Meine Zielsetzung beim Schreiben

Hier ein Statement über meine Motive, als Autor der Asgaroon Reihe. Insbesondere vor dem Hintergrund der in Kürze erscheinenden Heftserie.
Ich will gleich vorweg sagen, das Asgaroon vorrangig versucht, ein gewisses stilistisches und erzählerisches Niveau zu etablieren, als technisch wissenschaftlichen Themen zu bedienen. Es geht um anspruchsvolles Storytelling, wenn man denn einen hübschen Anglizismus bemühen will. Storytelling vor einer Scifi Kulisse, die auch für den Fantasy Leser Überraschungen bereithalten wird.

Mehr Handlung, weniger Bumm, Bumm!

Ich mag es nicht, Actionszenen zu beschreiben. So sehr ich es als Star Wars Fan liebe, wenn mächtige Schlachtschiffe auf der Leinwand aufeinandertreffen, so sehr hasse ich es, diese Handlungsabläufe niederschreiben zu müssen. Ausser es geht um eine einzigartige Szene, die nicht lediglich deswegen eingeschoben wird um die Handlung aufzulockern. Das mag ab und an notwendig sein, aber wenn es zu oft passiert, muss ich mir Gedanken über die Story machen.
Diesmal jedoch hat das öde Actiongeplänkel zu einer sehr schönen Szene geführt. Action und Stimmung ergeben dabei eine bemerkenswerte kleine Szenerie, die auszuarbeiten sehr viel Spass gemacht hat. Sie kommt in der zweiten Ausgabe der Asgaroon Heftserie vor, die 2016 erscheinen wird.
Warum ist mir dieses Statement zu actionlastigen Büchern so wichtig? Weil ich Dune, von Frank Herbert, nach wie vor als ein Meisterwerk betrachte, mit dem man sich messen sollte. Ein Klassiker, der auch heute noch fasziniert und in seiner literarischen Kraft so einzigartig ist, dass man ihn einfach nicht ignorieren kann, wenn man Fantasy und/oder Science Fiction schreibt. Dune kommt ohne viel Schlachtenmalerei aus, weil die Geschichte an sich so viel hergibt.

Ein Dank an alle Testleser!

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Autoren geben soll, die den Dienst von Testleseen ablehnen. Aber ich habe schon davon gehört und jetzt auch mit einem Kollegen gesprochen, der ebenfalls Vorbehalte hat, seine unfertigen Texte von anderen lesen zu lassen. Eine klare Antwort, warum das so ist, habe ich jedenfalls nicht erhalten. Meine Interpretation lautet daher, dass es manche Autoren vorziehen, sich nicht in die Karten schauen lassen. Oder sie fürchten sich davor, unfertige Manuskripte, inclusive aller Stil und Rechtschreibfehler, in die Hände von Menschen zu legen, die nicht zum Lektoratservice des Verlages gehören. Oder spielt vielleicht die Angst vor Kritik die größere Rolle? Wie auch immer. Testleser verhindern, dass sich der Autor stilistisch oder beim Handlungsaufbau im Kreis dreht. Man sollte sich als Schreiber jedoch eingestehen, dass man unwissentlich in Routinen und Vorlieben verfällt. Die Folge sind Wiederholungen und Handlungsabläufe, die sich stark ähneln und ein Dejavu Erlebnis für den Leser bedeuten, dass ihm früher oder später auf die Nerven gehen wird. Testleser bringen sich mit frischen Ideen und Vorschlägen ein, die der Handlung Farbe und Facettenreichtum verleihen. Ich möchte mit diesem kurzen Statement meinen Testlesern danken, die mich aus mancher Sackgasse herausgeholt haben.