Umbenannt!

Es ist geschehen! Ich habe den Titel und die Serie umbenannt. Auf diese Weise verbinde ich die Nomads Reihen miteinander und den Kosmos in dem sie spielen.

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Outlanders Legacy 2 – Leseprobe:

Hier ein weterer Teil des 1. Kapitels. Das Ende wird jedoch auch hier nicht verraten.

Sam schob alle Bedenken beiseite, schloss seine Gleitvorrichtung ebenfalls um das Seil und folgte van Veyden in die Unterwelt. Das kleine Räderwerk in der Apparatur surrte, während das Tageslicht verblasste und die Kälte mit zunehmender Dunkelheit Blumfeldts Körper umschlang. Schließlich setzten seine Füße auf dem Boden auf. Sam wusste, dass die Sohlen seiner Stiefel ein buntes Mosaik berührten, dass ein antikes Schlachtengetümmel darstellte. Er stand auf dem Gesicht eines grimmigen Akkato, der mit einem mächtigen Strahlengewehr auf seine Gegner feuerte. Ukra hieß er. Ein Leibwächter Sargons, der nach der Verschwörung gegen seinen Herrn nur noch Rache und Vergeltung kannte. Jedenfalls lautete die Geschichte so, die ihm van Veyden erzählt hatte. Angeblich gab es noch etliche andere Versionen dieser Legende, doch van Veyden tat sie als verklärten, romantischen Unsinn ab. Sam hätte sie jedoch gerne gehört.
„Welchen Weg wollen wir diesmal nehmen?“, fragte van Veyden und richtete den Kegel des kleinen Scheinwerfers an seiner Mütze auf eine Reihe von Torbögen, die einen Steinwurf weit entfernt lagen.
Sam betrachtete die vielen Portale im Licht seiner Stirnlampe. Einige davon hatten sie schon öfter durchschritten, um tiefer in das unterirdische Labyrinth vorzudringen. Es gab Korridore und Treppen, die in weite Hallen, oder in Häuserschluchten führten, deren Gassen mit Trümmern gefüllt waren, als hätte sie ein Erdbeben getroffen. Sam deutete schließlich auf einen der Tunnel, den sie noch nie versucht hatten.
„Der Bürotrakt“, kommentierte der Alte.
„Was heißt das?“
„Links und rechts nichts als Türen. War bestimmt mal ein Verwaltungstrakt.“
„Nachgesehen was hinter den Türen ist?“
„Natürlich“, meinte van Veyden achselzuckend und etwas herablassend. „Räume. Räume mit altem Schrott. Uninteressant.“
„Möchte ich sehen.“
Der Korridor bot genau das Bild, das van Veyden beschrieben hatte. Abgesehen von den üblichen Verzierungen und Reliefs, unterschied sich das Bild tatsächlich kaum von dem eines Amtsgebäudes, wie man es überall finden konnte. Tür an Tür reihte sich endlos an den Wänden entlang. Viele davon waren geöffnet, die meisten jedoch verschlossen. Sam ließ es sich nicht nehmen in einigen der Zimmer nachzusehen, ob es darin spannendes zu entdecken gab, musste aber feststellen, dass sein alter Kumpel die Wahrheit gesagt hatte. Es gab darin nichts weiter als Tische und Stühle, sowie bizarre Apparaturen, die van Veyden einmal als antike Rechner bezeichnet hatte und die Sam schon kannte. Keiner davon war noch funktionsfähig.
„Wie weit bist du hier gegangen?“, wollte Sam erfahren.
„Nicht weit“, bekannte van Veyden. „Ich hatte nie vor meine Zeit zu verschwenden.“
„Sieh das als meine Abschiedstour an. Danach bist du frei zu tun, was immer du willst.“
„Als Abschiedstour hätte es bestimmt Spannenderes gegeben.“
Sam bekam jedoch seinen Willen. Van Veyden brummte zwar ab und an einen säuerlichen Kommentar, aber am ende verstummte er. Nachdem sie einige Treppen weiter abwärts gestiegen waren, erreichten eine kreisförmige Halle, von der drei große Tunnel abzweigten. Die hohen, reich verzierten Portale, stellten an sich nichts Ungewöhnliches dar, aber aus dem Mittleren der Drei leuchtete ein gelbrötlicher Lichtschimmer. Der Schein war immerhin so hell, dass die beiden Wanderer ihre Lampen abschalten konnten.
„Digger?“, fragte Sam.
Van Veyden blieb ihm die Antwort schuldig. Stattdessen zog er seine Pistole aus dem Holster. „Lass uns mal nachsehen.“
Das Licht kam aus einem weiteren Raum am Ende des Korridores, der zu beiden Seiten mit riesenhaften Statuen gesäumt war, die in dunklen Wandnieschen standen. Hybridwesen aus Insekten und Reptilien. Sie wirkten wie versteinerte Lebewesen, die jederzeit zum Leben erwachen konnten. Sam hatte sie schon öfter zu Gesicht bekommen. Sie standen hier und da an dunklen Stellen herum, nur um ahnungslose Digger zu erschrecken. Gothreks hatte van Veyden sie genannt. Sargons Soldaten. Wesen aus archaischer Vorzeit, die dem Tyrannen halfen, sein Reich aufzubauen und zu verteidigen.
Sam hörte Stimmen. Auch van Veyden schien sie vernommen zu haben und zog seine Pistole. Jemand sprach aufgeregt. Scheinbar war eine Diskussion im Gange. Blumfeldt und van Veyden wechselten einige Blicke, bevor sie weitergingen.
Sie näherten sich dem Ende des Korridores, oberhalb eines Treppenabsatzes. Es führten etwa hundertfünfzig oder zweihundert Stufen hinunter die in einen großen Platz mündeten, auf einige Leute herumstanden. Eine Gruppe von Diggern, wie man sie sich vorstellte, ausgerüstet mit allerlei schweren Gerätschaften und einem achtbeinigen Transportgeher. Sie befanden sich inmitten eines geometrischen Musters aus feurigen Linien, das sich über den gesamten Boden ausdehnte, welches von einem großen Objekt ausging, dass wie ein abstraktes Kunstwerk aussah. Das Ding begann zu vibrieren, wie ein Triebwerk, dass allmählich hochgefahren wurde.
„Die haben einen Haupttreffer gezogen“, flüsterte van Veyden, mehr zu sich selbst und starrte fassungslos auf die Szene.
Sam konnte sich zusammenreimen, was Haupttreffer in diesem Fall bedeutete, denn für gewöhnlich konnte man den Relikten keine Reaktion abgewinnen. Sie waren tot, im Gegensatz zu dieser Maschinerie, die wie ein zum Leben erwachter Drache wirkte.
Jemand schrie auf. Ein Akkato, der vor der Maschine kauerte und sich die Hände an die Schläfen presste. Ein anderer Mann schimpfte. Allem Anschein nach der Chef der Truppe. Während er seinem Ärger noch Luft machte, krachte ein Schuss, der seine Stimme übertönte. Die Energieladung sprengte ein faustgroßes Loch in den Boden vor seinen Füssen.
Van Veyden legte sich auf den Boden und widmete Sam einen grimmigen Blick, bis dieser es ihm gleichtat. Sam hörte, wie jemand einen Befehl an die Digger richtete.
„Waffen ablegen und Hände hinter den Kopf!“
Sam fiel es nicht leicht herauszufinden woher die Worte kamen. Das Echo und der anschwellende Lärm, der von der Maschine ausging, machten das fast unmöglich. Aber schließlich entdeckte er eine ganze Anzahl kaiserlicher Soldaten, die hinter einem Felsgrat aus Trümmern aus der Deckung traten. Sams Blick richtete sich auf einen Mann, der gut sichtbar auf dem Sockel einer umgestürzten Statue stand und mit seinem Gewehr auf den Anführer der Digger zielte.
„Wir müssen verschwinden“, flüsterte van Veyden und machte einen vorsichtigen Schritt rückwärts. „Jetzt gleich.“
Sam hörte den Alten, aber die Neugier befahl ihm, sich nicht von der Stelle zu bewegen.
In diesem Moment schrie der gepeinigte Akkato abermals auf. Er wurde von Krämpfen geschüttelt, während sich in der sonderlichen Maschinerie ein glühender Spalt auftat. Digger, wie Soldaten schienen gleichermaßen erstaunt über den Vorgang. Auch Sam konnte seinen Blick nicht von der Szene lösen. Lediglich van Veyden schien bereit sofort die Flucht anzutreten.
Sam beobachtete, wie sich der Spalt in der Maschine weiter öffnete. Ein Körper wurde sichtbar, der nach und nach aus der Öffnung gepresst wurde. Eine bizarre Geburt, begleitet von Erdbeben und Feuer. Die Maschinerie zischte und rumpelte, wie ein alter Dampfkessel. Lichterscheinungen geisterten wie Elmsfeuer durch die Grotte. Erst als der Körper herausglitt und dem Akkato vor die Füße fiel, kehrte Ruhe ein. Das feurige Muster auf dem Boden und die fahlen Blitze erloschen. Nur die Lampen der Digger erhellten jetzt noch die Dunkelheit. Ein Zwielicht, in dem sich das neugeborene Wesen wie ein drohender Schatten vor dem kauernden Akkato aufrichtete.
Plötzlich erhellte die Leuchtspur einer Energiesalve, die Finsternis. Sie blendete Sams Augen, während der Knall des Geschosses seine Ohren klingeln ließ. Der Schuss, den van Veyden abgefeuert hatte, traf das Wesen in die Stirn, woraufhin es leblos zusammensackte.
„Jetzt nichts wie weg hier!“, befahl der alte Digger, wandte sich um und lief davon, ohne auf Sam zu warten.
Sam Blumfeldt konnte seine Augen nicht abwenden. Es war, als betrachtete er eine Theaterbühne, auf der gerade eine Horrorszene ihr abruptes Ende gefunden hatte. Er wusste nicht was den Chef der Digger veranlasste, seine Waffe zu ziehen, während all die kaiserlichen Soldaten ihn im Visier hatten. Er kam auch nicht mehr dazu, zu beobachten was danach geschah. Sam fuhr herum und folgte van Veyden, der erstaunlich schnell davoneilte. Im selben Augenblick brach hinter ihm der unvermeidliche Kampf aus. Das Donnern von Energiegeschossen und Granaten hallte durch das Gewölbe. Sam beobachtete, wie van Veyden im Laufen etwas aus einer der Schenkeltaschen seiner Hose holte und daran herumhantierte. Der Alte warf es kurz darauf gegen eine der Wände, wo es haften blieb.
Sam geriet in Panik. Immerhin half ihm die Angst, sein Tempo zu beschleunigen und den Abstand zwischen sich und dem alten Digger zu verringern. Sie hasteten einige Stufen hinauf und erreichten einen weiteren Korridor. Sam war mit van Veyden auf gleicher Höhe, als eine Explosion den Boden erschütterte. Die folgende Druckwelle brandete glühend heiß über die Beiden hinweg und schleuderte sie wie Herbstblätter durch die Luft. Sam stieß mehrmals gegen Wände, Decke und Boden, bevor ihn die Staubschleier in Schwärze hüllten.

OUTLANDERS LEGACY 2 Welten in Flammen

Leseprobe.

Ich bin gerade dabei, den zweiten Band der Outlnaders Legacy – Reihe zu überarbeiten. Dabei kam ich zu dem Schluss, dass ich zumindest einer Person noch mehr Hintergrung verleihen muss – Samuel (Sam) Blumfeldt. Hier nun ein Teil der Passage, in der er eine etwas zwielichtige Vergangenheit erhält.

Kapitel 1

Samuel Blumfeldt starrte durch das kreisrunde Bohrloch in die Dunkelheit hinab. Es war nicht das erste Mal, dass er vor dieser Öffnung stand, und zögerte. Wie immer gingen ihm dabei tausend Gedanken durch den Kopf. Ängste, Neugier, Abenteuerlust. Der Wunsch Geheimnisse zu entdecken. Antworten zu finden. Der Drang, alle Bedenken über Bord zu werfen und sich ins Unbekannte zu stürzen war groß. Doch genauso dominant riet ihm eine Stimme zur Besonnenheit. Rief ihm ins Gedächtnis, dass er eine Verantwortung gegenüber seiner Familie trug. Frau und Tochter, von denen er zwar getrennt lebte, die aber dennoch Erwartungen an ihn stellten, die er erfüllen wollte. Seine Karriere, hier auf Scutra, die gerade einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht, und ihn zur rechten Hand des Sektorverwalters erhoben hatte. Diesmal kostete es ihn mehr Überwindung als üblich, das lange Karbonseil zu ergreifen, welches vor ihm die Tiefe baumelte und daran hinunter zu gleiten. Hinab ihn die geheimnisvolle Unterwelt des Hafenplaneten. Das Seil hing von einem dreibeinigen Kran herab, dessen Stelzen sich über dem kreisrunden Abgrund spreizten. Es war eines von etlichen Löchern, das die Digger in die gepanzerte Kruste des Planeten gebohrt hatten. Bei den Diggern handelte es sich um Schatzsucher, die in ständigem Streit mit den imperialen Behörden lagen. Und die kaiserlichen Instanzen sprangen nicht gerade zimperlich mit ihnen um. Hin und wieder hörte man von Gefechten, zwischen größeren Digger Gruppen und imperialen Einheiten. Kein Wunder also, dass man diese Leute von Scutra fernhalten wollte.
Das besondere Interesse der Digger galt Relikten aus dem großen Zeitalter, als der sagenhafte Sargon Asgaroon beherrschte. Und es gab das Gerücht, dass unter der Betondecke von Scutra eine alte Zivilisation verschüttet lag, die es zu erkunden und auszuräubern galt. Für Sam war das inzwischen kein Gerede mehr. Er war oft genug in den Stollen unterwegs gewesen, um die Tatsachen zu kennen.
Sam gehörte nicht zu den Diggern, die plünderten und ihre Funde auf den Märkten der Galaxis verhökerten. Er hatte nie ein Artefakt an sich genommen. Weder um es für sich zu behalten, noch um es in bare Münze zu verwandeln. Aber auch ihn trieb die Abenteuerlust in die unterirdischen Tunnel. Sich in Gefahr zu begeben und für eine Weile dem drögen Alltagsleben zu entkommen, war eine Abwechslung, die er hin und wieder brauchte.
„Bist du zur Statue erstarrt?“
Die Worte rissen Sam aus seinen Gedanken. Sie kamen von einem etwas stämmigen Mann, mit langen grauen Haaren und einem kurzen Bart von gleicher Färbung. Er trug einen grüngrauen Overall, der viele Male geflickt worden war, gesprenkelt von Flecken alter Erde, sowie salzigen Schweißrändern an Kragen und unter den Achseln. Er trug eine speckige lederne Schirmmütze, die in der Mittagsonne einen Schatten über ein Gesicht legte, in dem helle blaue Augen glitzerten. Der Mann, der diese abgewetzten Klamotten seine Diggerhaut nannte, hieß Thomas van Veyden. Sam hatte ihn vor einigen Jahren kennen gelernt, als er die großen Schrottplätze im Hevronsektor nach Ersatzteilen für eine Reparatur durchstöberte. Eine ganze Woche hatte er sich auf dem Schiffsfriedhof herumgetrieben, bis er auf den Alten traf, der gerade aus einem der Schächte stieg. Da dieser sich offenbar ertappt fühlte, unterbreitete er Sam ein Angebot, damit er seine Diggeraktivitäten nicht meldete. Van Veyden behauptete, der Verwalter der gewaltigen Areale zu sein, die mit den Leibern abertausender, verrottender Schiffsleichen gefüllt waren, aber Sam hatte seine Zweifel. Auch später vermochte er nicht herauszufinden, worin van Veydens Funktion eigentlich bestand. Schon möglich, dass er jede Schraube und Niete katalogisierte. Dennoch hielt er es für unwahrscheinlich, dass jemand, der beabsichtigte sich an einem der Wracks zu bedienen, van Veyden erst um Erlaubnis bat. Hin und wieder zerlegte man eines der Schiffsgerippe, um es in den Hochöfen im Norden einzuschmelzen. Natürlich konnte man so eine Aktion nicht ohne erhebliche Formalitäten durchführen. Aber die Prozedur wurde immer von Computern und Robotern erledigt und erfolgte gänzlich ohne menschliches Zutun. Auch Blumfeldts Vorgesetzter verwies nicht auf irgendeine Verwaltungsmaßnahme, als Sam andeutete, sich auf den Schrottplätzen Ersatzteile besorgen zu wollen. Vielleicht hatte der Alte van Veyden hier mal eine Aufgabe erfüllt, doch man schien ihn im Laufe der Zeit einfach vergessen zu haben. Sam wollte es dabei belassen. Es wäre ihm nie in den Sinn gekommen, van Veyden zu verraten. Er zog es jedoch vor, ihn im Unklaren darüber zu lassen und das Angebot, das ihn schließlich in die geheimen Areale der Hafenwelt brachte, anzunehmen.
„Hats dir die Sprache verschlagen“, setzte van Veyden nach.
„Ich grüble nur“, antwortete Samuel Blumfeldt endlich.
„Was gibt es denn zu Grübeln?“
„Ich setzte gerade eine Menge aufs Spiel. Ich könnte in absehbarer Zeit Sektorenleiter werden.“
„Und?“
„Was wenn jemand erfährt, dass ich mich auf Diggerpfaden bewegt und gegen das Gesetz verstoßen habe.“
„Es gibt kein Gesetz gegen das Graben.“
Damit hatte van Veyden recht. Aber es gab auch keine Erlaubnis dafür.
„Ich denke“, fuhr van Veyden fort, „dass man einen Chef mit ein paar dunklen Flecken in seiner Vita, mehr respektiert als langweilige, aalglatte Aufsteiger.“
„Das ist deine Ansicht.“
Van Veyden winkte ab. „Man merkt dir deine Jugend an. Glaub mir, ich weiß, wovon ich spreche.“
Van Veyden schloss die Schnalle seines Gürtels, an dem allerlei Werkzeuge klimperten. Zwei Taschen mit Energiepatronen befanden sich ebenfalls daran. Nahrung für die schwere Plasmapistole, die in ihrem Holster an van Veydens Schenkel hing. Auch Sam hatte eine ähnliche Waffe bei sich, sowie entsprechende Munition.
Digger lebten gefährlich. Man sah sie allgemein als Diebe oder Plünderer an. Samuel Blumfeldt wusste, dass es einen heimlichen Krieg zwischen den Diggern und der Greifertruppe von Scutra gab, die Jagd auf sie machte. Allerdings hielten sich die Aktionen gegen die Abenteuer in Grenzen. Scutra besaß ein gutes Überwachungssystem, das auf Infraschallimpulse reagierte und Signale an die Greifereinheiten sendete, sobald es eine illegale Bohrung detektierte. Zumindest die weniger wohlhabenden Digger wurden regelmäßig von den Greifern gefasst. Die kostspieligen Verschleierungsgeräte, die in der Lage waren, das Abhörsystem zu täuschen, konnten sich nur reiche Digger leisten. Auch Bestechung galt als eine gängige Praxis, doch dafür musste man ebenfalls viel Geld aufbringen.
Sam Blumfeldt musterte das ebenmäßige Bohrloch zu seinen Füssen. Van Veyden hatte es vor zehn Jahren zufällig entdeckt, behauptete er, aber Sam hegte den Verdacht, dass der Alte selber mal Mitglied einer Diggerbande gewesen war. Er hatte ihn einmal danach gefragt, aber van Veyden bestritt, jemals Verbindung zu diesen Leuten gehabt zu haben.
„Also, was ist jetzt?“, wollte van Veyden wissen und ließ seinen Handschlitten um das Karbonseil einrasten. „Ich mach mich jedenfalls auf den Weg.“
Der Alte krallte sich in die Griffe des Gerätes, sprang über die Kante des Loches und sauste in die Tiefe hinab.
Sam schob alle Bedenken beiseite, schloss seine Gleitvorrichtung ebenfalls um das Seil und folgte van Veyden in die Unterwelt. Das kleine Räderwerk in der Apparatur surrte, während das Tageslicht verblasste und die Kälte mit zunehmender Dunkelheit Blumfeldts Körper umschlang.

Es ist nicht leicht ein Gott zu sein! It is not easy to be a god!

Als Autor weiss man beinahe alles über seine Geschöpfe, Teile der Handlung, Hintergründe, etc. Natürlich gibt es da den Aspekt des Unbekannten, der sich durch den Detailreichtum und die Vielschichtigkeit der Protagonisten ergibt und der ihren Werdegang ins Dunkel hüllt. Das Schicksal der einzelnen Personen erhellt sich daher auch für den Schriftsteller nur nach und nach. Dennoch muss man sagen dass man als der Schöpfer einer phantastischen Welt natürlich eine ganze Menge Informationen hat, die zu verwalten nicht einfach ist. Dabei geht es nicht um all jene Teile, die man kennt. Der Autor ist ja quasi der allwissende Gott, der über alles bescheid weiss und die Fäden in der Hand hält. Informationen zu verwalten schließt jedoch auch ein, herauszufinden, was man vergessen muss, bzw. was eine Person, über die man gerade schreibt, nicht wissen kann. Das ist ein ungleich schwierigerer Part als Personen zu beschreiben, die über etwas sprechen das ihnen bekannt ist. Oft findet man beim überarbeiten von Texten heraus, dass eine Person über etwas redet, dass sie eigentlich nicht mitbekommen hat. Das bedeutet in der Regel, einen ganzen Handlungsablauf zu revidieren, ihn umzugestalten oder vielleicht zu streichen. Es stellt eine Herausforderung dar, sich ab und zu dumm zu stellen und sich in Personen hinein zu versetzen, die etwas nicht wissen. Ihre Fragen und Reaktionen stimmig zu gestalten ist ein hartes Stück Arbeit.

Ja, es ist nicht leicht ein Gott zu sein.

As an author, you know almost everything about creatures, parts of the plot, backgrounds, etc. Of course, there is the aspect of the unknown, what results from the richness of detail and the complexity of the protagonists what cover their careers into the darkness. The fate of individuals is evident therefore also for the writer only gradually. Nevertheless, it must be said that the creator of a fantastic world of course has a lot of information to manage waht is really not easy. It's not about all those parts, you know. The author is indeed almost the omniscient God who knows about everything and holds the strings in his hand. However, to manage information including without finding out what you have to forget, or what a person about you write just can not know. This is a much more difficult part as those about what is known to them. I often find out, when revising texts, that a person is talking about something that he or she could not have really noticed. That usually means to revise a whole course of action to transform him or perhaps be deleted. It is a challenge to face from time to time into not knowing to put himself into a person that something not know. Make your questions and reactions consistent by that parameters is a tough job.

Yes, it is not easy to be a god.

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