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Auf www.allanjstark.com geht es wie gewohnt weiter, mit Neuigkeiten, Tipps und Anregungen zum Thema Phantastik.

Grüße 

Euer Allan/Andy

Perry Rhodan Stammtisch Aftermath!

GERMAN

Wie nennt man das Resümieren auf Neudeutsch? Aftermath? Ja. Ich denke so nennt man das. Ich befinde mich also im Aftermath. Hierbei lasse ich alle Informationen Revuepassieren, die ich an diesem Abend erhielt.

Neue Pläne

Ich überlege ernsthaft, ob ich mich einer weiteren Serie widmen soll, die sich weniger mit politisch, philosophischen Fragen beschäftigt. Jedenfalls nicht zu Beginn. Mir schwebt eine Reihe von ca. 10 Romanen a 200 Seiten vor. Es geht um eine Flotte, aus acht Schiffen. Einem großen Kommandoschiff und sieben Begleitern. Sie sind im Auftrag einer nicht näher beschriebenen Macht unterwegs, um rebellierende Welten in die Knie zu zwingen. Mir schwebt ein hartgesottenes Team von ca. 10 Menschen vor, die Befehle ausführen ohne zu fragen und erst schießen, bevor sie sich Gedanken machen was sie da eigentlich machen. Im ersten Drittel kümmert die Protagonisten ihr Tun wenig, bis garnicht. Zum Ende hin treten immer größerer Spannungen auf und jeder Einzelne muss sich entscheiden.

Ok. Es ist ein absehbarer Plott. Aber die meisten Geschichten folgen den gängigen Schemata. Wichtig ist nur, sie mit Protagonisten zu erzählen, die durch ihre Zeichnung fesseln und den Leser dazu anmieren am Ball zu bleiben. Im Gegensatz zu vielen meiner Freunde, macht es mir nichts aus Teile einer Geschichte zu erfahren oder sogar ihren Ausgang. Für mich besteht das Interesse darin zu verfolgen, wie es dazu kam. Mir gefallen die inneren Konflikte einer Person. Das Setting des Charakters und wie er sich behauptet, oder ob er bricht. Ich finde es spannend einen Protagonisten mit starker religiöser Gesinnung zu erschaffen, der plötzlich mit ethischen Fragen konfrontiert wird, die seine Glaubenssätze in Frage stellen. Oder genau das Gegenteil. Ein Mensch ohne moralische Grundsätze, der nach und nach zu der Überzeugung gelangt, ohne feste Wertvorstellungen nicht überleben zu können. Diese Personen möchte ich in ein Raumschiff zusammenpferchen und auf eine Mission schicken, die sie an ihre Grenzen bringt. Etwas ähnliches bechreibe ich zwar schon in NOMADS. Aber ich hätte Spass daran, eine Story zu schreiben, die etwas radikaler mit ihren Protagonisten umgeht.

So ein Stammtisch, bei dem man sich über die gemeinsame Liebe an phantstischen Stoffe austauscht, ist wirklich inspirierend.


ENGLISH

What do you call summing up in new German? aftermath? Yes. I think that’s what it’s called. So I am in the aftermath. Here I am reviewing all the information that ihc received that evening.

New plans

I’m seriously considering devoting myself to another series that deals less with political, philosophical issues. At least not at the beginning. I have in mind a series of about 10 novels of 200 pages each. It is about a fleet of eight ships. A large command ship and seven escorts. They are on a mission for an unspecified power to bring rebellious worlds to their knees. I envision a hard-boiled team of about 10 people who follow orders without question and shoot first before thinking about what they are doing. In the first third, the protagonists care little or nothing about their actions. Towards the end, greater and greater tensions arise and each individual must make a decision.

Ok. It’s a predictable plot. But most stories follow the usual schemes. The only important thing is to tell them with protagonists who captivate by their drawing and encourage the reader to stay on the ball. Unlike many of my friends, I don’t mind learning parts of a story or even its outcome. For me, the interest is in following how it came to be. I like the inner conflicts of a character. The setting of the character and how he holds his own, or if he breaks. I find it exciting to create a protagonist with strong religious beliefs who is suddenly confronted with ethical questions that challenge his beliefs. Or just the opposite. A person without moral principles who gradually comes to the conclusion that he cannot survive without firm values. I would like to cram these people into a spaceship and send them on a mission that will push them to their limits. I already write something similar in NOMADS. But I’d have fun writing a story that’s a bit more radical with its protagonists .

Such a gathering of regulars, sharing a common love of phantasmagorical material, is truly inspiring.

NOMADS 12 / Schreib-Update!

Meine Leser werden leider noch etwas warten müssen. NOMADS 12 zu vollenden erweist sich weiterhin als eine Herausforderung. Es ist schwer, alle Handlungsabläufe zusammenzuführen und dabei die Absichten und Motive der einzelnen Protagonisten zu berückschtigen. Ich habe weiterhin einen hohen Anspruch an meine Texte und will nicht riskieren der ganzen Geschichte durch Termindruck und Ungeduld zu schaden. Nichts wünsche ich mir mehr, als Band 12 zu veröffentlichen. Aber ebenso schrecke ich davor zurück, eine Ausgabe mit großen Logikfehlern online zu stellen. Ich käme mir vor wie jemand, der seinen Lesern etwas vor die Füsse wirft und erwartet dass sie es ohne hohe Erwartungen konsumieren.

Wem die NOMADS Serie noch neu ist, kann sich gerne auf meiner Webseite die Romane ansehen. Es gibt auch die Möglichkeit, meine Autorenseite auf Amazon zu besuchen. Dort findet ihr auch meine anderen Bücher, die ich ausserhalb der NOMADS Reihe geschrieben habe.

OUTLANDERS LEGACY 2 Welten in Flammen

Leseprobe.

Ich bin gerade dabei, den zweiten Band der Outlnaders Legacy – Reihe zu überarbeiten. Dabei kam ich zu dem Schluss, dass ich zumindest einer Person noch mehr Hintergrung verleihen muss – Samuel (Sam) Blumfeldt. Hier nun ein Teil der Passage, in der er eine etwas zwielichtige Vergangenheit erhält.

Kapitel 1

Samuel Blumfeldt starrte durch das kreisrunde Bohrloch in die Dunkelheit hinab. Es war nicht das erste Mal, dass er vor dieser Öffnung stand, und zögerte. Wie immer gingen ihm dabei tausend Gedanken durch den Kopf. Ängste, Neugier, Abenteuerlust. Der Wunsch Geheimnisse zu entdecken. Antworten zu finden. Der Drang, alle Bedenken über Bord zu werfen und sich ins Unbekannte zu stürzen war groß. Doch genauso dominant riet ihm eine Stimme zur Besonnenheit. Rief ihm ins Gedächtnis, dass er eine Verantwortung gegenüber seiner Familie trug. Frau und Tochter, von denen er zwar getrennt lebte, die aber dennoch Erwartungen an ihn stellten, die er erfüllen wollte. Seine Karriere, hier auf Scutra, die gerade einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht, und ihn zur rechten Hand des Sektorverwalters erhoben hatte. Diesmal kostete es ihn mehr Überwindung als üblich, das lange Karbonseil zu ergreifen, welches vor ihm die Tiefe baumelte und daran hinunter zu gleiten. Hinab ihn die geheimnisvolle Unterwelt des Hafenplaneten. Das Seil hing von einem dreibeinigen Kran herab, dessen Stelzen sich über dem kreisrunden Abgrund spreizten. Es war eines von etlichen Löchern, das die Digger in die gepanzerte Kruste des Planeten gebohrt hatten. Bei den Diggern handelte es sich um Schatzsucher, die in ständigem Streit mit den imperialen Behörden lagen. Und die kaiserlichen Instanzen sprangen nicht gerade zimperlich mit ihnen um. Hin und wieder hörte man von Gefechten, zwischen größeren Digger Gruppen und imperialen Einheiten. Kein Wunder also, dass man diese Leute von Scutra fernhalten wollte.
Das besondere Interesse der Digger galt Relikten aus dem großen Zeitalter, als der sagenhafte Sargon Asgaroon beherrschte. Und es gab das Gerücht, dass unter der Betondecke von Scutra eine alte Zivilisation verschüttet lag, die es zu erkunden und auszuräubern galt. Für Sam war das inzwischen kein Gerede mehr. Er war oft genug in den Stollen unterwegs gewesen, um die Tatsachen zu kennen.
Sam gehörte nicht zu den Diggern, die plünderten und ihre Funde auf den Märkten der Galaxis verhökerten. Er hatte nie ein Artefakt an sich genommen. Weder um es für sich zu behalten, noch um es in bare Münze zu verwandeln. Aber auch ihn trieb die Abenteuerlust in die unterirdischen Tunnel. Sich in Gefahr zu begeben und für eine Weile dem drögen Alltagsleben zu entkommen, war eine Abwechslung, die er hin und wieder brauchte.
„Bist du zur Statue erstarrt?“
Die Worte rissen Sam aus seinen Gedanken. Sie kamen von einem etwas stämmigen Mann, mit langen grauen Haaren und einem kurzen Bart von gleicher Färbung. Er trug einen grüngrauen Overall, der viele Male geflickt worden war, gesprenkelt von Flecken alter Erde, sowie salzigen Schweißrändern an Kragen und unter den Achseln. Er trug eine speckige lederne Schirmmütze, die in der Mittagsonne einen Schatten über ein Gesicht legte, in dem helle blaue Augen glitzerten. Der Mann, der diese abgewetzten Klamotten seine Diggerhaut nannte, hieß Thomas van Veyden. Sam hatte ihn vor einigen Jahren kennen gelernt, als er die großen Schrottplätze im Hevronsektor nach Ersatzteilen für eine Reparatur durchstöberte. Eine ganze Woche hatte er sich auf dem Schiffsfriedhof herumgetrieben, bis er auf den Alten traf, der gerade aus einem der Schächte stieg. Da dieser sich offenbar ertappt fühlte, unterbreitete er Sam ein Angebot, damit er seine Diggeraktivitäten nicht meldete. Van Veyden behauptete, der Verwalter der gewaltigen Areale zu sein, die mit den Leibern abertausender, verrottender Schiffsleichen gefüllt waren, aber Sam hatte seine Zweifel. Auch später vermochte er nicht herauszufinden, worin van Veydens Funktion eigentlich bestand. Schon möglich, dass er jede Schraube und Niete katalogisierte. Dennoch hielt er es für unwahrscheinlich, dass jemand, der beabsichtigte sich an einem der Wracks zu bedienen, van Veyden erst um Erlaubnis bat. Hin und wieder zerlegte man eines der Schiffsgerippe, um es in den Hochöfen im Norden einzuschmelzen. Natürlich konnte man so eine Aktion nicht ohne erhebliche Formalitäten durchführen. Aber die Prozedur wurde immer von Computern und Robotern erledigt und erfolgte gänzlich ohne menschliches Zutun. Auch Blumfeldts Vorgesetzter verwies nicht auf irgendeine Verwaltungsmaßnahme, als Sam andeutete, sich auf den Schrottplätzen Ersatzteile besorgen zu wollen. Vielleicht hatte der Alte van Veyden hier mal eine Aufgabe erfüllt, doch man schien ihn im Laufe der Zeit einfach vergessen zu haben. Sam wollte es dabei belassen. Es wäre ihm nie in den Sinn gekommen, van Veyden zu verraten. Er zog es jedoch vor, ihn im Unklaren darüber zu lassen und das Angebot, das ihn schließlich in die geheimen Areale der Hafenwelt brachte, anzunehmen.
„Hats dir die Sprache verschlagen“, setzte van Veyden nach.
„Ich grüble nur“, antwortete Samuel Blumfeldt endlich.
„Was gibt es denn zu Grübeln?“
„Ich setzte gerade eine Menge aufs Spiel. Ich könnte in absehbarer Zeit Sektorenleiter werden.“
„Und?“
„Was wenn jemand erfährt, dass ich mich auf Diggerpfaden bewegt und gegen das Gesetz verstoßen habe.“
„Es gibt kein Gesetz gegen das Graben.“
Damit hatte van Veyden recht. Aber es gab auch keine Erlaubnis dafür.
„Ich denke“, fuhr van Veyden fort, „dass man einen Chef mit ein paar dunklen Flecken in seiner Vita, mehr respektiert als langweilige, aalglatte Aufsteiger.“
„Das ist deine Ansicht.“
Van Veyden winkte ab. „Man merkt dir deine Jugend an. Glaub mir, ich weiß, wovon ich spreche.“
Van Veyden schloss die Schnalle seines Gürtels, an dem allerlei Werkzeuge klimperten. Zwei Taschen mit Energiepatronen befanden sich ebenfalls daran. Nahrung für die schwere Plasmapistole, die in ihrem Holster an van Veydens Schenkel hing. Auch Sam hatte eine ähnliche Waffe bei sich, sowie entsprechende Munition.
Digger lebten gefährlich. Man sah sie allgemein als Diebe oder Plünderer an. Samuel Blumfeldt wusste, dass es einen heimlichen Krieg zwischen den Diggern und der Greifertruppe von Scutra gab, die Jagd auf sie machte. Allerdings hielten sich die Aktionen gegen die Abenteuer in Grenzen. Scutra besaß ein gutes Überwachungssystem, das auf Infraschallimpulse reagierte und Signale an die Greifereinheiten sendete, sobald es eine illegale Bohrung detektierte. Zumindest die weniger wohlhabenden Digger wurden regelmäßig von den Greifern gefasst. Die kostspieligen Verschleierungsgeräte, die in der Lage waren, das Abhörsystem zu täuschen, konnten sich nur reiche Digger leisten. Auch Bestechung galt als eine gängige Praxis, doch dafür musste man ebenfalls viel Geld aufbringen.
Sam Blumfeldt musterte das ebenmäßige Bohrloch zu seinen Füssen. Van Veyden hatte es vor zehn Jahren zufällig entdeckt, behauptete er, aber Sam hegte den Verdacht, dass der Alte selber mal Mitglied einer Diggerbande gewesen war. Er hatte ihn einmal danach gefragt, aber van Veyden bestritt, jemals Verbindung zu diesen Leuten gehabt zu haben.
„Also, was ist jetzt?“, wollte van Veyden wissen und ließ seinen Handschlitten um das Karbonseil einrasten. „Ich mach mich jedenfalls auf den Weg.“
Der Alte krallte sich in die Griffe des Gerätes, sprang über die Kante des Loches und sauste in die Tiefe hinab.
Sam schob alle Bedenken beiseite, schloss seine Gleitvorrichtung ebenfalls um das Seil und folgte van Veyden in die Unterwelt. Das kleine Räderwerk in der Apparatur surrte, während das Tageslicht verblasste und die Kälte mit zunehmender Dunkelheit Blumfeldts Körper umschlang.

Die Greifer. Eine neue Truppe auf der Durana

Victor Morell beobachte die Akkatos eine Weile dabei, wie sie in Joru Kabaras Schiff herumstöberten. Das Schiff stand schon etliche Tage in einer Landebucht herum, ohne dass Kabara oder einer seiner Mitarbeiter aufgetaucht wären. Für Morell war der Akkato, was dessen Auffälligkeit im Vergehensregister anging, ein Unbekannter. Unverdächtig, bis zu seinem Verschwinden. Auch dass wäre für sich genommen kein Faktor gewesen, ihn auf die Liste diverser Subjekte zu setzen. Es gab viele Möglichkeiten, eine Weile auf der Durana unterzutauchen und sich die Zeit zu vertreiben. Auch dass gleich mehrere Akkato abgängig waren, die zu Kabaras Crew gehörten und sich um das Schiff kümmern sollten, rechtfertigte den Einsatz der Greifer nicht. Man hatte weder Leichen gefunden, noch war eine Vermisstenmeldung eingegangen. Morell beschlich der Verdacht, dass hier gerade jemand kalte Füße bekam und etwas vertuschen oder sich Klarheit verschaffen wollte. Henderson und Rice womöglich, die in allerlei zwielichtige Geschäfte verwickelt waren, wenn man denn den Gerüchten glauben schenkte. Gewiss gab es Personen, die für die Beiden wichtig waren und auf die sie ein Auge hatten. Er vermutete, dass ein Spitzel der Hafenbehörde Henderson und Rice informiert hatte, die dann gewisse Schritte des Dienstweges übersprungen, die Polizei außenvorgelassen und sofort die Greifer alarmiert hatten. Anders war die Sache nicht zu erklären. Auch die Eile nicht, die die Akkato dabei an den Tag legten.
Pito Raduk, ein Akkato, mit dem er seit einigen Monaten zusammenarbeitete, leitete den Einsatz. Bei aller Hast, achtete er auf Gründlichkeit und nahm sich die Zeit, seinen Leuten genau auf die Finger zu sehen. Einer Mannschaft, die zusammen mit Morell und Raduk aus drei Akkato und drei Menschen bestand. Morell schätze die Gewissenhaftigkeit des Akkato, der nicht leicht aus der Ruhe zu bringen war, nun aber doch Anzeichen von Nervosität und Angespanntheit zeigte. Entweder wusste er mehr über die Angelegenheit, oder es waren seine Schlussfolgerungen, die ihm Sorge machten. Wie auch immer. Morell würde nichts aus ihm herausbringen. Der schwarzmähnige Hüne war ein Bollwerk an Verschwiegenheit, der nur selten einen Verdacht äusserte oder über seine Gefühle sprach. Ein schweigsamer Charakter, der nur selten den Mund aufmachte und sich Vertraulichkeiten verbat.
Morell war seit gut sieben Jahren bei den Greifern und hatte viele unterschiedliche Teams kennengelernt. Somit gehörte er genau genommen zu den Veteranen der Truppe, die mit wenig Skrupeln behaftet, gegen alle Arten von Verbrechern auf der Durana vorging. In den letzten Jahren, war die Abteilung stetig angewachsen. Ein indirekter Beweis für den Verfall der Sitten auf dem riesigen hölzernen Sarg, der seit einem Jahrzehnt durch die Schwärze des Weltalls trieb.

Outlanders 9 – Verräter und Rebellen (unlektorierter Textauszug)

Viel Behördenkram zu erledigen. Kaum Zeit zum Schreiben. Dennoch habe ich eine Passage zuende gebracht.

Der Akkato war nicht alleine. Zusammen mit drei anderen Artgenossen stand er im Schein einiger Schwebelichter zwischen einem Stapel Kisten und wartete darauf, seine Lieferung an den Empfänger zu übergeben. Er zeigte keinen Ärger, obwohl die letzten Verhandlungen, die dieses Geschäft betrafen, hitzig verlaufen waren und mit einem Kompromiss endeten, den er nur widerwillig akzeptiert hatte. Auch die dunkle Umgebung, in einem der verlassenen Teile der Durana, schien ihm nicht aufs Gemüt zu schlagen. Dawid Andracek hingegen fühlte sich unwohl. Er hasste das Schiff, auf dem er nun seit fast zehn Jahren gefangen war. Er hasste den Modergeruch, der von Tag zu Tag unerträglicher wurde. Er hasste die fließenden Formen der Konstruktion, die ihn an das Innere eines verrottenden Baumes erinnerte. Manchmal fragte er sich, ob er der Einzige war, der diese Veränderung bemerkte. Oder war das seiner guten Nase zu verdanken, die ihm auf der Erde den Ruf eines exzellenten Weinkenners eingebracht hatte und ihn jetzt wissen ließ, dass er in einem fauligen Fass durchs Weltall trieb. Das Pantaholz schützte zwar vor der kohärenten Weltraumstrahlung und nahm dabei sogar an Widerstandkraft zu. Doch die Feuchtigkeit aus der Atemluft von abermillionen Besatzungsmitgliedern, begann ihm zuzusetzen. Und in diesem Teil der Durana war das deutlicher zu spüren als in anderen Sektoren des Schiffes. Er hasste es, wenn das Kondenswasser von der Decke tropfe, und ihm, wie jetzt gerade in den Kargen fiel. Und obwohl er all das verabscheute, war dies mehr und mehr zu seiner gewohnten Umgebung geworden.
Er war gerade vierzig geworden, als er sich dem Aufruf folgte, sich den Akkato im Kampf gegen die Keymon anzuschließen. Damals fiel es ihm noch leicht, mit den Umständen fertig zu werden. Wenn er jetzt in den Spiegel sah, fiel sein Blick auf die zahlreichen Sorgenfalten, die sich in sein schmales Gesicht gegraben hatten. Die tiefliegenden, blauen Augen hatten nach zehn Jahren der Entbehrungen an Strahlkraft eingebüßt.
Mit den Freunden, die in den Kämpfen fielen, gingen auch die Illusionen verloren, die ihn über die Jahre mit Hoffnung erfüllten. Die Hoffnung auf eine Zukunft zwischen den Welten Asgaroons. Ein Traum, der mehr und mehr verblasste. Nur das Monster, dass ihn in die Schlacht begleitete war ihm geblieben. Wenn Andracek ihn nicht gerade in die Schlacht rief, hielt sich Yiran, sein Splinter, für gewöhnlich hier auf. Das passende Habitat für ein Ungeheuer, überlegte er. Eine feuchte, finstere Drachenhöhle. Auch wenn diese Kreatur ein Teil von ihm war, fiel es ihm schwerer als den meisten Menschen, eine Beziehung zu diesem Wesen aufzubauen. Dennoch. Im Augenblick schätzte er die Gewissheit, dass sein monströser Beschützer ganz in der Nähe war, um einzugreifen, sollte es gefährlich werden. Mehr als seinen Begleitern, die zu den fähigsten Kriegern seiner Einheit gehörten, vertraute er auf die Krallen und Zähne von Yiran, die ihm mehr als einmal das Leben gerettet hatten.
„Andrasch!“, knurrte der Akkato, als der Mensch und dessen Kameraden in den Schein der Schwebeleuchter traten. „Wir haben mitgebracht, was du wolltest.“ Er öffnete eine der Kisten, in der sich Gewehre und Pistolen befanden. „Die Munition ist natürlich auch dabei. Und das Risiko, dass ich bei der ganzen Sache eingehe, schwebt über unseren Köpfen.“
Das Joru Kabara das Offensichtliche so betonte, verärgerte Andracek. Genauer gesagt rief es Besorgnis in ihm hervor. „Haben wir darüber nicht eingehend verhandelt?“
Der Akkato warf einen geflissentlichen Blick auf den Inhalt der Behälter, die die Menschen vor seine Füsse gestellt und geöffnet hatten. Im Licht der Lampen glänzten die pechschwarze Gothrekschuppen, mit denen sie gefüllt waren. „Ich möchte nachverhandeln.“
Genau das hatte Andracek befürchtet. „Wir hatten uns geeinigt.“
Der Pferdekopf schnaubte verächtlich. „Ich frage mich, was dir deine Ideale wert sind.“
„Das kannst du getrost meine Sorge sein lassen.“
„Womöglich gibt es andere, die ihren Zielen weit größeren Wert beimessen.“
Einer von Andraceks Begleitern drängte sich an ihm vorbei. „Du verrätst deine eigenen Leute und wagst es uns zu belehren?“
Andracek hob beschwichtigend die Hand. „Wir wollen nicht ermitteln, wer von uns die besseren Ideale hat. Hier geht es nur ums Geschäft.“
„Das ist die Sprache, die jeder in der Galaxis versteht“, sagte Joru Kabara. „Sollte Euch eure Flucht von der Durana gelingen, müsst ihr lernen sie zu sprechen. Gewöhnt euch schon mal dran.“
„Das wird uns leichter fallen als Sie vielleicht denken.“ Dawid Andracek verschränkte die Arme vor der Brust. „Wir haben natürlich einen großen Vorrat an Gothrekschuppen, wenn es das ist, was du möchtest. Du willst also mehr als ausgemacht? Kein Problem. Ich werde mich darum kümmern.“
Der Akkato zeigte sich unbeeindruckt.
„Auch Fangzähne haben wir, die seltener sind“, bot Andracek an. „Hier und da auch etwas Edelmetall, dass die Kameraden aufgesammelt haben und an Bord schmuggeln konnten.“
„Diamanten“, unterbrach der Waffenschieber. „Kachu. Oponi-Diamanten.“
„Wir haben so etwas nicht.“
Kabara trat so nahe an den Menschen heran, dass dieser zu ihm aufsehen musste. „Ich weiss, dass ihr sie habt.“
Andracek besaß keinen einzigen Edelstein. Geschweige denn, einen Diamanten aus Oponiproduktion. Er wusste auch nicht, wer solche Steine besitzen konnte. Von den Oponi hörte man ab und zu, aber man begegnete ihnen nie. „Du verlangst einen Preis, den wir nicht zahlen können.“
„Du musst nur ein wenig mehr Einsatz zeigen. Schließlich tue ich das ja auch. Und ich brauche etwas, das mein Gewissen beruhigt.“
„Was soll das heißen?“
„Die Loyalität zu meinen Vorgesetzten ist nicht so leicht auszulöschen. Ich fühle mich noch immer verpflichtet. Aber ich bin auch gläubig. Ich sehe Euer Auftauchen, als den Fingerzeig Otayns. Und den Neuen Zweig als einen richtigen Weg. Als einen Pfad, von Otayn für eure und unsere Rasse verfügt. Du siehst also, in was für einem Zwiespalt ich mich befinde.“
„Und dieser Zwiespalt muss mit gepresstem Kohlenstoff gefüllt werden.“
Der Akkato grinste breit.
Andracek grinste zurück. „Unsere Spezies sind gar nicht so verschieden. Wir werden die “Sprache“, von der Sie geredet haben gut zu sprechen wissen.“
„Wir nehmen die Waffen wieder mit.“ Kabara schloss die Kiste. „Wenn ihr die Diamanten habt, kommen wir bestimmt ins Geschäft.“
Andracek zog eine kleine Pistole aus der Innentasche seiner Jacke. „Ich kann nicht zulassen, dass du mit unseren Waffen verschwindest.“
„Euren Waffen?“
„Du hast die Ware gebracht. Die Bezahlung ist hier. Der Deal ist damit erledigt, oder willst du einen Beleg?“ Andracek hoffte insgeheim, dass Yiran aus einer dunklen Ecke hervorspringen und dem Akkato an die Gurgel gehen würde. Aber der Gothrek rührte sich nicht. Auch die Emotionen des Splinters vermochte er nicht wahrzunehmen.
Kabara gab sich gleichgültig. „Was soll das werden? Möchtest du Probleme mit den Greifern bekommen?“
Bei den Greifern handelte es sich um Kommissare. Menschen und Akkato gehörten dieser Einheit an. Ausgerüstet mit weitreichenden Befugnissen und ohne Skrupel, ermittelten sie bei Kapitalverbrechen.
„Die Probleme unter der Besatzung haben zugenommen“, bemerkte Andracek. „Die Ermittler kommen kaum noch mit der Arbeit nach. Du wärst nur ein Fall von Vielen.“
Kabara ging mit geballten Fäusten auf Andracek zu, als der Schuss fiel. Der Akkato sank mit ausdruckslosem Gesicht zu Boden und noch ehe seine Begleiter reagieren konnten fiel eine Horde Gothreks über sie her. Das Gemetzel dauerte nur ein paar Sekunden, dann lagen vier weitere tote Akkato vor Andraceks Füssen.
Eine Frau in Andraceks Alter, mit kurzen grauen Haaren, stellte sich an seine Seite. Angela Brady. Sie betrachtete die Szene eine Weile und scheuchte ihren Splinter zurück ins Dunkel. „Das geht vielleicht als Notwehr durch“, meinte sie mit gelassenem Tonfall. „Aber für dich sieht es nicht gut aus.“
Andracek konnte nicht widersprechen. „Ihr hängt da alle mit drin“, konterte er. „Sammelt die Knarren ein und bringt sie ins Versteck.“
„Was machen wir mit den Leichen?“
„Vorschläge?“
„Ich kenne da einen Bereich. Wabenkammer nenne ich ihn. Da ist es kalt und es sieht nicht so aus, als würde da in den nächsten Jahren mal was eingebaut werden.“
Dawid Andracek bedauerte den Vorfall. Warum der Akkato plötzlich mit unerfüllbaren Forderungen aufwartete, erschien ihm rätselhaft, widersprüchlich. Durch Kabaras Hilfe strotzte das Waffenarsenal der Truppe, die Andracek befehligte, vor Waffen und Munition. Die vielen Transaktionen liefen reibungslos und es hätte noch eine ganze Zeit so weitergehen können. Es grenzte an ein Wunder, dass ihnen noch niemand auf die Schliche gekommen war. Mehr als einmal beschlich Andracek der Verdacht, dass jemand seine schützende Hand über die Vorgänge hielt. Konnte es sein, dass Kabara plötzlich kalte Füße bekommen hatte, sich noch einen fetten Fisch an Land ziehen und aus dem Staub machen wollte, ehe die Angelegenheit aufflog? Mit einem Mal fühlte sich Andracek beobachtet. Ein Gefühl der Unsicherheit überkam ihn.
„Wir werden bald handeln müssen“, kam es unvermittelt über seine Lippen. „Vielleicht schneller als uns lieb sein kann.“
Angela seufzte. „Wir sind noch nicht so weit“, warf sie ein. „Die anderen Parteien machen mir Sorgen. Die Verhandlungen. Die sind ein Witz. Und alleine losschlagen? Das wäre doch Wahnsinn.“
„Dann müssen wir die Verhandlungen eben intensivieren.“ Andracek schwindelte es angesichts der Aufgabe, Horden von Meuterern zu einer Zusammenarbeit zu bewegen. Aber es gab keinen anderen Weg. Alle Gruppen, die sich gegen die Akkato Wenden und die Durana unter Kontrolle bringen wollten, mussten sich unter einem Banner vereinen.
„Soll ich Unterhändler schicken?“
„Ja. Je schneller desto besser.“

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Geheimprojekt (Arbeitstitel: HYPER ORBIS – Der Held)

Hier ein unektorierter Auszug aus einem Geheimprojekt.
 
Der Held
 
Thomas Weadon war das perfekte Abbild eines idealistischen Revolutionärs. Stünde ein Autor vor der Herausforderung einen Helden ohne Fehl und Tadel zu erschaffen, Thomas Weadon wäre die Referenzmarke, für eine solche Schöpfung. Hochgewachsen, mit der muskulösen Statur eines Kriegers. Die kantigen Gesichtszüge unterstrichen einen zielstrebigen, eisernen Willen, wobei ein kaum wahrnehmbares Lächeln seine Mundwinkel umspielte. Eine Andeutung, dass er weder Tod noch Teufel fürchtete. Dem Blick seiner blauen Augen hielt kaum jemand lange stand. Er erinnerte an den eines jagenden Tigers und ließ jeden erschauern, den er ins Visier genommen hatte.
Als Kopf der Ganimed Einheit, die zu den gefürchtetsten und effektivsten revolutionären Gruppen zählte, leitete er Operationen gegen alle, die nach seiner Weltsicht nichts weiter als Ausbeuter und Parasiten waren. Unter den Militärexperten, die die meisten Firmen und Unternehmen berieten, galt Weadons kleine Armee als die gefährlichste Terrorgruppe. Thomas Weadon wusste das und genoss den Ruf, den er hatte. Gewissensbisse kannte er bislang nicht, denn seine Unternehmungen zeugten von perfekter Planung, sodass niemand zu Schaden kam, der das nicht auch verdiente.
Gerade las er die Schlagzeile der News Plattform Interplan – Networks, die seine letzte Operation als das geniale Glanzstück eines kriminellen Geistes bezeichnete.
„Was hältst du davon?“, fragte er Janina, die gerade sein Quartier betrat.
Janina gehörte zu den Kampfgefährten, die am längsten bei ihm waren. Die blonde Frau mit den großen grünen Augen trug die goldenen Insignien einer Brigadeleiterin auf den Schulterklappen. Drei Sterne, mit roten Edelsteinen im Zentrum. Der olivgrüne Kampfanzug stand ihr hervorragend und schmeichelte ihrer Figur. Auch sie entsprach der Idealvorstellung einer Kämpferin und stand ihrem Anführer auch in seiner Weltanschauung in nichts nach. Die Martian – Vogue hatte Weadon und Janina Baker als das Traumpaar des Terrors bezeichnet. Und eine Kolumnistin, desselben Blattes verstieg sich sogar zu der Aussage, dass der Terror durch dieses Paar ein erotisches Lächeln zeigte.
„Eine Glanzleistung“, lobte Janina. „Was nicht anders zu erwarten war. Wir steigern uns mit jeder Mission.“
Ihre Stimme besaß etwas Raues. Ein Timbre, das Thomas Weadon die Nackenhaare aufstellte. Das Einzige auf der Welt, was bei ihm eine Gänsehaut verursachte.
„Der Artikel erwähnt nicht, wie hart wir das Konsortium getroffen haben.“
„Jeder der genügend Verstand hat, wird zwischen den Zeilen die Wahrheit finden.“
„Genügend Verstand ist nicht jedermanns Sache.“
„Um das wettzumachen, gibt es eben die großen Buchstaben. Die stanzen jedem Idioten die Bedeutung der Sache ins Hirn, ohne dass er sich zu sehr damit befassen muss.“
„Ich bin gepannt, wie viele sich uns nach dieser Sache bei uns melden werden.“
Rosalie Bancroft schien das Eigenlob der Beiden nicht länger ertragen zu können. Sie wirbelte in ihrem Drehstuhl-Ei herum, das sie bislang den Blicken Janinas verborgen hatte.
„Wenn ich nicht an die Daten gekommen wäre“, meinte sie ärgerlich, „hätten wir keine so große Schlagzeile bekommen. Ohne meine Arbeit wäre das Ganze nur ein kleiner Raubzug gewesen. Eine Randnotiz, nichts weiter.“
Rosalie Bancroft war körperlich das genaue Gegenteil von Janina Baker. Klein, untersetzt, mit viel zu großen, hängenden Brüsten, die ihre Uniform unvorteilhaft ausbeulten. Das dünne, rote Haar hing in Strähnen um das rundliche Gesicht herab und sah immer irgendwie feucht und fettig aus. Blasse Haut mit Sommersprossen, dünne Lippen. Lediglich die strahlend blauen Augen, eingerahmt von langen, dunklen Wimpern, stachen angenehm hervor. Die Augen waren so außergewöhnlich schön, dass irgendwer in der Truppe scherzhaft behauptete, die “Hexe“ hätte eine Fee ermordet und ihr die Augen gestohlen. Rosalie “The Witch“ nannte man sie seither. Sie hatte nichts dagegen und sah diesen Namen als Respektbezeugung an, wie sie Thomas einmal anvertraut hatte. Er klang wie gemacht für jemanden, mit dem man sich besser nicht anlegte. Mit ihrem wachen, scharfen Verstand, war “The Witch“ ein unentbehrlicher Teil des Kommandostabes der Ganimed Brigade. Ein besser informierter Journalist hätte daher nicht nur Wheedons und Bakers Rolle in der Führungsriege gesehen, sondern auch Rosalie Bancroft berücksichtigt. Es war falsch vom Führungsstab der Ganimed Brigade von einem Traumpaar des Terrors zu sprechen, den es handelte sich genau genommen um eine Menage-a-Trois des Grauens.
 
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Leseprobe: Outlanders 9 – Verräter und Rebellen

Der Text is noch unlektoriert und unkorrigiert. Schnell runtergeschrieben, um die Ideen festzuhalten, bevor sie geschliffen werden.

 

Kapitel 2

Dominic fühlte sich unwohl. Es war drei Uhr morgens und er wälzte sich in seinem Bett von einer Seite auf die Andere. Er beschloss, ein wenig auf Wanderschaft zu gehen und sich in den Korridoren der Durana die Zeit zu vertreiben. Sein erster Weg führte ihn in Richtung des Hauptkorridores, der das Schiff wie eine Hauptschlagader durchzog. Und wie bei einem lebenden Körper pulste auch hier zu jeder Sekunde das Leben. Akkato und Menschen drängten sich durch den höhlenartigen Gang. Manche eilten zu ihren Stationen, andere trieben sich lediglich herum, wie Dominic. Die vielen Bars und Etablissements, boten reichlich Gelegenheit, sich die Zeit angenehm zu machen. Was immer man auch darunter verstand. Der Hauptkorridor wurde die “Die Meile“, genauer gesagt, “Die Meile der Ausschweifung“ genannt und bot ein Gegengewicht zum Basar, wo sich exzentrischere Charaktere nicht angemessen bedient fühlten. Von der Meile zweigten etliche weitere Tunnel ab, die zu einem Dutzend Korridoren führten, welche parallel zur Meile verliefen. Von dort aus verästelten sich die Gänge zu einem unübersichtlichen Labyrinth, dessen Struktur auch den Akkato größtenteils unbekannt war.
Die Luft auf der Meile war feucht und Nebelschwaden aus der Atemluft abertausender Kreaturen, waberte über deren Köpfen. Manchmal fiel ein Nieselregen aus Kondenswasser herab, der den Boden glitschig machte. Die Durana war zwar ein gewaltiges Schiff und dazu ausgelegt, eine riesige Mannschaft zu beherbergen, aber sie schien allmählich an ihre Grenzen zu gelangen.
Dominic sah auf die unzähligen Leuchtreklamen, die ein buntes Gewitter in den Nebel stanzten. Es war nicht das erste mal, dass er in das Treiben und das Gedränge dieser anzüglichen Meile eintauchte. Er kannte sogar einige der Bars und Küchen in denen man sehr gute Drinks und spannende kulinarische Experimente ausprobieren konnte. Aber das war auch schon alles. Für alle anderen Vergnügungen, die in diesem Teil der Durana zu haben waren, zeigte sich Dominic wenig empfänglich. Es gab viel Kriminalität hier. Anders als auf dem Basar, der eine eher beschauliche Kulisse bot, bestanden die Polizeipatrouillen auf der “Meile“ üblicherweise aus einem Trupp von drei Akkatos und drei Menschen.
Es verging eine gute Stunde, bis Dominic müde genug war, um seine nächtliche Exkursion zu beenden. Er wollte sich gerade auf den Rückweg machen, als er als er einer Gruppe von etwa zwanzig Männern und Frauen begegnete. Lachend und gut gelaunt kamen sie ihm entgegen. Keine Kameraden aus seiner Einheit aber Soldaten, mit denen er ab und zu zusammenarbeitete. Eine Handvoll von ihnen fiel immer wieder durch impulsives Verhalten auf. Mit einem von ihnen, einem gewissen Markus Renzler, hatte Dominic mehr als einmal handfeste Auseinandersetzungen gehabt. Seit der letzten heftigen Begegnung verzeichnete Renzlers Nase eine deutliche Schieflage in Richtung rechter Wange. Die Soldaten verstummten, nachdem sie Dominic bemerkten und wichen seinem Blick aus, als fühlten sie sich bei einer Missetat ertappt. Eine Reaktion, die aus dem Respekt erwuchs, dem man Dominic entgegengebrachte, wie Aaron Kruger behauptete. Bisher hatte Dominic nicht viel davon mitbekommen oder einfach zuwenig darauf geachtet. Sein Rang als Hauptmann sollte ihm ohnehin einen gewissen Respekt einbringen. Alles was darüber hinausreicht, war seiner Aufmerksamkeit schlichtweg entgangen. Aber wenn die Kameraden auf sein Urteil tatsächlich Wert legten und glaubten, er würde ihnen den Ausflug auf dieses Deck übel nehmen, so irrten sie sich. So gut sollten sie ihn eigentlich kennen. Vielleicht wunderten sie sich auch darüber, dass ausgerechnet er den Weg hierher gefunden hatte. Renzler hob beiläufig die Finger an die Schläfe, als er an Dominic vorüberging. Auch die anderen grüßten ihn auf ähnliche Weise, bevor sie sich davonmachten. Dominic bemerkte, dass sie sich noch einige Male zu ihm umdrehten und anschließend die Köpfe zusammensteckten und sich Bemerkungen zuflüsterten.
Eingehüllt in seine Grübeleien, ging Dominic noch einige Schritte weiter, bis er Davis und Skorsky begegnete. Davis und Skorsky saßen an einem Tisch außerhalb eines Lokals und schienen ihn schon eine Weile beobachtet zu haben, wie er nachdenklich durch die Menge spazierte. Er war sich nicht ganz im Klaren darüber, ob er unterbewusst nicht nach den Beiden gesucht hatte. In der ganzen Angelegenheit, die zur Entstehung des Neuen Zweiges führte, spielten sie eine gewichtige Rolle. Dominic und die zwei Männer verband dadurch eine schicksalhafte Komplizenschaft, deren Bedeutung er noch nicht vollständig abzusehen vermochte. Er fühlte sich nicht wohl in dieser Verbindung. Mehr noch. Er glaubte, sich seither in einem Sog zu befinden, der ihn irgendeinem Unglück entgegentrug, dass in einer dunklen Zukunft lag. Sein Vater würde sagen, dass böse Dinge nur Schlechtes zeugten und er nicht glauben sollte, dadurch irgendetwas Gutes zu bezwecken, auf das er Stolz sein könnte. Dominic hoffte dennoch, dass genügend Gutes an ihrer Unternehmung haftete, um ihnen ein gnädiges Urteil zu verschaffen. Vor wem auch immer. Vor einem allmächtigen Gott, wenn man denn an ihn glaubte, oder vor der Geschichte. Bis dahin musste er alles daransetzen, die Sache zu einem erfolgreichen Ende zu bringen. Davis und Skorsky hatten sich dabei immer als sehr nützlich erwiesen. Als Meister der Überlebenskunst waren sie eine unerschöpfliche Inspirationsquelle.

 

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Neues Projekt für nebenbei

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Thomas Weadon war ein idealistischer Revolutionär, wie man ihn sich vorstellte. Hochgewachsen, mit breiten Schultern. Die muskulöse Statur eines Kriegers. Seine kantigen Gesichtszüge unterstrichen einen zielstrebigigen, eisernen Willen, wobei ein kaum wahrnehmbares Lächeln seine Mundwinkel umspielte um anzudeuten, dass er weder Tod noch Teufel fürchtete. Der Blick seiner blauen Augen erinnerte an den eines jagenden Tigers und ließ jeden erschauern, den er ins Visier genommen hatte.

 

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