaufen waren und mit einem Kompromiss endeten, den er nur widerwillig akzeptiert hatte. Auch die dunkle Umgebung, in einem der verlassenen Teile der Durana, schien ihm nicht aufs Gemüt zu schlagen. Dawid Andracek hingegen fühlte sich unwohl. Er hasste das Schiff, auf dem er nun seit fast zehn Jahren gefangen war. Er hasste den Modergeruch, der von Tag zu Tag unerträglicher wurde. Er hasste die fließenden Formen der Konstruktion, die ihn an das Innere eines verrottenden Baumes erinnerte. Manchmal fragte er sich, ob er der Einzige war, der diese Veränderung bemerkte. Oder war das seiner guten Nase zu verdanken, die ihm auf der Erde den Ruf eines exzellenten Weinkenners eingebracht hatte und ihn jetzt wissen ließ, dass er in einem fauligen Fass durchs Weltall trieb. Das Pantaholz schützte zwar vor der kohärenten Weltraumstrahlung und nahm dabei sogar an Widerstandkraft zu. Doch die Feuchtigkeit aus der Atemluft von abermillionen Besatzungsmitgliedern, begann ihm zuzusetzen. Und in diesem Teil der Durana war das deutlicher zu spüren als in anderen Sektoren des Schiffes. Er hasste es, wenn das Kondenswasser von der Decke tropfe, und ihm, wie jetzt gerade in den Kargen fiel. Und obwohl er all das verabscheute, war dies mehr und mehr zu seiner gewohnten Umgebung geworden.
Er war gerade vierzig geworden, als er sich dem Aufruf folgte, sich den Akkato im Kampf gegen die Keymon anzuschließen. Damals fiel es ihm noch leicht, mit den Umständen fertig zu werden. Wenn er jetzt in den Spiegel sah, fiel sein Blick auf die zahlreichen Sorgenfalten, die sich in sein schmales Gesicht gegraben hatten. Die tiefliegenden, blauen Augen hatten nach zehn Jahren der Entbehrungen an Strahlkraft eingebüßt.
Mit den Freunden, die in den Kämpfen fielen, gingen auch die Illusionen verloren, die ihn über die Jahre mit Hoffnung erfüllten. Die Hoffnung auf eine Zukunft zwischen den Welten Asgaroons. Ein Traum, der mehr und mehr verblasste. Nur das Monster, dass ihn in die Schlacht begleitete war ihm geblieben. Wenn Andracek ihn nicht gerade in die Schlacht rief, hielt sich Yiran, sein Splinter, für gewöhnlich hier auf. Das passende Habitat für ein Ungeheuer, überlegte er. Eine feuchte, finstere Drachenhöhle. Auch wenn diese Kreatur ein Teil von ihm war, fiel es ihm schwerer als den meisten Menschen, eine Beziehung zu diesem Wesen aufzubauen. Dennoch. Im Augenblick schätzte er die Gewissheit, dass sein monströser Beschützer ganz in der Nähe war, um einzugreifen, sollte es gefährlich werden. Mehr als seinen Begleitern, die zu den fähigsten Kriegern seiner Einheit gehörten, vertraute er auf die Krallen und Zähne von Yiran, die ihm mehr als einmal das Leben gerettet hatten.
„Andrasch!“, knurrte der Akkato, als der Mensch und dessen Kameraden in den Schein der Schwebeleuchter traten. „Wir haben mitgebracht, was du wolltest.“ Er öffnete eine der Kisten, in der sich Gewehre und Pistolen befanden. „Die Munition ist natürlich auch dabei. Und das Risiko, dass ich bei der ganzen Sache eingehe, schwebt über unseren Köpfen.“
Das Joru Kabara das Offensichtliche so betonte, verärgerte Andracek. Genauer gesagt rief es Besorgnis in ihm hervor. „Haben wir darüber nicht eingehend verhandelt?“
Der Akkato warf einen geflissentlichen Blick auf den Inhalt der Behälter, die die Menschen vor seine Füsse gestellt und geöffnet hatten. Im Licht der Lampen glänzten die pechschwarze Gothrekschuppen, mit denen sie gefüllt waren. „Ich möchte nachverhandeln.“
Genau das hatte Andracek befürchtet. „Wir hatten uns geeinigt.“
Der Pferdekopf schnaubte verächtlich. „Ich frage mich, was dir deine Ideale wert sind.“
„Das kannst du getrost meine Sorge sein lassen.“
„Womöglich gibt es andere, die ihren Zielen weit größeren Wert beimessen.“
Einer von Andraceks Begleitern drängte sich an ihm vorbei. „Du verrätst deine eigenen Leute und wagst es uns zu belehren?“
Andracek hob beschwichtigend die Hand. „Wir wollen nicht ermitteln, wer von uns die besseren Ideale hat. Hier geht es nur ums Geschäft.“
„Das ist die Sprache, die jeder in der Galaxis versteht“, sagte Joru Kabara. „Sollte Euch eure Flucht von der Durana gelingen, müsst ihr lernen sie zu sprechen. Gewöhnt euch schon mal dran.“
„Das wird uns leichter fallen als Sie vielleicht denken.“ Dawid Andracek verschränkte die Arme vor der Brust. „Wir haben natürlich einen großen Vorrat an Gothrekschuppen, wenn es das ist, was du möchtest. Du willst also mehr als ausgemacht? Kein Problem. Ich werde mich darum kümmern.“
Der Akkato zeigte sich unbeeindruckt.
„Auch Fangzähne haben wir, die seltener sind“, bot Andracek an. „Hier und da auch etwas Edelmetall, dass die Kameraden aufgesammelt haben und an Bord schmuggeln konnten.“
„Diamanten“, unterbrach der Waffenschieber. „Kachu. Oponi-Diamanten.“
„Wir haben so etwas nicht.“
Kabara trat so nahe an den Menschen heran, dass dieser zu ihm aufsehen musste. „Ich weiss, dass ihr sie habt.“
Andracek besaß keinen einzigen Edelstein. Geschweige denn, einen Diamanten aus Oponiproduktion. Er wusste auch nicht, wer solche Steine besitzen konnte. Von den Oponi hörte man ab und zu, aber man begegnete ihnen nie. „Du verlangst einen Preis, den wir nicht zahlen können.“
„Du musst nur ein wenig mehr Einsatz zeigen. Schließlich tue ich das ja auch. Und ich brauche etwas, das mein Gewissen beruhigt.“
„Was soll das heißen?“
„Die Loyalität zu meinen Vorgesetzten ist nicht so leicht auszulöschen. Ich fühle mich noch immer verpflichtet. Aber ich bin auch gläubig. Ich sehe Euer Auftauchen, als den Fingerzeig Otayns. Und den Neuen Zweig als einen richtigen Weg. Als einen Pfad, von Otayn für eure und unsere Rasse verfügt. Du siehst also, in was für einem Zwiespalt ich mich befinde.“
„Und dieser Zwiespalt muss mit gepresstem Kohlenstoff gefüllt werden.“
Der Akkato grinste breit.
Andracek grinste zurück. „Unsere Spezies sind gar nicht so verschieden. Wir werden die “Sprache“, von der Sie geredet haben gut zu sprechen wissen.“
„Wir nehmen die Waffen wieder mit.“ Kabara schloss die Kiste. „Wenn ihr die Diamanten habt, kommen wir bestimmt ins Geschäft.“
Andracek zog eine kleine Pistole aus der Innentasche seiner Jacke. „Ich kann nicht zulassen, dass du mit unseren Waffen verschwindest.“
„Euren Waffen?“
„Du hast die Ware gebracht. Die Bezahlung ist hier. Der Deal ist damit erledigt, oder willst du einen Beleg?“ Andracek hoffte insgeheim, dass Yiran aus einer dunklen Ecke hervorspringen und dem Akkato an die Gurgel gehen würde. Aber der Gothrek rührte sich nicht. Auch die Emotionen des Splinters vermochte er nicht wahrzunehmen.
Kabara gab sich gleichgültig. „Was soll das werden? Möchtest du Probleme mit den Greifern bekommen?“
Bei den Greifern handelte es sich um Kommissare. Menschen und Akkato gehörten dieser Einheit an. Ausgerüstet mit weitreichenden Befugnissen und ohne Skrupel, ermittelten sie bei Kapitalverbrechen.
„Die Probleme unter der Besatzung haben zugenommen“, bemerkte Andracek. „Die Ermittler kommen kaum noch mit der Arbeit nach. Du wärst nur ein Fall von Vielen.“
Kabara ging mit geballten Fäusten auf Andracek zu, als der Schuss fiel. Der Akkato sank mit ausdruckslosem Gesicht zu Boden und noch ehe seine Begleiter reagieren konnten fiel eine Horde Gothreks über sie her. Das Gemetzel dauerte nur ein paar Sekunden, dann lagen vier weitere tote Akkato vor Andraceks Füssen.
Eine Frau in Andraceks Alter, mit kurzen grauen Haaren, stellte sich an seine Seite. Angela Brady. Sie betrachtete die Szene eine Weile und scheuchte ihren Splinter zurück ins Dunkel. „Das geht vielleicht als Notwehr durch“, meinte sie mit gelassenem Tonfall. „Aber für dich sieht es nicht gut aus.“
Andracek konnte nicht widersprechen. „Ihr hängt da alle mit drin“, konterte er. „Sammelt die Knarren ein und bringt sie ins Versteck.“
„Was machen wir mit den Leichen?“
„Vorschläge?“
„Ich kenne da einen Bereich. Wabenkammer nenne ich ihn. Da ist es kalt und es sieht nicht so aus, als würde da in den nächsten Jahren mal was eingebaut werden.“
Dawid Andracek bedauerte den Vorfall. Warum der Akkato plötzlich mit unerfüllbaren Forderungen aufwartete, erschien ihm rätselhaft, widersprüchlich. Durch Kabaras Hilfe strotzte das Waffenarsenal der Truppe, die Andracek befehligte, vor Waffen und Munition. Die vielen Transaktionen liefen reibungslos und es hätte noch eine ganze Zeit so weitergehen können. Es grenzte an ein Wunder, dass ihnen noch niemand auf die Schliche gekommen war. Mehr als einmal beschlich Andracek der Verdacht, dass jemand seine schützende Hand über die Vorgänge hielt. Konnte es sein, dass Kabara plötzlich kalte Füße bekommen hatte, sich noch einen fetten Fisch an Land ziehen und aus dem Staub machen wollte, ehe die Angelegenheit aufflog? Mit einem Mal fühlte sich Andracek beobachtet. Ein Gefühl der Unsicherheit überkam ihn.
„Wir werden bald handeln müssen“, kam es unvermittelt über seine Lippen. „Vielleicht schneller als uns lieb sein kann.“
Angela seufzte. „Wir sind noch nicht so weit“, warf sie ein. „Die anderen Parteien machen mir Sorgen. Die Verhandlungen. Die sind ein Witz. Und alleine losschlagen? Das wäre doch Wahnsinn.“
„Dann müssen wir die Verhandlungen eben intensivieren.“ Andracek schwindelte es angesichts der Aufgabe, Horden von Meuterern zu einer Zusammenarbeit zu bewegen. Aber es gab keinen anderen Weg. Alle Gruppen, die sich gegen die Akkato Wenden und die Durana unter Kontrolle bringen wollten, mussten sich unter einem Banner vereinen.
„Soll ich Unterhändler schicken?“
„Ja. Je schneller desto besser.“

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