Mehr Rivalen, mehr Ärger – More rivals , more trouble!

Nea konnte aus Asgaroon fliehen, wo Piraten, die Ghost Parteien, Adelshäuser, der Kaiser und Sargon (the ancient Terror), sich einen erbitterten Kampf um die Macht liefern. Aber auch in Kimath (die Sterneninsel), weit ausserhalb der galaktischen Sternenreiche, wohin sich Nea retten konnte, sieht die Situation kaum anders aus. Auch wenn es hier keine offenen Kämpfe unter den Völkern (Menschen, Oponi und Akkato) gibt, da sie alle gemeinsam die furchterregenden Gothreks bekämpfen, haben sich doch gewisse Machtsphären gebildet, die sich mit subtilen Mitteln das Leben schwer machen. Auch wenn Nea versucht sich aus allem herauszuhalten, muss sie diese Konflikte jedoch berücksichtigen, um keine Fehler zu begehen. Mit zunehmender Verantwortung, die ihr vom Herrscher Kimaths übertragen wird, sinken jedoch die Chancen diesen Weg weiterhin erfolgreich beschreiten zu können.

So weit meine Gedanken zum bisherigen Verlauf von Asgaroon und den Texten, an denen ich gerade schreibe.

Nea escaped from Asgaroon where Pirates, Ghost parties, noble houses, the Emperor and Sargon ( the ancient terror ), fighting a bitter struggle for power. But even in Kimath (the Star Island), far outside the galactic realms, while Nea could save themselves, the situation is hardly different. Even if there are no open fighting among the nations (Humans, Oponi and Akkato), as they are all together to fight the fearsome Gothreks, nevertheless certain spheres of power have formed who make life difficult by subtile means. However, even if Nea tried to stay out of all that she has to take account of these conflicts in order to make any mistakes. With increasing responsibility which is entrusted to her by the ruler of Kimath, but the chances that way decline continues to successfully tread.

So far my thoughts on the recent history of Asgaroon and the texts on which I am writing

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Genug Universen? Noch ein Kosmos?

Was gibt es nicht schon alles an Scifi und Fantasy Welten. Lord of the Rings, Star Wars, Star Trek, Perry Rhodan, Game of Thrones und etliche mehr. Kann man da auf einen weiteren Kosmos verzichten? Na klar. Man kann immer auf etwas verzichten! Vielleicht kann man sich ja auch alleine von Pizza ernähren. Oder von Lasagne, wenn einem das lieber ist. Wenn ich also nun meinen Beitrag zum popkulturellen Genuss darbiete, tue ich das als Überzeugungstäter. Ich bin der Meinung dass jede gut durchdachte Fantasy oder Scifi Welt ihre Leserschaft findet. Was man bei dem einem Kosmos vermisst, wird in einem anderen gefunden. Was man dort bemängelt, wird hier geliebt, usw. etc. Ausserdem wächst die Welt weiter und neue Generationen von Lesern werden sich neue Welten suchen, in die sie eintauchen können. Schön wenn Asgaroon diese Leser bedienen kann.

Warum das Fantasy Universum eines  deutschen Autoren? Muss sich Deutschland hinter den anglo – amerikanischen Autoren verstecken? Zugegeben, der Markt ist kleiner und dieser Umstand ist der Sprache geschuldet. Deshalb ist die Übersetzung eines deutschen Textes ins Englische natürlich ein immenser  Vorteil und wird von den Autoren und den Verlagen natürlich angestrebt. Was den Ideenreichtum der deutsch/germanischen Kultur angeht, halte ich sie für die ergiebigste Quelle für Schriftsteller, die sich der modernen Phantastik widmen. Oft wird behauptet, Tolkien habe seine Inspiration hauptsächlich aus der Artus Sage bezogen, aber ich halte dagegen, dass er die Hauptmotive eher aus dem Nibelungenlied entnommen hat. Da der Herr der Ringe als das Schlüsselwerk der modernen Fantasy gesehen wird, ist es daher nur legitim dem alten deutschen Sagenschatz seinen gebührenden Platz als Nahrungsgeber dieses Genres zuzuerkennen. So gesehen ist die neue Fantasy Serie Asgaroon, die vor einer Scifi Kulisse spielt, in den Händen eines deutschen Autoren gut aufgehoben, der sich ebenfalls aus den Motiven des germanischen und griechischen Sagenwelt orientiert.

Was Asgaroon betrifft – es es ist bestimmt was für dich.

 

Is there not enough of Scifi and fantasy worlds? Lord of the Rings, Star Wars, Star Trek, Perry Rhodan, Game of Thrones and several more. Can we live without another cosmos? Sure, of course. You can always give up something! Maybe you can indeed alone feed yourself on pizza. Or lasagne if this is better. If now i do my contribution to pop culture enjoyment, I’m doing this as a conviction. I think that any thoughtful fantasy or scifi world finds its audience. What is missing in a cosmos is found in another. What is criticized here, loved here. etc. etc. In addition, the world continues to grow and new generations of readers will be looking for new worlds, in which you can immerse yourself. Good if Asgaroon can serve this kind of reader.

Why the fantasy universe of a german author? Must be german Fantasy stay behind the Anglo – American writers in hiding? Admittedly, the market is smaller and this circumstance is due to the language. Therefore, the translation of a German text into English is of course an enormous advantage and is sought by the authors and publishers of course. With regard to the imagination of the German / Germanic culture, I think they are the most fertile source of writers who are devoted to the modern fantasy. It is often said, Tolkien had his inspiration based mainly of the Arthurian legends, but I consider, however, that he has taken the main motives rather from the Nibelungenlied. The Lord of the Rings is seen as the key work of modern fantasy, it is only legitimate to award its rightful place as a food donor in this genre the old German legends treasure. From this perspective, the new fantasy series Asgaroon, that plays before a scifi setting, is in good hands, when it is found in the hands of German authors, who has his Ideas also based in the motives of the Germanic and Greek mythology.

What Asgaroon concerns – it maybe something made for you.

Das Phantastik-Team im Papierverzierer Verlag

Schon lange habe ich nach Gelegenheiten gesucht in ein Team von Gleichgesinnten zu gelangen. Durch die Zusammenarbeit mit dem Papierverzierer Verlag ist das nun wahr geworden. Einer der bekanntesten Namen im Team ist Ann Kathrin Karschnick, die gerade mit Ihren Phoenix Büchern Erfolge feiert. Sie hat schon einmal den Deutschen Phantastik Preis gewonnen und ist auch diesmal nominiert. Wer ihren Namen googelt wird jedoch feststellen, dass sie weitaus mehr geschrieben hat und in vielen Genres beheimatet scheint. Die Themen reichen von SF, Fantasy, Steampunk bis zu Erotik. Wie es aussieht ist sie mit ihrem Ideenreichtum noch nicht am Ende und die grosse Leserschaft, die sie offenbar hinter sich versammelt hat, darf auf weitere Geschichten aus anderen Welten hoffen. Zu einer Zusammenarbeit ist es bei der dystopischen Geschichtensammlung Umray gekommen, bei der sie als Herausgeberin fungierte und zu der ich eine Kurzgeschichte beigesteuert habe. Und wer weiss, vielleicht kommt es ja wieder zu einer Zusammenarbeit bei anderen Projekten.

In jedem Fall bin ich stolz darauf in einem grossartigen Team zu arbeiten und damit der Erfüllung eines Traumes näher gekommen zu sein. Wer möchte denn nicht sein Hobby zum Beruf machen und sich ständig mit Interessanten und vielseitigen Kollegen austauschen.

Hier einige Links:

Autorenseite von Ann Kathrin Karschnick

Phoenix -Reihe und andere Bücher

Ihre Präsenz beim Papierverzierer Verlag

 

Thoughts and Minds!

Ich würde mich freuen, wenn sich die Besucher meines Blogs registrieren würden. Mich interessiert der intellektuelle Austausch über SF/Fantasy und insbesondere Diskussionen über meinen ASGAROON Kosmos.

I would be pleased if the visitors of my blog would register . I’m interested in the intellectual exchange about SF / Fantasy and especially discussions about my ASGAROON cosmos .

Ceck the postings below 🙂

Band 5, Band 6, sowie Ausgabe 1 der Heftserie + Exposse‘

Und weiter gehts! Nach dem Urlaub voll rein in die stürmischen Entwicklungen eines Autorenlebens und die chaotischen Ereignisse in der Milchstrasse, genannt Asgaroon.

Ich bin gerade dabei den Text von Band 5 und 6 der Hauptreihe von Asgaroon zu überarbeiten. Zwischendrin werde ich mir immer Zeit stehlen müssen, um mich der Heftserie zu widmen, die im Januar 2016 erscheinen soll. Ich hoffe natürlich auch, dass sich durch den Hype, der unweigerlich durch Star Wars, das Erwachen der Macht (Star Wars, The Force awakens) entstehen wird, der Focus auch auf die Literatur richten muss, die sich ähnlichen Themen widmet. Asgaroon und andere Serien werden mit Sicherheit davon profitieren. Bis dahin will ich dem Lektorat des Papierverziererverlages einige weitere brauchbare Resultate vorlegen, aus denen man kurzweilige und anspruchsvolle Bücher machen kann. An Ideen mangelt es nicht, aber man muss sich schon gehörig dahinter klemmen, sie angemessen umzusetzen. Es ist nicht einfach Geduld an den Tag zu legen, da die Visionen in meinem Kopf mit Macht an die Oberfläche drängen, um niedergeschrieben zu werden. Allerdings habe ich nicht vor die Qualität der Texte dadurch leiden zu lassen, dass ich dem Lektorat unausgegorene Ideen auf den Schreibtisch lege. Ich würde mir wünschen der Serie Qualität zu verleihen und Diese dann auch kontinuierlich beizubehalten, solange es geht. Meine Angst ist, das Termindruck und Erwartung dieses Ziel schmälern können. Mir ist es lieber eine Ausgabe zu verschieben, als einen durchschnittlichen Roman abzuliefern.

Naja, ich brüte über ungelegten Eiern. Ich sollte lieber erst abwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Manchmal läuft es ja besser als erwartet, wie die bisherige Entwicklung des Asgaroon Universums belegt.

Sir Christopher Lee – eine Ikone ist tot !

Es gibt keinen Zweifel, Sir Christopher Lee, der hochgewachsene Mann mit der sonoren Wagnerstimme, war eine Leinwand-Ikone. Mir fällt niemand ein, der so lange und in so verschiedenen Rollen im Kino päsent gewesen war. Als Dracula, Dr. Fu Man Chu, der Mann mit dem goldenen Colt, in diversen Edgar Wallace Verfilmungen und nicht zuletzt als Saruman im Herrn der Ringe oder Count Dooku in Star Wars. Zweifellos hat dieser charismatische Schauspieler, mit seiner sinistren Ausstrahlung, Generationen von Kinogängern geprägt. Besonders im Fantasy und Horror Genre, gehörte er zweifellos zur Ehrenriege. Jeder Film neueren Datums, wurde alleine durch seinen Beitrag geadelt. Und niemand konnte bislang mehr Kino – Schwertkämpfe auf sein Konto verbuchen, als Sir Christopher Lee – sei es mit dem Degen oder mit dem Laserschwert. Auch dieser Rekord wird bestimmt nie eingestellt werden.

Thanks, Sir Chistopher Lee, RIP!

Star Wars, Science Fiction, Fantasy, Asgaroon and the Force awakens!

Schon seit 1978, dem Jahr in dem Star Wars (damals noch Krieg der Sterne) in den deutschen Kinos gezeigt wurde, bin ich Fan der Saga. Die Wucht des Films hat mich damals sofort umgehauen und in den Bann gezogen. Ich wusste,  sofort, dass ich Zeuge von etwas Einzigartigem und Besonderem geworden war, das sich von allem unterschied, was ich bis dahin gesehen hatte. Das Design, der verbrauchte Look, (used Future) die einfache Story, die vor einem komplexen Hintergrund spielte, die fantastischen Charaktere. All das faszinierte mich vom Beginn der ersten Szene an. Die Szene, der Szenen, wie manche behaupten und denen ich zustimme. Wie George Lucas damals sagte, war es ein Märchen für Erwachsene. Und obwohl ich zu diesem Zeitpunkt erst 10 jahre alt gewesen war – eigentlich war der Film ab 12 FSK – hatte ich auch das Gefühl keine Kindergeschichte gesehen zu haben. Und so empfand ich Das Imperium schlägt zurück, der 1980 folgte, als eine Steigerung, obwohl mich der Film zu Anfangs enttäuschte. Hatte ich doch eine Fortsetzung erwartet, mit mehr Raumschachten, einem größeren Todeststern oder etwas in dieser Art. Zum Glück wurde ich enttäuscht und zum ersten Mal wurde mir klar, es mit einer wirklich vielschichtigen und erwachsenen Geschichte zu tun zu haben. Damals machte das Wort Saga die Runde.

Warum ich das erzähle? Wie für viele Fans, waren die Prequels auch für mich eine herbe Enttäuschung. Aber leider höre ich selten den wahren Grund warum das so war. Und das macht mir ein wenig Angst, wenn es jetzt um Episode 7 – the Force awakens geht. Das Unwohlsein, beim betrachten der Prequels hatte nähmlich nichts mit dem Fehlen bekannter Protagonisten zu tun. Es machte mir nichts aus, das Darth Vader nicht zu sehen war oder Luke Skywalker, Han Solo, Prinzessin Leia, Chewie, etc.  X-Wings, der Millenium den Falcon, die klassischen Sternzerstörer waren auch nicht zu sehen. Who cares! Es war die Vorgeschichte und es war zu erwarten, dass all das erst im Laufe der Erzählung auftauchen würde. Nein, was mich schier entsetzte, war die dilletantische Dramaturgie. Geradezu unbeholfen, erzählte Lucas die Vorgeschichte zu Darth Vader, dem Entstehen des galaktischen Imperiums und der Rebellion. Alles wirke lustlos und ohne Gespür für die Story heruntergekurbelt. Wie oft wünschte ich mir, er hätte den Regiestuhl jemanden überlassen, der das Regiehandwerk noch beherrschte. Bevorzugt jemanden, der nicht aus dem Action Genre kommt, denn die Stärke der Saga bezieht sie aus seinen Charakteren. So empfinde ich Irvin Kershner als den absoluten Glücksgriff in der Besetzung der Regie. Er hat den tiefgründigsten und atmosphärisch dichtestesten Teil der Saga geschaffen. Insofern hoffe ich inständig, dass JJ Abrams, nicht versucht ein spektakulär hohles Actionfeuerwerk abzubrennen. Ich hoffe ausserdem, dass es dem Autorenteam gelungen sein möge, vielschichtige und spannende Protagonisten zu erschaffen. Political unncorrect wie Han Solo in der unbearbeiteten Version von Episode V. Star Wars – the Force awakens, wird in jedem Fall die Massen in die Kinos ziehen, egal wie enttäuschend er dann auch sein könnte. Wie auch immer. Wie jeden Star Wars Fan zerreisst mich gerade die Spannung der Wartezeit. Ich wünsche mir nichts sehnlicher als die fulminante Rückkehr des Krieg der Sterne auf die große Leinwand.

In jedem Fal hat mich die Saga dazu inspiriert kreativ tätig zu werden. Das ist etwas, das man von jedem großen Kunstwerk erwarten kann und zweiffellos ist Star Wars eines der gewaltigsten Phänomene der (Pop) Kultur. Mich hat die Saga jedenfalls dazu gebracht, mich mit Fantasy, Scifi, Film und Literatur zu beschäftigen. Inzwischen habe ich meinen eigenen Fantasy/scifi Kosmos entwickelt, der mich sehr beschäftigt hält. Ich bemühe mich bei Asgaroon eine Qualität zu erreichen, die sich sehr an Star Wars – a new Hope, Star Wars – the Empire strikes back, sowie Dune und diverser anderer Scifi/Fantasy Einflüsse orientiert und die ich als Standart innerhalb des Genres betrachte. Diesen Level zu erreichen, zu halten und eventuell zu steigern, sehe ich als Triebfeder meiner Tätigkeit als Autor.

ASGAROON: Textauszug aus Band 6 (in Bearbeitung)

Der Tag hatte regnerisch begonnen. Ohne Pause waren heftige Schauer niedergegangen und noch immer türmten sich schwarze Gewitterwolken über dem grünen Bergkamm, hinter den Gebäuden der Shin Bun Schule. Aus dem Dschungel, der sich über die Flanken des Berges erstreckte, stiegen Nebelschwaden auf. Vom nahen Meer wehte ein stetiger, lauer Wind und trieb weisse Wolken vor sich her. Das Blau des Himmels kehrte nach und nach zurück und die Sonne stach inzwischen heiss auf den Sandplatz herab auf dem Taya stand. Die Trainingsmaschine mit ihrem beträchtlichen Sortiment an Übungswaffen, Keulen, Klingen Projektilschleudern, schwebte reglos vor dem Mädchen über dem roten Staub. Die Maschine summte im Bereitschaftsmodus, während die ölig glänzenden Linsen auf Taya gerichtet waren.
„Trainingseinheiten beenden“, befahl das Mädchen und der silbrig glänzende Zylinder klappte seine Greifarme und Waffen ein. Danach sauste er davon und verschwand in einem der Gebäude am Rande des Sportgeländes. Taya rieb sich nachdenklich die schmerzende Schulter, wo sie von einem der Gummigeschosse getroffen worden war, die der Kampfautomat abgefeuert hatte. Das war nicht der einzige Treffer, den Taya heute hatte hinnehmen müssen. Die stumpfen Klingen hatten sie an Beinen, Hüften und Bauch erwischt, und die Stellen würden ihr noch einige Tage Schmerzen bereiten. Weitaus schlimmer verletzt jedoch war Tayas Stolz. Vor wenigen Tagen erst war sie vierzehn Jahre alt geworden und konnte sich rühmen die begabteste Schülerin des Shin Bun zu sein. Und gerade was ihre Fähigkeiten auf dem Kampfplatz anging, konnte es niemand mit ihr aufnehmen. Selbst den Trainingsdrohnen gelang es nur selten sie zu treffen oder zu entwaffnen, selbst wenn sie von Meister Brack persönlich programmiert wurden. Umso schwerwiegender war die Tatsache, dass sie diesmal vier Treffer hatte wegstecken müssen. Ein Ausdruck des Zwiespalts, in dem sie sich befand und in den sie dieser obskure Graf gebracht hatte, der vor ein paar Minuten in Begleitung der Schulwache in ihrer Unterkunft aufgetaucht war.
Taya war eines der unzähligen Waisenkinder, die der ewige Krieg gegen die Diener des alten Reiches hervorgebracht hatte. Und wie viele von ihnen, hatte man sie in die Schule des Shin Bun aufgenommen, um sie dort zu einer Zofe und Dienerin auszubilden. Alle Schüler des Shin Bun betrachteten sich als die Kinder des Laioon, der diese Einrichtung ins Leben gerufen hatte und dem sie absoluten Gehorsam schuldeten. Aber sie dienten ebenso den Häusern, denen man sie zuteilte und die zu den angesehensten Kreisen Kimaths gehörten. Verrat konnte niemals eine Option sein, unter der man begann einer dieser Familien zu Diensten zu sein. Die Etikette des Shin Bun sah nicht vor jemanden ans Messer zu liefern, selbst wenn es sich im Laufe der Zeit herausstellte, dass derjenige in seiner Treue zum Herrscherhaus wankte. Sie bot lediglich die Möglichkeit, diese Familie zu verlassen und sich einer Anderen anzuschließen. Die Personen zu hintergehen, unter deren Dach man Gastrecht genossen hatte, hatte in der Philosophie der Schule keinen Platz. Aber genau das schien der Graf von ihr zu verlangen.
Erneut betastete Taya die schmerzenden Stellen an ihrem Körper und schob sich das Hemd über den Bauch, wo sich, knapp über ihrem Bauchnabel, ein dunkelblauer Bluterguss bildete. Sie war froh, dass sie sich gerade alleine auf dem Sportgelände befand und ihr Versagen vor fremden Blicken verborgen geblieben war. Der Nachmittagsunterricht der unteren Klassen hatte gerade begonnen und durch die geöffneten Fenster konnte sie den Gesang der Kinder aus den ersten Lernstufen hören. in den Klassenzimmern wurde unterrichtet und keiner der disziplinierten Schüler wagte es dabei aus einem der Fenster zu blicken. Niemand war in der Nähe, der sie hätte beobachten können.
Mit dem Handrücken wischte sich Taya den Schweiss von der Stirn und versuchte ihre Gedanken zu ordnen. Die Befehle des Grafen widersprachen so ziemlich allem, was sie auf der Schule für Diener und Zofen gelernt hatte. Aber sie waren klar und deutlich gewesen und ließen keinen Zweifel daran, wie man sie zu verstehen hatte. Der Graf hatte nicht mehr Worte als nötig dafür aufgewendet und jeglichen Spielraum für Interpretationen ausgeschaltet. Ob Leiterin Sonaya davon wusste, fragte sie sich? Er musste sie zumindest kontaktiert haben, denn Taya war eigentlich noch nicht mündig. Erst mit sechzehn würde man sie einem Haus zuweisen können, ohne dafür die Leiter und Meister um Erlaubnis fragen zu müssen. Allerdings galten für Taya, wegen ihres Talentes und ihrer Fähigkeiten, viele Ausnahmeregelungen. Ihr Abschluss lag schon ein Jahr zurück und sie war nur deswegen noch hier, um die Zeit bis zu ihrer Mündigkeit zu überbrücken. Offensichtlich hatte sich die Schulleitung Kompromissbereit gezeigt und es dem Grafen gestattet Taya vorzeitig von der Schule zu nehmen. Immerhin war Graf Fachet Faday der Befehlshaber von Anadyr, der Palastwelt des Laioon von Kimath. Und wer würde es schon wagen ihm Steine in den Weg zu legen. Wie auch immer. Sie würde bestimmt bald Näheres erfahren und das womöglich schneller als es ihr lieb sein konnte.